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Fermentierter Knoblauch #2 – Mein Hausmittel bei Erkältungen

So langsam werden die Tage wieder kürzer und das Wetter ist sehr wechselhaft: Morgens verlassen wir bei etwa fünf Grad das Haus und Mittags klettern die Temperaturen dann doch fast wieder auf 20 Grad. Das sind bei mir immer beste Bedingungen für eine dicke Erkältung. Aber seit letztem Herbst schlummert in meinem Kühlschrank mein Hausmittel, das jedem Kratzen im Hals den Garaus macht: Fermentierter Knoblauch.

Vor einiger Zeit hatte ich bereits ein Rezept für fermentierten Knoblauch gepostet, diesen verwende ich aber überwiegend für Dips oder Pesto. Geschmacklich ist diese Variante auch viel milder. Sogar meine Kinder können diesen ohne Probleme roh kauen. Weil sie selbst schon gemerkt haben, dass der Knoblauch ihnen hilft, fragen sie schon danach 😅.

Dass Knoblauch ein starkes Hausmittel bei allerlei Beschwerden ist, wird wohl kaum jemand bezweifeln. Seine antibakterielle und antivirale Wirkung sind erwiesen. Als präbiotisches Lebensmittel hilft er außerdem, die Darmflora im Gleichgewicht zu halten, weil seine Ballaststoffe unsere guten Bakterien mit Futter versorgt. Deshalb kann Knoblauch – ob fermentiert, roh, oder gebraten – gar nicht oft genug auf unserem Speiseplan stehen.

Das Problem für Viele ist, dass Knoblauch oft scharf ist und dazu noch unliebsamen Mundgeruch verursacht. Aus diesem Grund bevorzuge ich die fermentierte Form: Je länger der Knoblauch eingelegt ist, desto milder schmeckt er und desto weniger riecht man ihn. Im Kühlschrank gelagert hält er fast ewig, denn im Gegensatz zu Sauerkraut oder Karotten ist er so hart, dass er selbst nach Monaten im Kühlschrank nicht matschig wird. Länger als ein Jahr habe ich ihn bisher nicht gelagert, dann war er nämlich ratzeputz weggegessen 😇.

Der zweite Hauptdarsteller in diesem Ferment ist Honig. Auch Honig hat eine antibakterielle Wirkung, die die des Knoblauchs noch unterstützt. Welchen Honig du verwendest, ist egal, denn selbst sehr fester Honig wird während der Fermentation flüssiger, weil Flüssigkeit aus dem Knoblauch austritt. Ich persönlich bevorzuge Honig aus der Region, denn gerade Allergiegeplagte wissen, dass die in diesem Honig enthaltenen Pollen auch zu einer Linderung dieser Beschwerden führen kann.

Ihr seht schon, ein solcher Allrounder sollte in eurem Kühlschrank nicht fehlen. Und für Anfänger ist es der perfekte Einstieg, denn du benötigst nur zwei Zutaten und, wie bei allem, was gut werden soll, ZEIT. Hier das Rezept:


Zutaten:

6 Knollen Knoblauch

1 Glas Honig

Zubereitung:

Schäle den Knoblauch und lege ihn in ein sauberes, steriles Glas. Fülle dann den Honig darüber, sodass alle Zehen bedeckt sind. Wenn noch welche an der Oberfläche sind, solltest du das Glas jeden Tag schütteln, bis diese unter der Oberfläche sind.

Verschließe das Glas und lass‘ den Knoblauch bei Raumtemperatur (21-23°C) etwa zwei Wochen fermentieren. Ich lasse ihn auf der Arbeitsplatte stehen, so kann ich jeden Tag das Glas kurz öffnen um Gas entweichen zu lassen. Dann schüttele ich es kurz, sodass sich kein Schimmel durch aufsteigende Zehen bilden kann.

Nach zwei Wochen sollte deutlich weniger Gas entstehen, sodass du den Knoblauch in den Kühlen Keller stellen kannst, oder in den Kühlschrank. Dort hält er sich mindestens ein Jahr.

In Honig fermentierter Knoblauch

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Waldmeister-Kombucha

Ich hoffe, ihr habt im Mai fleißig frischen Waldmeister gesammelt und dann getrocknet, denn ich habe für uns das ideale Erfrischungsgetränk für die heißesten Tage des Jahres gefunden. Da ich regelmäßig Kombucha braue, suche ich  immer nach neuen Möglichkeiten, diesen geschmacklich zu verfeinern: Der Waldmeister gibt dem probiotischen Getränk die gewünschte Frische.

Gerade wenn das Thermometer über 30 Grad klettert, macht mir das Wetter besonders zu schaffen, denn ich trinke allgemein zu wenig. Wenn das Treppenlaufen zum Kraftakt wird, dann habe ich schnell Probleme mit dem Kreislauf, oder ich bekomme Kopfschmerzen. Dagegen hilft mir immer eine Kombucha-Schorle, denn neben den probiotischen Kulturen finden sich auch Vitamine in dem Gärgetränk.

Weil ich weitestgehend auf Zucker verzichte, verwende ich Kombucha, der 14-21 Tage vergoren wurde. Damit ist nur noch sehr wenig Zucker enthalten und er schmeckt mir durch die leichte Säure noch besser 😋.

Noch ein Wort zum Vorteil von selbst hergestelltem Kombucha: Der Kombucha, den man im Geschäft kaufen kann, hat meistens keine probiotischen Kulturen mehr, denn er wurde pasteurisiert. Außerdem macht es Spaß, mit immer neuen Geschmäckern zu experimentieren, so erhältst du abhängig von der Teesorte und von den zugesetzten Aromen ein immer neues Getränk.

Viel Spaß beim Ausprobieren:


Zutaten:

1 Liter fertig vergorener Kombucha

3-4 Blättchen Waldmeister.

 

Anleitung:

Fülle zunächst den fertigen Kombucha in einen 1-Liter-Flasche mit Klemmverschluss. Gib‘ dann den Waldmeister hinzu. Verschließe die Flasche und lasse sie bei Raumtemperatur 3-4 Tage stehen. Öffne jeden Tag die Flasche kurz, um möglicherweise entstehende Kohlensäure entweichen zu lassen.

Es ist wirklich nicht nötig, mehr Waldmeister hinzu zu geben, weil der Geschmack durch die Vergärung dann schnell zu intensiv wird. Weil ich selten süße Säfte, sondern eher Kräuter oder Gewürze in meinen Kombucha gebe, entsteht auch oft keine oder nur wenig Kohlensäure. Trotzdem öffne ich jeden Tag die Flasche, denn ab und an hatte sich doch schon Druck aufgebaut und dazu geführt, dass ich einen Kombucha-Springbrunnen in der Küche hatte 😳.

Links der fertig aromatisierte Kombucha, rechts der Ansatz mit Scoby