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Blue-Velvet-Vollkornbrot mit Kochstück

Heute musste ich überrascht feststellen, dass es schon zwei! Monate her ist, seit ich mein letztes Brotrezept veröffentlich habe. Deshalb wird es höchste Zeit, dass ich euch dieses Rezept für ein Blue-Velvet-Vollkornbrot präsentiere.

Wie ich in meinem letzten Post schon gesagt habe: Das Backen mit Urgetreide hat so seine kleinen Hürden. Aber wie bei seinen modernen Verwandten auch, hat man mit ein bisschen Tüffteln schnell den Dreh raus.

Blue-Velvet ist eine Urform des Dinkels und teilt deshalb auch seine Eigenschaften: Bei zu langem Kneten wird der Teig sehr weich und kann kaum noch verarbeitet werden. Außerdem werden Brote mit Dinkel etwas schneller trocken, als solche, die mit Weizen gebacken werden.

Trotzdem backe ich sehr gerne mit Dinkel. Nicht nur, weil wir ihn viel besser vertragen, sondern auch wegen seines tollen, leicht nussigen Geschmacks. Ich knete Urkornteige generell von Hand, um sie nicht zu überkneten. Zusätzlich habe ich diesem Blue-Velvet-Vollkornbrot ein Kochstück hinzugefügt, damit es länger saftig bleibt.

Hier nun mein Rezept:

Vorbereitung am Vortag:

Urkorn-Sauerteig auffrischen

Zutaten:

100g Blue-Velvet-Vollkornmehl

400g Blue-Velvet-Körner

190g Urkorn-Sauerteig

Wasser

Salz

Zubereitung:

1. Kochstück

Gib’ die Blue-Velvet-Körner zusammen mit 400ml Wasser in einen kleinen Topf und koche sie mit 12g Wasser auf. Lass’ die Körner etwa 30 Minuten köcheln und stelle sie zum Abkühlen zur Seite.

2. Teigling

Gib’ 630g handwarmes Wasser in eine große Schüssel und füge das Blue-Velvet-Vollkornmehl, sowie den aktiven Sauerteig hinzu. Verknete alles, bis ein homogener Teig entstanden ist. Lass’ den Teigling für etwa 30-60 Minuten ruhen (Autolyse).

Schütte das überschüssige Wasser ab und gib’ dann die Körner zu deinem Teigling. Ergänze etwa 8g Salz und knete dann alles nochmal kräftig durch, bis alle Zutaten gleichmäßig verteilt sind.

Gib’ den Teigling nun in ein gut mit Roggenmehl bemehltes Gärkörbchen und lass’ ihn bei Raumtemperatur (21-23 °C) ruhen, bis sich das Volumen deutlich vergrößert hat. Teiglinge aus Vollkornmehl sind schwerer und verdoppeln ihr Volumen deshalb nicht wie Teige aus Weißmehl.

Heize deinen Backofen mit einem Blech auf 240°C vor. Stürze den Teigling dann auf das heiße Blech und backe ihn bei Ober-/Unterhitze 20 Minuten unter Dampf an. Lass’ den Dampf dann entweichen und reduziere die Temperatur auf 180°C. Backe dein Brot für weitere 40-45 Minuten, bis es die von dir gewünschte Bräune erreicht hat.

Nimm’ dein Brot aus dem Ofen und klopfe auf die Unterseite (Klopfprobe). Wenn es hohl klingt, ist es durchgebacken.

Fertig ist dein Blue-Velvet-Vollkornbrot 😊.

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Saftiges Dinkelbrot mit Kartoffeln

kartoffelbrot

Am letzten Wochenende war mal wieder Backtag. Anders als sonst habe ich mal ein sortenreines Brot backen wollen, denn ich hatte noch ein paar Dinkelkörner übrig. Wie ich schon öfters erwähnt habe , ist Dinkel in der Verarbeitung etwas anspruchsvoller als Weizen, weil das aus ihm hergestellte Brot schneller austrocknet. Deshalb sollten vorgekochte Kartoffeln für die nötige Feuchtigkeit im Brot sorgen.

Ich bin kein Freund von aufwendigen Rezepten, denn dann traue ich mich gar nicht erst ran, weil mir die nötige Zeit fehlt um alle paar Stunden einen Teig zu dehnen und zu falten. Vom Prinzip sind meine Brotrezepte deshalb immer sehr einfach und gradlinig gehalten, denn ich bin nicht der Typ, der sehr viel mehr Zeit investiert, um möglicherweise ein minimal besseres Ergebnis zu erzielen.

Als ich das Rezept für die Langschläfer nachgebacken habe, war mir der Zeitaufwand auch zu groß. Ich habe das Rezept dann zwei Wochen später nochmal ohne dehnen und falten probiert und konnte keinen erkennbaren Unterschied feststellen. Deshalb bleibe ich bei meiner Devise für 2020: Weniger ist mehr 🙂 .

Nun zu meiner neuen Kreation. Wie so oft war es wieder die Not, die bekanntlich erfinderisch macht. Ich hatte keine Sonnenblumen- oder Kürbiskerne im Haus, die ich sonst mit Wasser überkoche und ziehen lasse, während der Teig zum ersten Mal ruht. Aber ich hatte noch reichlich gekochte Kartoffeln da. Die sollten eigentlich für einen Kartoffelsalat sein, aber weil es nur noch wenige waren, lohnte das nicht mehr.

So habe ich dann kurzerhand beschlossen, sie in meinem Brot zu verbacken. An den Fotos könnt ihr sehen, dass ich nicht der filigrane Bäcker bin, der die Kartoffeln zu feinstem Püree verarbeitet. Ich sage dann immer, dass ich eben einen rustikalen Koch- und Backstil habe :D. Von der Optik gefallen mir solche Brote sogar noch besser, weil man dann auch sieht, was drinsteckt.

Zum Nachbacken würde ich eine Kastenform empfehlen, weil der Teig doch sehr weich war und bei einem Gärkörbchen die Gefahr besteht, dass er hängen bleibt. Er ließ sich auch nicht wie ein klassischer Brotteig kneten, deshalb solltest du dich nicht wundern, dass der Teig vergleichsweise flüssig ist. Ich würde kein Mehl zugeben , denn im Ergebnis hatte ich eine saftige Krume, die nicht im entferntesten klebrig war.

Hier nun das Rezept zum Nachbacken:


Vorbereitung am Vortag:

Roggensauerteig auffrischen

(falls du keinen hast, dann brauchst du Gärda)

Zutaten:

500g Dinkelvollkornmehl

140g Sauerteig

330g gekochte Kartoffeln

400g Wasser

10g Salz

Zubereitung:

Gib‘ das handwarme Wasser in eine Schüssel und füge dann den Sauerteig und das Mehl hinzu. Knete alles von Hand kräftig durch, oder benutze eine Küchenmaschine. Du solltest den Dinkelteig allerdings nicht zu lange kneten.

Decke den Teig ab und lass‘ ihn für mindestens 30 Minuten ruhen (Autolyse). Zerdrücke die fertiggekochten Kartoffeln und stelle sie beiseite.

Füge dem Teig nach der Autolyse das Salz hinzu und knete es unter. Schütte am Ende die zerdrückten Kartoffeln in die Schüssel und knete sie ebenfalls in den Teig. Gib’ den Teig nun in eine gefettete und bemehlte Kastenform (25x10cm) und decke ihn mit einem Küchentuch ab. Bei diesem Teig ist es nicht nötig, das Tuch anzufeuchten, weil der Teigling sehr viel Flüssigkeit enthält.

Wenn der Teig nach ca. 4 Stunden merklich aufgegangen ist (er wird sein Volumen nicht verdoppeln), heize den Backofen auf 240°C vor. Schiebe dann die Kastenform ein und backe das Brot für 20 Minuten bei Ober-/Unterhitze unter Dampf an. Reduziere die Temperatur dann auf 190 °C und backe es für weitere 40-45 Minuten. Ich nehme das Brot 20 Minuten vor Ende der Backzeit aus der Form, weil die Kruste dann gleichmäßiger ist.

Prüfe ob das Brot durch ist, indem du auf den Boden klopfst. Wenn es hohl klingt, dann ist dein Brot fertig. Lass‘ dein Dinkelbrot mit Kartoffeln komplett auskühlen, bevor du es anschneidest.

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Kürbissbrot – Kür mit und ohne Biss

Kürbisbrot

Wie kommt man darauf, ein Kürbisbrot zu backen? Zur Zeit läd Jenny von jennyisbaking zusammen mit zorra vom Kochtopf zum Blogevent ein. Wie der Titel bereits verrät, dreht sich alles um den Kürbis. Weil es Rezepte vom Kür mit Biss geben soll, konnte ich meine exotische Suppe nicht ins Rennen schicken. Die wäre ja komplett ohne Biss gewesen ☺️.

Also musste ein neues Rezept her. Jenny bittet ausdrücklich auch um süße Rezepte, weil Söhnchen dann aber immer noch mit Ausschlag reagiert, bleibe ich bei den deftigen Rezepten.

In letzter Zeit hatte ich meinen vorher kaum aus der Küche wegzudenkenden Dinkel oft gegen Urkorn getauscht, diese sträfliche Vernachlässigung habe ich mit diesem Rezept beendet 😅. Weil ich bereits Karottenbrot gebacken hatte, musste dies auch mit Kürbis möglich sein. Und siehe da: Ein saftiges Kürbisbrot mit lockerer Krume, das sogar die beiden Kürbisskeptiker der Familie überzeugt.

Blog-Event CLVIII - Kür mit Biss (Einsendeschluss 15. November 2019)

Beim Brot ohne Biss habe ich die Kerne weggelassen. Da wäre dann die Variante für diejenigen, die auf zu viele Ballaststoffe noch mit Magengrummeln reagieren.

Für den extra Biss sorgen Kürbiskerne, die angeröstet bestimmt noch ein besseres Aroma entfalten. Weil ich aber eher der Pragmatiker bin, habe ich darauf verzichtet. Auch auf das vorherige Einweichen habe ich bei diesem Rezept verzichtet, weil der Teig doch recht weich war – typisch Dinkel eben 😉 – und ich später im Ofen kein Fladenbrot haben wollte.

Probier‘ doch einfach beide Varianten und sag‘ mir, welches dein Favorit ist.


Vorbereitung am Vortag:

Roggensauerteig auffrischen

(falls du keinen hast, dann brauchst du Gärda)

Zutaten:

535g Dinkelvollkornmehl

150g Sauerteig

300g Wasser

150g Kürbis

50g Kürbiskerne (optional)

8g Salz

Zubereitung:

Gib‘ das handwarme Wasser in eine Schüssel und füge dann den Sauerteig und das Mehl hinzu. Knete von Hand alles kräftig durch, oder benutze eine Küchenmaschine. Dinkelteige sollten aber nicht zu lange geknetet werden.

Lass‘ den Teig für mindestens 30 Minuten ruhen (Autolyse) und schneide währenddessen den ausgehöhlten Kürbis in mundgerechte Stücke. Dünste ihn dann in gesalzenem Wasser an, bis er weich ist. Das dauert in etwa 20 Minuten.

Lass‘ den Kürbis abkühlen und knete währenddessen das Salz in den Teig. Zerdrücke den Kürbis dann mit einer Gabel und knete ihn (zusammen mit den Kürbiskernen) in den Teig ein.

Lege den Teigling in ein bemehltes Gärkörbchen und warte, bis sich sein Volumen deutlich vergrößert hat und sich an der Oberfläche Risse zeigen.

Heize dann den Backofen (inklusive Blech) auf 250 Grad vor und stürze den Teigling auf das heiße Blech. Backe das Brot bei Ober-/Unterhitze unter Dampf an und reduziere dann die Temperatur auf 180 Grad. Bei dieser Temperatur dauert es in etwa weitere 40 Minuten, bis das Brot fertig ist.

Prüfe ob das Brot gar ist, indem du auf den Boden klopfst. Wenn es hohl klingt, dann ist dein Brot fertig. Lass‘ dein Kürbisbrot komplett auskühlen, bevor du es anschneidest. 🎃

Kür mit Biss
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Tomate-Feta-Brot mit eingeschlafenem Hefewasser

Tomate-Feta-Brot

Oh man, es ist wie so oft: Wenn ich etwas 110%ig machen will, dann geht es daneben. So auch heute bei meinem Tomate-Feta-Brot, das ich für die lieben Kollegen backen wollte. Mit meinem eingeschlafenen Hefewasser ist es leider nur ein Schatten dessen geworden, was es einmal war.

Ich habe dieses Brot schon mehrmals gebacken und es war immer der Renner, denn es war fluffig und konnte auch gut ohne Dip zu Gegrilltem gegessen werden. Meine Kinder essen es auch komplett ohne Belag. Allein die Tatsache, dass es aus Dinkelmehl 630 und nicht aus Vollkorn ist, macht es zu einer beliebten Abwechslung.

Und heute, zum World Bread Day, darf es ruhig ein Partybrot geben. Neben Feta geben die in Olivenöl eingelegten Tomaten dem Ganzen einen tollen Geschmack. Es gibt einfach Kombinationen, die passen wie die Faust auf’s Auge.

Aber naja. Als eingefleischte Sauerteigbäckerin sollte man nicht vergessen, das mühsam gezüchtete Hefewasser ab und an aufzufrischen. Ich hatte bereits einen Fehlversuch, der vermuten ließ, dass sich mein triebstarker Freund in einem Dornröschenschlaf befand. Hielt mich das gestern Abend ab?! Natürlich nicht…

Hier also mein erprobtes Rezept für ein Tomate-Feta-Brot:


Zutaten:

650g Dinkelmehl 630

400g aufgefrischtes Hefewasser

150g Feta

50g in Olivenöl eingelegte getrocknete Tomaten

10g Salz

Anleitung:

Gib’ das abgewogene Hefewasser und das Mehl in eine Schüssel und verknete alles zu einem glatten Teig. Das kann gut und gerne 5-7 Minuten dauern. Bei Dinkel solltest du aber darauf achten, den Teig nicht zu lange zu kneten.

Decke die Schüssel nun mit einem Tuch ab und lass’ den Teig für 30 Minuten ruhen (Autolyse). Stürze ihn dann auf die Arbeitsfläche und knete das Salz unter. Der Teig wird deutlich straffer.

Wenn du das Salz eingearbeitet hast, zerbrösele den Feta und schneide die getrockneten Tomaten in grobe Stücke. Füge dem Teig einen Schluck des Olivenöls bei und arbeite Feta und Tomaten vorsichtig in den Teig ein.

Forme den Teig und lege ihn in ein bemehltes Gärkörbchen. Bemehle die Oberfläche und decke den Teigling mit einem Geschirrtuch ab. Lasse ihn an einem warmen Ort gehen, bis sich das Volumen fast verdoppelt hat. (Das wären bei mir wohl drei Tage gewesen 🤨.)

Heize dann den Backofen auf 250 Grad vor und backe das Brot zunächst 20 Minuten unter Dampf an. Ich stelle eine Schale mit Wasser in den Backofen, wenn ich ihn anschalte.

Nimm die Schale Wasser nach 20 Minuten aus dem Ofen und backe das Brot für weitere 40 Minuten bei 180 Grad aus. Fertig ist dein Tomate-Feta-Brot. Schmeckt toll mit Kräuterbutter.

Hast du auch ein gelingsicheres Rezept, das schon mal so richtig daneben ging?

Update: Es lebt wieder 😁!