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Brotbackmischung

100% Roggen

Diese Brotbackmischung unterscheidet sich von den üblichen auf dem Markt, denn du benötigst keine zugesetzte Hefe. Einziges Triebmittel ist der enthaltene Natursauerteig. Es sind also keine im Labor gezüchteten Kulturen im Spiel und ansonsten finden sich auch keine zweifelhaften Zutaten. Da ich hinter meinem Produkt stehe, verwende ich ausschließlich Getreide aus biologischem Anbau.

Der Einsatz von Natursauerteig führt dazu, dass das Brot bekömmlicher wird, der einzige „Nachteil“ aus heutiger Sicht ist die Zeit, die ein solches Brot vom Anrühren bis zum ersten Anschnitt braucht. Für meine Uroma war es vollkommen normal, abends ihr Brot anzurühren, es am nächsten Morgen zu formen und zwei Stunden später zu backen. Wegen der guten Frischhaltung buk sie immer 13 große Roggenbrote. Diese hielten bei richtiger Lagerung (nein, nicht in der Plastiktüte 😉) gut und gerne drei Wochen.

Die Vorteile sind für mich also offensichtlich: bessere Bekömmlichkeit, eine saftige Krume und nicht ständig ein Brot, das mal wieder nach nicht einmal einer Woche angefangen hat zu schimmeln. Jetzt will ich nicht behaupten, dass das Backen mit Roggen simpel wäre, deshalb hier auch die lange Einführung und meine zahlreichen Versuche, bis ich mit dem Ergebnis zufrieden war.

Der Teig von Roggenbroten ist sehr klebrig. Die Laiber, die sich bei mir formen ließen, hätten zweifelsohne nach dem Backen als Waffe eingesetzt werden können 😳. Dann braucht ein Roggenbrot Sauerteig, damit es überhaupt backfähig wird, ein solches „Haustier“ möchte nicht jeder haben, denn der möchte regelmäßig gefüttert werden.

Zuletzt möchte ich erwähnen, dass Roggenbrote idealerweise erst am Tag nach dem Backen angeschnitten werden, denn sonst besteht die Gefahr, dass die Krume eher klebrig ist. Zumindest sollte das Brot komplett ausgekühlt sein, um dieses Problem zu umgehen. Wenn du das beherzigst, dann wirst du mit einem Brot belohnt, das mit jedem Tag besser wird, denn nach drei Tagen wird es aufgegessen sein 😏.

So solltest du vorgehen:

Gib‘ zunächst 400ml handwarmes Wasser (ca. 37 Grad) in eine Schüssel und füge dann den Inhalt der Brotbackmischung hinzu. Verknete alles zu einem geschmeidigen Teig und decke dann die Schüssel ab. Damit die Hefen Zeit zum Arbeiten haben, ist es sinnvoll, erst nach 30 bis 60 Minuten das Salz zuzugeben, da dieses die Hefeaktivität hemmt und damit den Prozess verlängern würde.

Roggenteig ist eher feucht und klebrig.

Nach der ersten Ruhephase gebe ich ca. 7g Salz auf die Arbeitsfläche und stürze dann den Teig darauf. Ich nehme eher sparsam Salz, du kannst nach Geschmack mehr hinzufügen.

Dann wird alles verknetet, bis das Salz gut verteilt ist. Ich bereite eine Kastenform vor, indem ich sie einfette und bemehle. Dann gebe ich den eher klebrigen Teig hinein und verteile ihn mit angefeuchteten Händen. Nun wird alles mit einem feuchten Küchenhandtuch abgedeckt, damit der Teig nicht austrocknet.

Jetzt heißt es warten, lange warten. Denn der Teig braucht bei Raumtemperatur (21-23 Grad) mindestens 12 Stunden, bis er gebacken werden kann. Bei 25 Grad in der Küche konnte ich auch schon nach 10 Stunden backen, hier verlangt es Fingerspitzengefühl, wann der Teig bereit für den Ofen ist, denn höhere Temperaturen verkürzen die Gehzeit, kühlere verlängern sie.

 

 

 

Die Risse zeigen, dass das Brot fertig für den Ofen ist.

Wenn der Teig aufgegangen ist, zeigen sich Risse an der Oberfläche. Der Brotteig wird aber nicht sein Volumen verdoppeln, wie das bei einem Hefebrot der Fall ist.

Nun wird der Backofen auf 250 Grad vorgeheizt. Ich stelle zu Beginn eine Schale mit Wasser in den Backofen, denn das verdunstende Wasser sorgt dafür, dass das Brot länger frisch hält.

Wenn der Ofen heiß ist, schiebe ich die Backform in den Ofen und backe das Brot für 20 Minuten bei dieser Temperatur an. Dann entnehme ich die Schale mit Wasser und reduziere die Temperatur auf 190 Grad. So sollte das Brot noch weitere 50 Minuten gebacken werden. Wer eine gleichmäßige Kruste will, der nimmt das Brot 10 Minuten vor dem Ende der Backzeit aus der Form und backt es auf dem Blech fertig.

Als berufstätige Mama finde ich es toll, dass das Brot wenig „Bearbeitungszeit“ braucht, denn während ich auf der Arbeit bin, steht mein Brot in der Küche und ist backfertig, wenn ich nach Hause komme. Oder ich setze es abends an und kann es vor der Arbeit backen. Wichtig ist, dass es erst angeschnitten wird, wenn es ganz ausgekühlt ist, denn sonst ist es noch klebrig. 100%ige Roggenbrote reifen nach dem Backen noch nach.

Lass‘ mir doch gerne einen Kommentar da, wie es bei dir geklappt hat, denn damit kann ich meine Bachmischung, oder auch meine Anleitung verbessern. Ich fände es super, wenn ich dich vom Backen mit Sauerteig überzeugen könnte.

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Obst haltbar machen ohne Zucker #2 – Kompott

Häufig finden sich Rezepte zum Konservieren von Obst nur in Verbindung mit großen Mengen an Zucker. Weil Zucker nachweislich den Darm schädigt, sollten wir dessen Konsum so weit als nur möglich einschränken.

Ich hatte bereits einen Betrag veröffentlicht, wie du Obst als Saft ohne Zucker einkochen kannst. Heute zeige ich dir, wie du Kompott kochst, ohne Zucker als Konservierungsmittel einzusetzen.

Wichtig ist, dass alle verwendeten Utensilien sehr sauber sind, das heißt, dass du die Gläser am besten vor dem Befüllen auskochst, oder für 20 Minuten bei 100 Grad in den Backofen stellst.

Weil Volker von volkermampft und zorra vom Kochtopf gerade auf der Suche nach Apfelrezepten sind, gibt es heute natürlich Apfelkompott. Da Rezept funktioniert aber auch prima mit Birnen.

Das Kompott ist eine hervorragende Grundlage für allerlei herzhafte und süße Speisen: ich gebe es in meinen Apfel-Rotkohl wenn ich keine frischen Äpfel habe, aber habe damit auch schon einen Hefeteig als Apfeltaschen gefüllt.

So solltest du vorgehen:


Vorbereitung:

6 Gläser (250ml auskochen)

1kg Äpfel schälen und entkernen

1 Zitrone auspressen

Zubereitung:

Schneide die Äpfel in Grobe Stücke und gib sie zusammen mit dem Zitronensaft und etwas Wasser in einen Topf. Der Zitronensaft verhindert, dass das Apfelkompott später braun wird.

Bringe alles zum Kochen und reduziere dann die Temperatur, sodass die Äpfel nur noch simmern. Dünste die Äpfel für etwa 20 bis 25 Minuten, bis sie weich sind.

Gib‘ nach Belieben noch Zimt hinzu und püriere alles glatt. Drehe die Temperatur nochmal hoch, sodass das Kompott richtig kocht – Vorsicht, Spritzgefahr!

Fülle das Kompott noch heiß in die Gläser und verschließe diese sofort fest. Stelle die Gläser auf den Deckel und lasse sie in der Küche langsam auskühlen. Erst dann solltest du sie in den kalten Keller bringen, wo sich das Kompott mindestens 6 Monate hält.

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Schales – Hunsrücker Kartoffelgericht

Schales

Nach der Kartoffelernte freuen sich meine Kinder immer auf ein typisches Hunsrücker Gericht: Schales. Dieses deftige Bauerngericht wird traditionell mit frisch gekochtem Apfelmus gereicht. Es ist mal wieder ein unkompliziertes Gericht, das unaufwändig in der Herstellung ist. Einzig die Garzeit ist mit ca. 90 Minuten eher lang, sodass ich Schales eher am Wochenende zubereite, wenn mehr Zeit ist.

Meine Großeltern hatten noch Viehwirtschaft, sodass viele ihrer Gerichte mit Speckwürfeln verfeinert wurden. Wer diese nicht mag, kann sie durch in Scheiben geschnittene Rindswürstchen ersetzen, oder sie ganz weg lassen. Der enthaltene Lauch gibt zusätzlichen Geschmack, liefert aber auch wichtige Ballaststoffe, die lange satt halten und unser Mikrobiom positiv beeinflussen.

Hier das Rezept für 4 Personen:


Zutaten:

1.5 vorwiegend festkochende Kartoffeln

1 Stange Lauch

200g Speckwürfel / in Scheiben geschnittene Rindswürstchen

2 Eier

Salz

Pfeffer

Muskatnuss

Butterschmalz

Zubereitung:

Reibe die Kartoffeln in feine Fäden und lasse die austretende Brühe in einem Sieb abtropfen. Drücke die Kartoffelfäden etwas aus, sodass sie nicht mehr ganz so viel Flüssigkeit enthalten, aber auch nicht komplett trocken sind. Gib‘ diese dann in eine Schüssel und vermenge sie mit dem in feine Ringe geschnittenen Lauch, den Eiern, den Speckwürfeln und den Gewürzen.

Erhitze das Butterschmalz in einer Pfanne und gib‘ dann die Masse hinein. Drücke alles fest, sodass eine Art Kuchen entsteht. Schales wird auch als „Dibbekuche“ (Topfkuchen) bezeichnet.

Verschließe die Pfanne mit einem Deckel und lass‘ den Schales etwa 45 Minuten auf mittlerer Hitze anbacken. Ich kontrolliere immer mal wieder, ob ich noch etwas Schmalz hinzufügen muss. Drehe den Schales nach 45 Minuten um. Das klappt am Besten, wenn du ihn auf einen Deckel oder ein Brettchen stürzt und ihn dann wieder in die Pfanne gleiten lässt. Aber Vorsicht: Wenn noch Fett in der Pfanne ist, besteht Verbrennungsgefahr.

Verschließe die Pfanne nach dem Drehen nicht mehr, sodass dein Schales auf beiden Seiten knusprig ist. Lass‘ ihn für weitere 45 Minuten backen, bis er durchgebacken ist und eine schöne Bräunung hat. Serviere ihn mit selbst gekochtem Apfelkompott.

Schales mit Apfelkompott – eines unserer Lieblingsgerichte

Gibt es ein Gericht aus deiner Region, das du empfehlen kannst?

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Ist Vollkorngetreide ungesund?

So ziemlich jedes Lebensmittel stand in der Öffentlichkeit bereits in der Kritik, weil es in irgendeiner Form unserer Gesundheit schaden soll. So soll der Konsum von Kaffee den Blutdruck erhöhen, Butter Ablagerungen in unseren Blutgefäßen hervorrufen und Vollkorngetreide unser Verdauungssystem zu sehr beanspruchen, sodass besser auf Weißmehlprodukte zurückgegriffen werden sollte. Aber was genau ist denn jetzt besser für uns?

1. Vollkorn ist schwer verdaulich

Dadurch, dass Vollkorn schwer verdaulich ist, liegt es uns buchstäblich besonders schwer im Magen und sollte deshalb gemieden werden. Diese Erfahrung habe ich selbst gemacht, als ich mich hochmotiviert an mein erstes Vollkornbrot herangetraut habe. Das dürfte jetzt gut und gerne 10 Jahre her sein. Ich habe mich strikt an das Rezept gehalten und heraus kam ein Gebäck mit einer kompakten Krume, die bereits am zweiten Tag trocken war. Dieses Brot war tatsächlich zu viel für unsere Verdauung, sodass ich dieses Problem kenne.

2. Die Randschichten des Getreidekorns enthalten besonders viele Antinährstoffe

Ich hatte bereits erwähnt, dass Getreide sich mit Antinährstoffen (Lektine und Phytinsäure) gegen den Verzehr wehrt. Diese binden Vitamine und Mineralstoffe, die uns damit nicht mehr zur Verfügung stehen. Dass diese Antinährstoffe besonders in der Randschicht des Korns sitzen, lässt den Schluss zu, dass Weißmehl besser für uns ist, als das volle Korn. Denn dass z. B. Brot unserem Körper Nährstoffe entzieht, kann unserer Gesundheit auf keinen Fall zuträglich sein.

3. Gluten

Das Klebereiweiß Gluten steht seit Jahren in der Kritik, dass es unseren Verdauungsapparat schadet und so einen Leaky Gut begünstigt. Menschen mit Zöliakie reagieren mit heftigen Symptomen auf dem Verzehr glutenhaltiger Getreide. Dass davon weniger als 1% der Menschen in Deutschland betroffen sind, stört die Lebensmittelindustrie wenig, denn allzu gerne werden glutenfreie Lebensmittel als gesunde Alternative zu den heimischen Getreidesorten angeboten.

4. Getreide zählt nicht zu einer artgerechten Ernährung

Zu guter letzt: Getreide wie Weizen, Roggen und Dinkel – auch Vollkorngetreide – sollte so oder so komplett aus unserem Speiseplan gestrichen werden, weil dieses erst seit der Jungsteinzeit auf unserem Speiseplan steht und unser Verdauungssystem damit noch gar nicht auf dessen Verzehr angepasst ist.

Eines unserer Lieblingsbrote: Schoko-Haselnuss

Mein Fazit

Viele Getreideprodukte sind tatsächlich nicht empfehlenswert, weil sie unnötige Zusatzstoffe enthalten. So habe ich kürzlich erst gelesen, dass sich in Brot z.B. L-Cystein befinden kann, das aus Schweineborsten gewonnen wird. Dieses wird dann allenfalls als „natürliches Aroma“ deklariert – gruselig. Während der strikten Diät meiner Kinder war ich der Annahme, dass Brot ohne Milch und Fructose leicht zu finden sein sollte, weit gefehlt.

Und jetzt kommt das große ABER:

Für mich zählt Brot immer noch zu den wichtigen Grundnahrungsmitteln, besonder in der Vollkorn-Variante. Die oben genannten Probleme lassen sich zum Großteil beheben, wenn du mit Sauerteig arbeitest. Die Fermentation baut Lektine und Phytinsäure ab und verdaut das Brot schon für uns vor. Damit wird es leichter verdaulich und die Nährstoffe werden verfügbar gemacht.

Meine Kinder lieben Vollkornbrot und haben schon eigene Wünsche, was ich backen soll. Sie werden so auch aufgeschlossener, Neues zu probieren und haben schon eigene Ideen, welches Brot als nächstes auf dem Speiseplan stehen soll. Und welches Kind knetet nicht gerne Teig?!

Wenn du allerdings Probleme mit deinem Magen/Darm hast, dann solltest du nicht sofort zu 100% Vollkorn greifen, denn der hohe Ballaststoffanteil kann einen angeschlagenen Magen-Darm-Trakt leicht überfordern. Beginne mit einer Scheibe am Tag und wenn du merkst, dass sich dein Körper daran gewöhnt hat, dann versuche den Ballaststoffanteil in deiner Nahrung zu erhöhen. Denn Ballaststoffe sind immens wichtig für einen gesunden Darm, da sie die guten Darmbakterien ernähren.

In meinem Umfeld gibt es zahlreiche Kinder, die Unverträglichkeiten haben. Viele Mütter sagen, dass ihnen geraten wurde, auf Gluten zu verzichten. Ich frage mich dann nur, ob ihnen auch empfohlen wird, glutenfreies Gebäck zu kaufen/backen, das mit Sauerteig hergestellt wurde, denn auch glutenfreies Vollkorngetreide enthält Phytinsäure und Lektine.

Was denkst du darüber? Sollte Getreide in unserem Speiseplan vorkommen?

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Apfel-Rotkohl

Blog-Event CLVII - Äpfel (Einsendeschluss 15. Oktober 2019)

Ballaststoffe

Ich liebe diese Blogevents, die Raum zur Gestaltung lassen, denn Äpfel sind häufig Hauptdarsteller in süßen Kuchen und Desserts. Da Volker von volkermampft aber ausdrücklich auch um herzhafte Zubereitungsarten bittet, bekommt er für sein erstes Blogevent auf Zorras Kochtopf mein Lieblingsgemüse serviert: Apfel-Rotkohl.

Dieses Gemüse gibt es bei uns im Herbst und Winter sehr häufig. Sowohl der Rotkohl, als auch der Apfel sind lange lagerungsfähig und damit das ideale Wintergemüse. Besonders an Festtagen wird es gerne zu dem klassischen Weihnachtsbraten gereicht.

Und das Tolle: Apfel-Rotkohl entfaltet seinen Geschmack besonders in aufgewärmtem Zustand, wodurch er sich auch super vorbereiten lässt. Ich bereite dann oft eine große Menge zu und friere dann mehrere Dosen ein.

Ich habe dieses Gemüse oft mit Lorbeerblättern, Nelken, Zimt und anderen Gewürzen zubereitet, wodurch es natürlich einen weihnachtlichen Geschmack bekommen hat. Diese Gewürze waren aber vor 100 Jahren eher nicht verfügbar, weshalb ich meine Oma fragte, wie ihre Mutter den Apfel-Rotkohl zubereitet hat.

Sie sagte dann: „Um Rotkohl zu kochen, braucht man nur sieben Zutaten.“ Das klang sehr minimalistisch. Ich hatte öfters schon das Problem, die typische Süße an mein Gemüse zu bekommen, oder es schmeckte einfach fad – trotz zahlreicher Gewürze.

Naja, also hieß es ausprobieren. Da es keine aufgeschriebenen Rezepte gibt, musste ich also mit dieses sieben Zutaten das ideale Mischungsverhältnis finden. Und ich war mit meinem Ergebnis sehr zufrieden. Wieder mal ein einfaches Rezept, ohne viel Schnickschnack, das Allen schmeckt 😃.

Zutaten:

1 Rotkohl

3 Zwiebeln

2 Äpfel oder 1/2 Glas Apfelkompott

Butterschmalz (als vegane Alternative: Kokosfett)

Apfelessig

Salz

Zucker

Anleitung:

Raspele den Rotkohl 2mm dick. Erhitze dann Butterschmalz in einem Topf und dünste die gewürfelten Zwiebeln an, bis sie glasig sind. Füge den Rotkohl und die geschälten und entkernten Äpfel, zusammen mit ca. 400ml Wasser hinzu und ergänze einen kräftigen Schluck Apfelessig, etwas Salz und einen gestrichenen Esslöffel Zucker. Lass‘ alles köcheln, bis das Gemüse weich ist.

Ich packe alles in den Schnellkochtopf und koche den Rotkohl auf. Dann wird er, sobald sich der Druck aufgebaut hat, etwa 8 Minuten bei mittlerer Hitze gedünstet. Solltest du Apfelkompott verwenden, so kannst du dieses am Ende, vor dem Servieren, hinzufügen.

Um dem Gemüse einen besseren Geschmack zu verleihen, wurde vor dem Servieren manchmal auch ein Stück gute Butter hinzugefügt. Eine weitere Alternative war, statt Wasser Rinderbrühe zu nehmen, wenn diese zur Verfügung stand.

Ich bin gespannt, welche Variante dir am besten schmeckt – lass‘ es mich wissen 😊.

Einfach und einfach lecker: Apfel-Rotkohl
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Fermentierter Knoblauch #2 – Mein Hausmittel bei Erkältungen

So langsam werden die Tage wieder kürzer und das Wetter ist sehr wechselhaft: Morgens verlassen wir bei etwa fünf Grad das Haus und Mittags klettern die Temperaturen dann doch fast wieder auf 20 Grad. Das sind bei mir immer beste Bedingungen für eine dicke Erkältung. Aber seit letztem Herbst schlummert in meinem Kühlschrank mein Hausmittel, das jedem Kratzen im Hals den Garaus macht: Fermentierter Knoblauch.

Vor einiger Zeit hatte ich bereits ein Rezept für fermentierten Knoblauch gepostet, diesen verwende ich aber überwiegend für Dips oder Pesto. Geschmacklich ist diese Variante auch viel milder. Sogar meine Kinder können diesen ohne Probleme roh kauen. Weil sie selbst schon gemerkt haben, dass der Knoblauch ihnen hilft, fragen sie schon danach 😅.

Dass Knoblauch ein starkes Hausmittel bei allerlei Beschwerden ist, wird wohl kaum jemand bezweifeln. Seine antibakterielle und antivirale Wirkung sind erwiesen. Als präbiotisches Lebensmittel hilft er außerdem, die Darmflora im Gleichgewicht zu halten, weil seine Ballaststoffe unsere guten Bakterien mit Futter versorgt. Deshalb kann Knoblauch – ob fermentiert, roh, oder gebraten – gar nicht oft genug auf unserem Speiseplan stehen.

Das Problem für Viele ist, dass Knoblauch oft scharf ist und dazu noch unliebsamen Mundgeruch verursacht. Aus diesem Grund bevorzuge ich die fermentierte Form: Je länger der Knoblauch eingelegt ist, desto milder schmeckt er und desto weniger riecht man ihn. Im Kühlschrank gelagert hält er fast ewig, denn im Gegensatz zu Sauerkraut oder Karotten ist er so hart, dass er selbst nach Monaten im Kühlschrank nicht matschig wird. Länger als ein Jahr habe ich ihn bisher nicht gelagert, dann war er nämlich ratzeputz weggegessen 😇.

Der zweite Hauptdarsteller in diesem Ferment ist Honig. Auch Honig hat eine antibakterielle Wirkung, die die des Knoblauchs noch unterstützt. Welchen Honig du verwendest, ist egal, denn selbst sehr fester Honig wird während der Fermentation flüssiger, weil Flüssigkeit aus dem Knoblauch austritt. Ich persönlich bevorzuge Honig aus der Region, denn gerade Allergiegeplagte wissen, dass die in diesem Honig enthaltenen Pollen auch zu einer Linderung dieser Beschwerden führen kann.

Ihr seht schon, ein solcher Allrounder sollte in eurem Kühlschrank nicht fehlen. Und für Anfänger ist es der perfekte Einstieg, denn du benötigst nur zwei Zutaten und, wie bei allem, was gut werden soll, ZEIT. Hier das Rezept:


Zutaten:

6 Knollen Knoblauch

1 Glas Honig

Zubereitung:

Schäle den Knoblauch und lege ihn in ein sauberes, steriles Glas. Fülle dann den Honig darüber, sodass alle Zehen bedeckt sind. Wenn noch welche an der Oberfläche sind, solltest du das Glas jeden Tag schütteln, bis diese unter der Oberfläche sind.

Verschließe das Glas und lass‘ den Knoblauch bei Raumtemperatur (21-23°C) etwa zwei Wochen fermentieren. Ich lasse ihn auf der Arbeitsplatte stehen, so kann ich jeden Tag das Glas kurz öffnen um Gas entweichen zu lassen. Dann schüttele ich es kurz, sodass sich kein Schimmel durch aufsteigende Zehen bilden kann.

Nach zwei Wochen sollte deutlich weniger Gas entstehen, sodass du den Knoblauch in den Kühlen Keller stellen kannst, oder in den Kühlschrank. Dort hält er sich mindestens ein Jahr.

In Honig fermentierter Knoblauch

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It’s tea time – Toast with cultured cream cheese

Zum Bloggeburtstag der lieben zorra von 1x umrühren aka Kochtopf wird zur tea time eingeladen. Neben süßen Leckereien sollte aber auch etwas Deftiges auf die Tafel kommen, denn wie schon Gwendolen in Oscar Wilde’s Stück The Importance of Being Earnest feststellte: „Cake is rarely seen in the best houses anymore.“ Mit diesen Worten bat sie um „bread and butter„. Weil nach meiner Erfahrung das Brot in England eher Toast ähnelt, gibt es hier einen Vollkorntoast mit Frischkäse und den obligatorischen Gurken.

Aber auch für dieses Rezept sollte es mal wieder wenig klassisch sein, denn Rezepte für weißen Toast gibt es zahlreiche im Netz. Deshalb musste mal wieder mein heißgeliebter Khorasanweizen herhalten. Seitdem ich begonnen habe, mit diesem Urkorn zu backen, ist meine Familie davon begeistert. Ich liebe die Teigverarbeitung, die normalem Weizen sehr ähnelt und der nussige Geschmack haben die kritischen Esser vollauf überzeugt.

Als Triebmittel habe ich Hefewasser genommen, das aber länger gebraucht hat, als üblich, um den gewünschten Trieb zu erzielen. Vielleicht lag das aber auch an den eher unüblichen Zutaten Butter und Kefir, die ich im klassischen Brot nicht verwende. Es gibt bestimmt einige Erfahrene, die mich hier erleuchten können ☺️. Das Hefewasser kann auch einfach durch 2g Frischhefe und Wasser ersetzt werden. Ich würde den Teig dann im Kühlschrank gehen lassen, weil er dann ein volleres Aroma entfaltet.

Neben diesem Buttertoast serviere ich einen kultivierten Frischkäse. Weil ich nach wie vor auf die probiotischen Kulturen im Kefir schwöre, habe ich mich an einem Frischkäse aus dem „Getränk der Hundertjährigen“ versucht. Der Geschmack ist etwas säuerlicher, als der von klassischem Frischkäse, was aber auch daran gelegen haben mag, dass ich den Kefir länger als die üblichen 24 Stunden fermentieren gelassen habe.

Nun genug der vielen Worte, es soll schließlich aufgetischt werden, schließlich ist die Party schon am Dienstag 💐🍀💕:

Vorbereitung am Vortag für den Frischkäse:

Nimm‘ eine Schüssel und lege ein Sieb herein, in das du ein Küchentuch (fusselfrei) legst. Schütte ca. 500ml fertigen Kefir in das Tuch und lege einen Deckel darüber. Stelle nun alles bis zum nächsten Tag in den Kühlschrank, sodass sich Molke und Käse trennen können.

Zutaten für den Toast:

550g Khorasan-Vollkornmehl

340g aufgefrischtes Hefewasser

100ml Kefir

100g weiche Butter

8g Salz

Zubereitung:

Verknete alle Zutaten, außer dem Salz, zu einem geschmeidigen Teig und lass‘ diesen für ca. 30 Minuten ruhen. Füge nun das Salz hinzu und knete es unter. Lege den Teigling nun in eine gefettete und bemehlte Kastenform und Decke ihn mit einem Küchentuch ab.

Lass‘ den Teig gehen, bis sich das Volumen deutlich vergrößert hat. Das hat bei mir etwa 8 Stunden gedauert. Heize dann den Backofen vor und backe den Toast für ca. eine Stunde bei 190 Grad Ober-/Unterhitze.

Während der Toast im Ofen ist, kannst du den Frischkäse aus dem Kühlschrank nehmen und den Käse aus dem Tuch kratzen. Verfeinere ihn mit frischen Kräutern, oder genieße ihn „plain“. ich habe mich natürlich für cucumbers entschieden 😅. Die abgetropfte Molke kannst du als Starter verwenden, um Gemüse zu fermentieren, oder du fügst sie einem Dressing oder einem Shake hinzu.

Den noch lauwarmen Toast mit Butter und dem Frischkäse bestreichen. Enjoy 😊.

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Holunder-Kombucha

Holunder-Kombucha ist eine meiner Lieblingssorten. Gerade wenn die Tage wieder kürzer werden, ist der Vitamin C-haltige Holundersaft die ideale Ergänzung zum Kombucha. Er verleiht deinem probiotischen Erfrischungsgetränk einen komplexen Geschmack, den du unbedingt ausprobieren solltest. Aber Vorsicht: Du solltest jeden Tag die Flasche öffnen, sonst droht Explosionsgefahr!


Du benötigst:

1 Liter Flip-Top Flasche

100ml Holundersaft-Saft

ca. 900ml fertig fermentierter Kombucha

Anleitung:

Gehe nach der Anleitung für das Brauen von Kombucha vor. Entferne den Scoby und fülle den Kombucha in eine saubere Flip-Top Flasche. Füge nun den Saft hinzu und verschließe die Flasche.

Lasse den Kombucha bei Raumtemperatur (20-22°C) weitere drei Tage fermentieren. Bevorzugst du einen intensiveren Geschmack nach Holunder, dann solltest du die Dauer der Zweitfermentation verkürzen. Sobald du mit dem Geschmack zufrieden bist, stelle die Flasche in den Kühlschrank.

Gekühlt hält sich der Kombucha mindestens einen Monat. Er wird aber immer noch etwas saurer, da er auch im Kühlschrank weiterfermentiert.

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Zucchinisuppe mit veganer Alternative

Bei diesen hochsommerlichen Temperaturen wachsen die Zucchini in unserem Garten fast so schnell, dass man ihnen dabei zusehen kann. Also gibt es gefüllte Zucchini, Zucchini-Gemüse und auch Zucchinisuppe.

Letztere ist mir als Suppenliebhaber die bevorzugte Variante, gerade weil eine Suppe sehr schnell gekocht ist und mit dem hohen Gemüseanteil eine ballaststoffreiche Mahlzeit ist. Gleichzeitig ist sie eine Wohltat für unseren Verdauungsapparat, denn dieser hat bei Suppen viel weniger zu leisten, als bei jedem anderen Gericht.

Das einzig schwierige ist es, einen guten Geschmack in diese Suppe zu bekommen, denn Zucchini haben mit ihrem hohen Wasseranteil nur einen geringen Eigengeschmack. So können Gerichte mit Zucchini schnell fade schmecken und die kritische Familie wenig erfreuen 🤨.

Deshalb kombiniere ich dieses Sommergemüse gerne mit anderen Gemüsesorten, um einen kräftigeren Geschmack zu erhalten. Für dieses Rezept fiel die Wahl auf die üblichen Verdächtigen: Karotten, Pastinaken, Sellerie und Lauch. Dazu habe ich dann noch etwas Ingwer und Kurkuma genommen.

Meine Kinder essen nicht gerne scharf, aber die leichte Schärfe, die die Suppe dann in pürierter Form hatte, fanden alle drei gut. Dazu gab es noch einen Klecks Schmand und geröstete Brotwürfel und die ganze Familie war glücklich 😏.

Hier das Rezept:


Zutaten für 4 Personen:

2 große Zucchini

3 Karotten

1 Pastinake

1 Stange Lauch

1 Stück Sellerie

1 Stück Ingwer (ca. 2cm)

1 Stück Kurkuma (ca. 1 cm)

Butterschmalz (Kokosöl)

Gemüsebrühe

Salz

Pfeffer

Zubereitung:

Erhitze etwa einen Esslöffel Butterschmalz (Kokosöl) in einem Topf und dünste das grob zerkleinerte Gemüse darin an, bis es duftet. Füge dann einen Esslöffel Gemüsebrühe hinzu und lösche alles mit ca. 2 Liter Wasser ab. Das Gemüse sollte komplett bedeckt sein.

Koche das Wasser auf und würze die Suppe mit Salz und Pfeffer. Reduziere dann die Hitze, sodass die Suppe nur noch köchelt. Lass’ diese nun für ca. 20 Minuten köcheln und püriere sie dann ganz fein, sodass keine Stückchen mehr drin sind. Wenn dir die Suppe zu dick ist, füge noch etwas Wasser hinzu und würze nach, falls das nötig ist.

Serviere die Zucchinisuppe mit einem Klecks Schmand oder röste Brotwürfel an und streue sie darüber.

Hast du auch leckere Rezepte für Zucchini?

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Spätzle nach Hunsrücker Art: Wasserspatzen

Selbstgemachte Spätzle schmecken zu allerlei Gerichten. Sie sind als Beilage zu deftigen Sonntagsbraten beliebt, oder werden mit Zwiebeln und Speck im Ofen mit Käse überbacken. Spätzle sind aber auch trocken, ohne alles ein Hochgenuss – zumindest wenn man meine Kinder fragt 😏.

Hier im Hunsrück sind hausgemachte Spätzle in anderer Form bekannt und beliebt: Wasserspatzen haben als Basis den klassischen Teig, werden aber mit einer Speck-Sahnesoße und frischem Obst serviert. Varianten gibt es dazu zahlreiche, denn in manchen Häusern werden dazu Kartoffeln serviert. Andere lassen die Soße weg und schwenken sie stattdessen in Butter und beträufeln sie mit angeröstetem Paniermehl.

Solche Gerichte sind für mich immer toll, weil sie einfach in der Herstellung sind und meine Kinder diese LIEBEN 🥰. Der Teig kann auch hervorragend vorbereitet werden und dann bis zur Herstellung der Wasserspatzen im Kühlschrank bleiben. Dann dauert es keine halbe Stunde, bis das Mittagessen auf dem Tisch steht.

Hier das Rezept:


Zutaten für die Wasserspatzen:

450g Mehl (ich habe Khorasanvollkornmehl genommen, du kannst auch normales Weißmehl nehmen, musst dann aber die Flüssigkeitsmenge etwas anpassen)

2 Eier

125g Kefir (alternativ: Milch)

175ml Sprudel

1 Schluck Hefewasser (optional)

Salz

Pfeffer

Zutaten für die Soße:

250ml Sahne

100g Bacon

1 Zwiebel

Salz

Pfeffer

Zubereitung:

Gib‘ alle Zutaten für die Wasserspatzen in eine Schüssel und verknete sie gut. Es sollte ein dickflüssiger Teig entstehen, der gut weiterverarbeitet werden kann. Stelle den Teig nun beiseite und lasse ihn quellen.

Stelle nun eine Pfanne auf den Herd und erhitze diese. Ziehe die Zwiebel ab und hacke sie grob. Schneide den Bacon in dünne Streifen und gib‘ ihn mit der Zwiebel in die Pfanne. Röste beides ohne Fett an, denn dieses tritt beim Anbraten des Bacon aus.

Lösche mit der Sahne ab und würze mit Pfeffer und Salz. Während die Soße auf kleiner Flamme einreduziert, bereitest du die Wasserspatzen zu. Bringe einen große Topf mit Salzwasser zum Kochen und reduziere dann die Hitze, sodass die Spatzen im Wasser sieden können.

Nimm nun zwei Teelöffel und forme daraus die Spatzen, indem du mit dem einen Löffel den Teig aus der Schüssel nimmst und diesen mit dem anderen Löffel in das Wasser abstreichst. Wenn die Spatzen an der Oberfläche schwimmen, sind sie fertig. Ich schrecke sie mit kaltem Wasser ab, damit sie nicht kleben und schwenke sie kurz in Butter, damit sie warm sind.

Serviert werden die Wasserspatzen mit der Soße und eingekochtem Obst, oder einem grünen Salat.

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Eingelegte Salzgurken – Mein Hausmittel bei Magenbeschwerden

Eingelegte Salzgurken

Nachdem ich jetzt seit zwei Jahren begeistert fermentierte, will ich heute mit euch mein Rezept für eingelegte Salzgurken teilen. Zwar war mein letzter Post auch ein Ferment, weil der Garten aber gerade haufenweise Gurken hervorbringt, ist das einlegen die Methode der Wahl 😃.

Eingelegte Salzgurken sind nicht nur lecker, sie werden bei mir wie Medizin eingesetzt, wenn es im Bauch mal wieder zwickt. Neulich habe ich beispielsweise nach einem Tag im Freizeitpark noch das Wurstbrot gegessen, weil es mir zu schade zum wegwerfen war. Ich sehe schon, wie ihr reihenweise die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, aber hinterher ist man nun mal immer schlauer.

Es kam, wie es kommen musste: am nächsten Tag hatte ich Bauchkrämpfe und Erbrechen – selbst schuld. Das wäre nicht ganz so dramatisch gewesen, wenn es nicht der Geburtstag meines Sohnes gewesen wäre und sich 15 Leute zum Abendessen angemeldet hätten.

Ein Wundermittel musste her: ein Espresso-Tässchen voll Milchkefir und eines mit Gurkenbrühe hinterher (Tolle Kombi 🤣). Aber seit wann muss Medizin auch noch schmecken?! Hauptsache sie wirkt. Und das hat sie. 30 Minuten Ruhe auf der Couch und ich war wie neu.

Die Wissenschaft hinter diesem Experiment habe ich schon vielfach im Selbstversuch erforscht: gute Bakterien machen schlechte Bakterien platt. Weil Milchkefir mehr als 50 dieser guten Bakterienstämme hat, findet er sich in so vielen meiner Rezepte und ist bei Magen-Darm Beschwerden die erste Maßnahme, die ich ergreife.

Fermentiertes Gemüse beinhaltet einen sehr starken Bakterienstamm namens Lactobacillus plantarum, der findet sich also zum Beispiel auch in Sauerkraut. Diese Bakterien findest du aber nur in unpasteurisierten Produkten, die es in manchen Bioläden gibt, aber sehr teuer sind. Wenn du deine Probiotika kostengünstig selbst machen willst, dann versuch’ doch mal dieses Rezept:


Zutaten:

Einlegegurken

Dill

Wasser

Salz

Kirschblätter oder Weinblätter

Zubereitung:

Wasche die Gurken und schneide das Ende ab, denn sonst könnten die fermentierten Gurken zu bitter werden. Lege den Dill auf den Boden deines Einmachglases und fülle die Gurken darüber.

Rühre nun eine 4%ige Salzlake an (40g Salz pro Liter) und gib’ diese über die Gurken, bis alle mit Lake bedeckt sind. Lege nun die Kirsch- oder Weinblätter obendrauf und beschwere dein Ferment mit einem Teller einem Glasgewicht, o.ä., sodass nichts mehr an der Oberfläche ist und alles sich unter der Salzlake befindet. Das ist wichtig denn sonst könnten deine Salzgurken anfangen zu schimmeln.

Verschließe die Öffnung mit einem Küchentuch, das du mit einem Einmachgummi befestigst. Lasse deine Salzgurken nun ca. 1 Woche bei Raumtemperatur fermentieren, dann kannst du die erste Kostprobe entnehmen und schauen, ob du mit dem Geschmack zufrieden bist. Ansonsten verstaust du alles wieder unter der Lake und lässt die Gurken noch etwas länger stehen.

Wenn du mit dem Ergebnis zufrieden bist, verschließe das Glas und stelle es in den Kühlschrank. So halten sich die Gurken noch mindestens 6 Wochen.

Noch ein Wort zu eingelegten Salzgurken: Gurken werden schneller weich als andere Fermente, deshalb ist es wichtig, hier mehr Salz zu nehmen (2% sind üblich) und Kirsch- oder Weinblätter hinzuzufügen. Durch die darin enthaltenen Tannine bleiben die Gurken länger knackig. Ich schaue trotzdem, dass ich sie nicht zu lange lagere und verwende sie zum Beispiel auch gerne im Kartoffelsalat.