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Steckrübeneintopf mit viel frischem Gemüse

Steckrübeneintopf

Der Winter 1916 war ein sehr rauer Winter und ging als Steckrüben-Winter in die Geschichte ein. Es herrschte Krieg und die Steckrübe wurde somit zu einem der Grundnahrungsmittel, von dem sich sehr viele Menschen ernährten. Häufig wurde sie zu einem Steckrübeneintopf verkocht, der kostengünstig, aber sättigend war.

Damit ist die Steckrübe natürlich kein trendiges Gemüse, gelten die Kohlrüben doch als Arme-Leute-Essen. Zu unrecht fristet sie ihr Dasein in der Gemüseabteilung, denn sie steckt voll von wichtigen Nähstoffen. Neben Kalium, Calcium und Schwefel besitzt die Steckrübe mit den Vitaminen E und K wichtige Vitamine und Spurenelemente.

Ich bin keine Ausnahme, wenn es darum geht, die heimische Steckrübe in der Küche zu verwenden. Bisher hatte ich mich noch nicht an dieses Kohlgemüse herangewagt, aber meistens ist diese Hemmschwelle überschritten, sobald das erste Gericht geglückt ist.

Eintöpfe gehören ja sowieso zu meinen Lieblingsgerichten, denn ich verwende darin viel frisches Gemüse und mit wenigen Zutaten kann man ein schmackhaftes Gericht zaubern, das auch lange satt hält. Zudem lassen sie sich super vorbereiten und schmecken aufgewärmt oft noch besser als frisch. So entstand die Idee zu diesem Steckrübeneintopf.

Wer auf Fleisch verzichtet, der kann den Kassler getrost weglassen, denn meine Befürchtung, dass es ohne ihn eher fad schmecken würde, hat sich absolut nicht bestätigt. Ich hatte eine sehr dicke Steckrübe, die einen kräftigen Geschmack hat. Wer einen milden Geschmack bevorzugt, der sollte auf kleinere Steckrüben setzen.

Hier das Rezept:


Zutaten für 8 Personen:

1 große Steckrübe (ca. 1200g)

5 Karotten

1 Stange Lauch

8 kleine Kartoffeln

3 Zwiebeln

1 Pastinake

600g Kassler (optional)

1 Klecks Schmand zum Servieren

1 EL Butterschmalz

Salz

Pfeffer

2 EL Gemüsebrühe

Zubereitung:

Schäle die Zwiebeln und zerhacke diese grob. Dünste diese dann in heißem Butterschmalz an und gib’ nach und nach das restliche in Würfel geschnittenen Gemüse dazu. Röste alles an, bis das Gemüse duftet und lösche dann alles mit ungefähr einem Liter Wasser ab.

Gib’ nun die Gemüsebrühe hinzu und lass’ alles für etwa 25-30 Minuten bei schwacher Hitze köcheln, bis das Gemüse bissfest ist. Wenn du den Eintopf mit Kassler zubereitest, dann füge etwa 15 Minuten vor Ende der Kochzeit den in Würfel geschnittenen Kassler hinzu.

Solltest du mit der Konsistenz des Eintopfs nicht zufrieden sein, dann schütte noch etwas Wasser dazu. Schmecke alles mit Salz und Pfeffer ab. Serviere den Eintopf mit einem Klecks Schmand.

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Rote-Bete-Salat mit Apfel und Walnüssen

Rote-Bete-Salat

Im Moment zeigt sich der Herbst von seiner schönsten Seite: Der goldene Oktober bringt Sonne und noch spätsommerliche Temperaturen. Trotzdem war es Zeit für ein herbstliches Gericht: Rote-Bete-Salat mit Apfel und Walnüssen.

Hier trifft der Begriff “Superfood” meiner Meinung nach zu, denn alle Zutaten sind gerade frisch erhältlich und jede für sich mit unterschiedlichen Vitaminen und Mineralstoffen vollgepackt, dass nicht nur das Auge sich an diesem Essen erfreut.

Ich mag es ja, wenn Essen so eine schöne, kräftige Farbe hat, dann macht es auch den Kindern doppelt Spaß, davon zu essen. Gerade meine Mittlere, als Rote-Bete-Kritikerin, ist nicht so leicht zu überzeugen. Und dann noch Walnüsse drin?! Da muss der erdige Geschmack der Roten Rübe etwas abgemildert werden.

Hier kamen die Äpfel ins Spiel, die dem Salat eine leichte Süße geben. So kamen alle drei Kids zu dem Fazit: Der Rote-Bete-Salat war nicht lecker, er war SEHR LECKER!

Hier also das Rezept:

Zutaten für 4 Personen:

500g Rote Bete (etwa 4 große Rüben)

2 kleine Äpfel

50g Walnüsse

1 Zwiebel

Walnussöl (Alternativ: Olivenöl)

Apfelessig

Salz

Pfeffer

Zubereitung:

Schäle die Rote Bete und entkerne die Äpfel. Raspele alles mit einer Küchenmaschine oder einer Reibe. Hacke die Walnüsse grob und schneide die Zwiebel in feine Würfel. Gib’ alles in eine Schüssel und bereite nun das Dressing, indem du einen kräftigen Schluck Walnussöl mit dem Apfelessig, etwas Salz und Pfeffer verrührst. Übergieße damit den Salat und vermenge alles.

Lass’ den Salat gut durchziehen, am zweiten Tag schmeckt er sogar noch besser. Dazu passt ein Roggenvollkornbrot perfekt.

Rote Bete trifft Walnuss

Wenn du Rote Bete magst, dann ist jetzt der perfekte Zeitpunkt, ein Rote-Bete-Kvass anzusetzen 🥰.

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Tomate-Feta-Brot mit eingeschlafenem Hefewasser

Tomate-Feta-Brot

Oh man, es ist wie so oft: Wenn ich etwas 110%ig machen will, dann geht es daneben. So auch heute bei meinem Tomate-Feta-Brot, das ich für die lieben Kollegen backen wollte. Mit meinem eingeschlafenen Hefewasser ist es leider nur ein Schatten dessen geworden, was es einmal war.

Ich habe dieses Brot schon mehrmals gebacken und es war immer der Renner, denn es war fluffig und konnte auch gut ohne Dip zu Gegrilltem gegessen werden. Meine Kinder essen es auch komplett ohne Belag. Allein die Tatsache, dass es aus Dinkelmehl 630 und nicht aus Vollkorn ist, macht es zu einer beliebten Abwechslung.

Und heute, zum World Bread Day, darf es ruhig ein Partybrot geben. Neben Feta geben die in Olivenöl eingelegten Tomaten dem Ganzen einen tollen Geschmack. Es gibt einfach Kombinationen, die passen wie die Faust auf’s Auge.

Aber naja. Als eingefleischte Sauerteigbäckerin sollte man nicht vergessen, das mühsam gezüchtete Hefewasser ab und an aufzufrischen. Ich hatte bereits einen Fehlversuch, der vermuten ließ, dass sich mein triebstarker Freund in einem Dornröschenschlaf befand. Hielt mich das gestern Abend ab?! Natürlich nicht…

Hier also mein erprobtes Rezept für ein Tomate-Feta-Brot:


Zutaten:

650g Dinkelmehl 630

400g aufgefrischtes Hefewasser

150g Feta

50g in Olivenöl eingelegte getrocknete Tomaten

10g Salz

Anleitung:

Gib’ das abgewogene Hefewasser und das Mehl in eine Schüssel und verknete alles zu einem glatten Teig. Das kann gut und gerne 5-7 Minuten dauern. Bei Dinkel solltest du aber darauf achten, den Teig nicht zu lange zu kneten.

Decke die Schüssel nun mit einem Tuch ab und lass’ den Teig für 30 Minuten ruhen (Autolyse). Stürze ihn dann auf die Arbeitsfläche und knete das Salz unter. Der Teig wird deutlich straffer.

Wenn du das Salz eingearbeitet hast, zerbrösele den Feta und schneide die getrockneten Tomaten in grobe Stücke. Füge dem Teig einen Schluck des Olivenöls bei und arbeite Feta und Tomaten vorsichtig in den Teig ein.

Forme den Teig und lege ihn in ein bemehltes Gärkörbchen. Bemehle die Oberfläche und decke den Teigling mit einem Geschirrtuch ab. Lasse ihn an einem warmen Ort gehen, bis sich das Volumen fast verdoppelt hat. (Das wären bei mir wohl drei Tage gewesen 🤨.)

Heize dann den Backofen auf 250 Grad vor und backe das Brot zunächst 20 Minuten unter Dampf an. Ich stelle eine Schale mit Wasser in den Backofen, wenn ich ihn anschalte.

Nimm die Schale Wasser nach 20 Minuten aus dem Ofen und backe das Brot für weitere 40 Minuten bei 180 Grad aus. Fertig ist dein Tomate-Feta-Brot. Schmeckt toll mit Kräuterbutter.

Hast du auch ein gelingsicheres Rezept, das schon mal so richtig daneben ging?

Update: Es lebt wieder 😁!

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Kompott selber machen – Obst ohne Zucker haltbar machen #2

Apfelkompott

Häufig finden sich Rezepte zum Konservieren von Obst nur in Verbindung mit großen Mengen an Zucker. Weil Zucker nachweislich den Darm schädigt, sollten wir dessen Konsum so weit als nur möglich einschränken. Deshalb hier mein Rezept, wie du Kompott selber machen kannst – ganz ohne Zugabe von Zucker.

Ich hatte bereits einen Betrag veröffentlicht, wie du Obst als Saft ohne Zucker einkochen kannst. Heute zeige ich dir, wie du Kompott kochst, ohne Zucker als Konservierungsmittel einzusetzen.

Wichtig ist, dass alle verwendeten Utensilien sehr sauber sind, das heißt, dass du die Gläser am besten vor dem Befüllen auskochst, oder für 20 Minuten bei 100 Grad in den Backofen stellst.

Weil Volker von volkermampft und zorra vom Kochtopf gerade auf der Suche nach Apfelrezepten sind, gibt es heute natürlich Apfelkompott. Das Rezept funktioniert aber auch prima mit Birnen.

Das Kompott ist eine hervorragende Grundlage für allerlei herzhafte und süße Speisen. Es selber zu machen ist so einfach und du kannst es in deinen Apfel-Rotkohl machen, wenn es keine frischen Äpfel gibt. Eine andere Möglichkeit ist, einen Hefeteig damit zu füllen. Selbstgemachtes Kompott ist einfach selber zu machen und vielseitig einsetzbar. Es lohnt sich also, im Herbst fleißig einzukochen.

So solltest du vorgehen:


Vorbereitung:

6 Gläser (250ml auskochen)

1kg Äpfel schälen und entkernen

1 Zitrone auspressen

Zubereitung:

Schneide die Äpfel in Grobe Stücke und gib sie zusammen mit dem Zitronensaft und etwas Wasser in einen Topf. Der Zitronensaft verhindert, dass das Apfelkompott später braun wird.

Bringe alles zum Kochen und reduziere dann die Temperatur, sodass die Äpfel nur noch simmern. Dünste die Äpfel für etwa 20 bis 25 Minuten, bis sie weich sind.

Gib‘ nach Belieben noch Zimt hinzu und püriere alles glatt. Drehe die Temperatur nochmal hoch, sodass das Kompott richtig kocht – Vorsicht, Spritzgefahr!

Fülle das Kompott noch heiß in die Gläser und verschließe diese sofort fest. Stelle die Gläser auf den Deckel und lasse sie in der Küche langsam auskühlen. Erst dann solltest du sie in den kalten Keller bringen, wo sich das Kompott mindestens 6 Monate hält.

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Schales – Hunsrücker Kartoffelgericht

Schales

Nach der Kartoffelernte freuen sich meine Kinder immer auf ein typisches Hunsrücker Gericht: Schales. Dieses deftige Bauerngericht wird traditionell mit frisch gekochtem Apfelmus gereicht. Es ist mal wieder ein unkompliziertes Gericht, das unaufwändig in der Herstellung ist. Einzig die Garzeit ist mit ca. 90 Minuten eher lang, sodass ich Schales eher am Wochenende zubereite, wenn mehr Zeit ist.

Meine Großeltern hatten noch Viehwirtschaft, sodass viele ihrer Gerichte mit Speckwürfeln verfeinert wurden. Wer diese nicht mag, kann sie durch in Scheiben geschnittene Rindswürstchen ersetzen, oder sie ganz weg lassen. Der enthaltene Lauch gibt zusätzlichen Geschmack, liefert aber auch wichtige Ballaststoffe, die lange satt halten und unser Mikrobiom positiv beeinflussen.

Hier das Rezept für 4 Personen:


Zutaten:

1.5 vorwiegend festkochende Kartoffeln

1 Stange Lauch

200g Speckwürfel / in Scheiben geschnittene Rindswürstchen

2 Eier

Salz

Pfeffer

Muskatnuss

Butterschmalz

Zubereitung:

Reibe die Kartoffeln in feine Fäden und lasse die austretende Brühe in einem Sieb abtropfen. Drücke die Kartoffelfäden etwas aus, sodass sie nicht mehr ganz so viel Flüssigkeit enthalten, aber auch nicht komplett trocken sind. Gib’ diese dann in eine Schüssel und vermenge sie mit dem in feine Ringe geschnittenen Lauch, den Eiern, den Speckwürfeln und den Gewürzen.

Erhitze das Butterschmalz in einer Pfanne und gib’ dann die Masse hinein. Drücke alles fest, sodass eine Art Kuchen entsteht. Schales wird auch als “Dibbekuche” (Topfkuchen) bezeichnet.

Verschließe die Pfanne mit einem Deckel und lass’ den Schales etwa 45 Minuten auf mittlerer Hitze anbacken. Ich kontrolliere immer mal wieder, ob ich noch etwas Schmalz hinzufügen muss. Drehe den Schales nach 45 Minuten um. Das klappt am Besten, wenn du ihn auf einen Deckel oder ein Brettchen stürzt und ihn dann wieder in die Pfanne gleiten lässt. Aber Vorsicht: Wenn noch Fett in der Pfanne ist, besteht Verbrennungsgefahr.

Verschließe die Pfanne nach dem Drehen nicht mehr, sodass dein Schales auf beiden Seiten knusprig ist. Lass’ ihn für weitere 45 Minuten backen, bis er durchgebacken ist und eine schöne Bräunung hat. Serviere ihn mit selbst gekochtem Apfelkompott.

Schales mit Apfelkompott – eines unserer Lieblingsgerichte

Gibt es ein Gericht aus deiner Region, das du empfehlen kannst?

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Ist Vollkorngetreide ungesund?

Khorasan-Weizen

So ziemlich jedes Lebensmittel stand in der Öffentlichkeit bereits in der Kritik, weil es in irgendeiner Form unserer Gesundheit schaden soll. So soll der Konsum von Kaffee den Blutdruck erhöhen, Butter Ablagerungen in unseren Blutgefäßen hervorrufen und Vollkorngetreide unser Verdauungssystem zu sehr beanspruchen, sodass besser auf Weißmehlprodukte zurückgegriffen werden sollte. Aber was genau ist denn jetzt besser für uns?

1. Vollkorn ist schwer verdaulich

Dadurch, dass Vollkorn schwer verdaulich ist, liegt es uns buchstäblich besonders schwer im Magen und sollte deshalb gemieden werden. Diese Erfahrung habe ich selbst gemacht, als ich mich hochmotiviert an mein erstes Vollkornbrot herangetraut habe. Das dürfte jetzt gut und gerne 10 Jahre her sein. Ich habe mich strikt an das Rezept gehalten und heraus kam ein Gebäck mit einer kompakten Krume, die bereits am zweiten Tag trocken war. Dieses Brot war tatsächlich zu viel für unsere Verdauung, sodass ich dieses Problem kenne.

2. Die Randschichten des Getreidekorns enthalten besonders viele Antinährstoffe

Ich hatte bereits erwähnt, dass Getreide sich mit Antinährstoffen (Lektine und Phytinsäure) gegen den Verzehr wehrt. Diese binden Vitamine und Mineralstoffe, die uns damit nicht mehr zur Verfügung stehen. Dass diese Antinährstoffe besonders in der Randschicht des Korns sitzen, lässt den Schluss zu, dass Weißmehl besser für uns ist, als das volle Korn. Denn dass z. B. Brot unserem Körper Nährstoffe entzieht, kann unserer Gesundheit auf keinen Fall zuträglich sein.

3. Gluten

Das Klebereiweiß Gluten steht seit Jahren in der Kritik, dass es unseren Verdauungsapparat schadet und so einen Leaky Gut begünstigt. Menschen mit Zöliakie reagieren mit heftigen Symptomen auf dem Verzehr glutenhaltiger Getreide. Dass davon weniger als 1% der Menschen in Deutschland betroffen sind, stört die Lebensmittelindustrie wenig, denn allzu gerne werden glutenfreie Lebensmittel als gesunde Alternative zu den heimischen Getreidesorten angeboten.

4. Getreide zählt nicht zu einer artgerechten Ernährung

Zu guter letzt: Getreide wie Weizen, Roggen und Dinkel – auch Vollkorngetreide – sollte so oder so komplett aus unserem Speiseplan gestrichen werden, weil dieses erst seit der Jungsteinzeit auf unserem Speiseplan steht und unser Verdauungssystem damit noch gar nicht auf dessen Verzehr angepasst ist.

Eines unserer Lieblingsbrote: Schoko-Haselnuss

Mein Fazit

Viele Getreideprodukte sind tatsächlich nicht empfehlenswert, weil sie unnötige Zusatzstoffe enthalten. So habe ich kürzlich erst gelesen, dass sich in Brot z.B. L-Cystein befinden kann, das aus Schweineborsten gewonnen wird. Dieses wird dann allenfalls als “natürliches Aroma” deklariert – gruselig. Während der strikten Diät meiner Kinder war ich der Annahme, dass Brot ohne Milch und Fructose leicht zu finden sein sollte, weit gefehlt.

Und jetzt kommt das große ABER:

Für mich zählt Brot immer noch zu den wichtigen Grundnahrungsmitteln, besonder in der Vollkorn-Variante. Die oben genannten Probleme lassen sich zum Großteil beheben, wenn du mit Sauerteig arbeitest. Die Fermentation baut Lektine und Phytinsäure ab und verdaut das Brot schon für uns vor. Damit wird es leichter verdaulich und die Nährstoffe werden verfügbar gemacht.

Meine Kinder lieben Vollkornbrot und haben schon eigene Wünsche, was ich backen soll. Sie werden so auch aufgeschlossener, Neues zu probieren und haben schon eigene Ideen, welches Brot als nächstes auf dem Speiseplan stehen soll. Und welches Kind knetet nicht gerne Teig?!

Wenn du allerdings Probleme mit deinem Magen/Darm hast, dann solltest du nicht sofort zu 100% Vollkorn greifen, denn der hohe Ballaststoffanteil kann einen angeschlagenen Magen-Darm-Trakt leicht überfordern. Beginne mit einer Scheibe am Tag und wenn du merkst, dass sich dein Körper daran gewöhnt hat, dann versuche den Ballaststoffanteil in deiner Nahrung zu erhöhen. Denn Ballaststoffe sind immens wichtig für einen gesunden Darm, da sie die guten Darmbakterien ernähren.

In meinem Umfeld gibt es zahlreiche Kinder, die Unverträglichkeiten haben. Viele Mütter sagen, dass ihnen geraten wurde, auf Gluten zu verzichten. Ich frage mich dann nur, ob ihnen auch empfohlen wird, glutenfreies Gebäck zu kaufen/backen, das mit Sauerteig hergestellt wurde, denn auch glutenfreies Vollkorngetreide enthält Phytinsäure und Lektine.

Was denkst du darüber? Sollte Getreide in unserem Speiseplan vorkommen?

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Apfel-Rotkohl – Rezept aus dem Hunsrück

Apfel-Rotkohl

Blog-Event CLVII - Äpfel (Einsendeschluss 15. Oktober 2019)

Ballaststoffe

Ich liebe diese Blogevents, die Raum zur Gestaltung lassen, denn Äpfel sind häufig Hauptdarsteller in süßen Kuchen und Desserts. Da Volker von volkermampft aber ausdrücklich auch um herzhafte Zubereitungsarten bittet, bekommt er für sein erstes Blogevent auf Zorras Kochtopf mein Lieblingsgemüse serviert: Apfel-Rotkohl.

Dieses Gemüse gibt es bei uns im Herbst und Winter sehr häufig. Sowohl der Rotkohl, als auch der Apfel sind lange lagerungsfähig und damit das ideale Wintergemüse. Besonders an Festtagen wird es gerne zu dem klassischen Weihnachtsbraten gereicht.

Und das Tolle: Apfel-Rotkohl entfaltet seinen Geschmack besonders in aufgewärmtem Zustand, wodurch er sich auch super vorbereiten lässt. Ich bereite dann oft eine große Menge zu und friere dann mehrere Dosen ein.

Ich habe dieses Gemüse oft mit Lorbeerblättern, Nelken, Zimt und anderen Gewürzen zubereitet, wodurch es natürlich einen weihnachtlichen Geschmack bekommen hat. Diese Gewürze waren aber vor 100 Jahren eher nicht verfügbar, weshalb ich meine Oma fragte, wie ihre Mutter den Apfel-Rotkohl zubereitet hat.

Sie sagte dann: “Um Rotkohl zu kochen, braucht man nur sieben Zutaten.” Das klang sehr minimalistisch. Ich hatte öfters schon das Problem, die typische Süße an mein Gemüse zu bekommen, oder es schmeckte einfach fad – trotz zahlreicher Gewürze.

Naja, also hieß es ausprobieren. Da es keine aufgeschriebenen Rezepte gibt, musste ich also mit dieses sieben Zutaten das ideale Mischungsverhältnis finden. Und ich war mit meinem Ergebnis sehr zufrieden. Wieder mal ein einfaches Rezept, ohne viel Schnickschnack, das Allen schmeckt 😃.

Zutaten:

1 Rotkohl

3 Zwiebeln

2 Äpfel oder 1/2 Glas Apfelkompott

Butterschmalz (als vegane Alternative: Kokosfett)

Apfelessig

Salz

Zucker

Anleitung:

Raspele den Rotkohl 2mm dick. Erhitze dann Butterschmalz in einem Topf und dünste die gewürfelten Zwiebeln an, bis sie glasig sind. Füge den Rotkohl und die geschälten und entkernten Äpfel, zusammen mit ca. 400ml Wasser hinzu und ergänze einen kräftigen Schluck Apfelessig, etwas Salz und einen gestrichenen Esslöffel Zucker. Lass’ alles köcheln, bis das Gemüse weich ist.

Ich packe alles in den Schnellkochtopf und koche den Rotkohl auf. Dann wird er, sobald sich der Druck aufgebaut hat, etwa 8 Minuten bei mittlerer Hitze gedünstet. Solltest du Apfelkompott verwenden, so kannst du dieses am Ende, vor dem Servieren, hinzufügen.

Um dem Gemüse einen besseren Geschmack zu verleihen, wurde vor dem Servieren manchmal auch ein Stück gute Butter hinzugefügt. Eine weitere Alternative war, statt Wasser Rinderbrühe zu nehmen, wenn diese zur Verfügung stand.

Ich bin gespannt, welche Variante dir am besten schmeckt – lass’ es mich wissen 😊.

Einfach und einfach lecker: Apfel-Rotkohl
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Fermentierter Knoblauch #2 – Mein Hausmittel bei Erkältungen

So langsam werden die Tage wieder kürzer und das Wetter ist sehr wechselhaft: Morgens verlassen wir bei etwa fünf Grad das Haus und Mittags klettern die Temperaturen dann doch fast wieder auf 20 Grad. Das sind bei mir immer beste Bedingungen für eine dicke Erkältung. Aber seit letztem Herbst schlummert in meinem Kühlschrank mein Hausmittel, das jedem Kratzen im Hals den Garaus macht: Fermentierter Knoblauch.

Vor einiger Zeit hatte ich bereits ein Rezept für fermentierten Knoblauch gepostet, diesen verwende ich aber überwiegend für Dips oder Pesto. Geschmacklich ist diese Variante auch viel milder. Sogar meine Kinder können diesen ohne Probleme roh kauen. Weil sie selbst schon gemerkt haben, dass der Knoblauch ihnen hilft, fragen sie schon danach 😅.

Dass Knoblauch ein starkes Hausmittel bei allerlei Beschwerden ist, wird wohl kaum jemand bezweifeln. Seine antibakterielle und antivirale Wirkung sind erwiesen. Als präbiotisches Lebensmittel hilft er außerdem, die Darmflora im Gleichgewicht zu halten, weil seine Ballaststoffe unsere guten Bakterien mit Futter versorgt. Deshalb kann Knoblauch – ob fermentiert, roh, oder gebraten – gar nicht oft genug auf unserem Speiseplan stehen.

Das Problem für Viele ist, dass Knoblauch oft scharf ist und dazu noch unliebsamen Mundgeruch verursacht. Aus diesem Grund bevorzuge ich die fermentierte Form: Je länger der Knoblauch eingelegt ist, desto milder schmeckt er und desto weniger riecht man ihn. Im Kühlschrank gelagert hält er fast ewig, denn im Gegensatz zu Sauerkraut oder Karotten ist er so hart, dass er selbst nach Monaten im Kühlschrank nicht matschig wird. Länger als ein Jahr habe ich ihn bisher nicht gelagert, dann war er nämlich ratzeputz weggegessen 😇.

Der zweite Hauptdarsteller in diesem Ferment ist Honig. Auch Honig hat eine antibakterielle Wirkung, die die des Knoblauchs noch unterstützt. Welchen Honig du verwendest, ist egal, denn selbst sehr fester Honig wird während der Fermentation flüssiger, weil Flüssigkeit aus dem Knoblauch austritt. Ich persönlich bevorzuge Honig aus der Region, denn gerade Allergiegeplagte wissen, dass die in diesem Honig enthaltenen Pollen auch zu einer Linderung dieser Beschwerden führen kann.

Ihr seht schon, ein solcher Allrounder sollte in eurem Kühlschrank nicht fehlen. Und für Anfänger ist es der perfekte Einstieg, denn du benötigst nur zwei Zutaten und, wie bei allem, was gut werden soll, ZEIT. Hier das Rezept:


Zutaten:

6 Knollen Knoblauch

1 Glas Honig

Zubereitung:

Schäle den Knoblauch und lege ihn in ein sauberes, steriles Glas. Fülle dann den Honig darüber, sodass alle Zehen bedeckt sind. Wenn noch welche an der Oberfläche sind, solltest du das Glas jeden Tag schütteln, bis diese unter der Oberfläche sind.

Verschließe das Glas und lass’ den Knoblauch bei Raumtemperatur (21-23°C) etwa zwei Wochen fermentieren. Ich lasse ihn auf der Arbeitsplatte stehen, so kann ich jeden Tag das Glas kurz öffnen um Gas entweichen zu lassen. Dann schüttele ich es kurz, sodass sich kein Schimmel durch aufsteigende Zehen bilden kann.

Nach zwei Wochen sollte deutlich weniger Gas entstehen, sodass du den Knoblauch in den Kühlen Keller stellen kannst, oder in den Kühlschrank. Dort hält er sich mindestens ein Jahr.

In Honig fermentierter Knoblauch

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Vollkorntoast – It’s tea time

Toast aus Khorasan-Weizen

Zum Bloggeburtstag der lieben zorra von 1x umrühren aka Kochtopf wird zur tea time eingeladen. Neben süßen Leckereien sollte aber auch etwas Deftiges auf die Tafel kommen, denn wie schon Gwendolen in Oscar Wilde’s Stück The Importance of Being Earnest feststellte: “Cake is rarely seen in the best houses anymore.” Mit diesen Worten bat sie um “bread and butter“. Weil nach meiner Erfahrung das Brot in England eher Toast ähnelt, gibt es hier einen Vollkorntoast mit Frischkäse und den obligatorischen Gurken.

Aber auch für dieses Rezept sollte es mal wieder wenig klassisch sein, denn Rezepte für weißen Toast gibt es zahlreiche im Netz. Deshalb musste mal wieder mein heißgeliebter Khorasanweizen herhalten. Seitdem ich begonnen habe, mit diesem Urkorn zu backen, ist meine Familie davon begeistert. Ich liebe die Teigverarbeitung, die normalem Weizen sehr ähnelt und der nussige Geschmack haben die kritischen Esser vollauf überzeugt.

Als Triebmittel habe ich Hefewasser genommen, das aber länger gebraucht hat, als üblich, um den gewünschten Trieb zu erzielen. Vielleicht lag das aber auch an den eher unüblichen Zutaten Butter und Kefir, die ich im klassischen Brot nicht verwende. Es gibt bestimmt einige Erfahrene, die mich hier erleuchten können ☺️. Das Hefewasser kann auch einfach durch 2g Frischhefe und Wasser ersetzt werden. Ich würde den Teig dann im Kühlschrank gehen lassen, weil er dann ein volleres Aroma entfaltet.

Neben diesem Vollkorntoast serviere ich einen kultivierten Frischkäse. Weil ich nach wie vor auf die probiotischen Kulturen im Kefir schwöre, habe ich mich an einem Frischkäse aus dem “Getränk der Hundertjährigen” versucht. Der Geschmack ist etwas säuerlicher, als der von klassischem Frischkäse, was aber auch daran gelegen haben mag, dass ich den Kefir länger als die üblichen 24 Stunden fermentieren gelassen habe.

Nun genug der vielen Worte, es soll schließlich aufgetischt werden, schließlich ist die Party schon am Dienstag 💐🍀💕:

Vorbereitung am Vortag für den Frischkäse:

Nimm’ eine Schüssel und lege ein Sieb herein, in das du ein Küchentuch (fusselfrei) legst. Schütte ca. 500ml fertigen Kefir in das Tuch und lege einen Deckel darüber. Stelle nun alles bis zum nächsten Tag in den Kühlschrank, sodass sich Molke und Käse trennen können.

Zutaten für den Toast:

550g Khorasan-Vollkornmehl

340g aufgefrischtes Hefewasser

100ml Kefir

100g weiche Butter

8g Salz

Zubereitung:

Verknete alle Zutaten, außer dem Salz, zu einem geschmeidigen Teig und lass‘ diesen für ca. 30 Minuten ruhen. Füge nun das Salz hinzu und knete es unter. Lege den Teigling nun in eine gefettete und bemehlte Kastenform und Decke ihn mit einem Küchentuch ab.

Lass‘ den Teig gehen, bis sich das Volumen deutlich vergrößert hat. Das hat bei mir etwa 8 Stunden gedauert. Heize dann den Backofen vor und backe den Toast für ca. eine Stunde bei 190 Grad Ober-/Unterhitze.

Während der Toast im Ofen ist, kannst du den Frischkäse aus dem Kühlschrank nehmen und den Käse aus dem Tuch kratzen. Verfeinere ihn mit frischen Kräutern, oder genieße ihn „plain“. ich habe mich natürlich für cucumbers entschieden 😅. Die abgetropfte Molke kannst du als Starter verwenden, um Gemüse zu fermentieren, oder du fügst sie einem Dressing oder einem Shake hinzu.

Den noch lauwarmen Vollkorntoast mit Butter und dem Frischkäse bestreichen. Enjoy 😊.

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Holunder-Kombucha

Holunder-Kombucha ist eine meiner Lieblingssorten. Gerade wenn die Tage wieder kürzer werden, ist der Vitamin C-haltige Holundersaft die ideale Ergänzung zum Kombucha. Er verleiht deinem probiotischen Erfrischungsgetränk einen komplexen Geschmack, den du unbedingt ausprobieren solltest. Aber Vorsicht: Du solltest jeden Tag die Flasche öffnen, sonst droht Explosionsgefahr!


Du benötigst:

1 Liter Flip-Top Flasche

100ml Holundersaft-Saft

ca. 900ml fertig fermentierter Kombucha

Anleitung:

Gehe nach der Anleitung für das Brauen von Kombucha vor. Entferne den Scoby und fülle den Kombucha in eine saubere Flip-Top Flasche. Füge nun den Saft hinzu und verschließe die Flasche.

Lasse den Kombucha bei Raumtemperatur (20-22°C) weitere drei Tage fermentieren. Bevorzugst du einen intensiveren Geschmack nach Holunder, dann solltest du die Dauer der Zweitfermentation verkürzen. Sobald du mit dem Geschmack zufrieden bist, stelle die Flasche in den Kühlschrank.

Gekühlt hält sich der Holunder-Kombucha mindestens einen Monat. Er wird aber immer noch etwas saurer, da er auch im Kühlschrank weiterfermentiert.