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Der Allrounder – Die Knochenbrühe vom Rind

knochenbruehe

Passend zu den kalten Tagen kommt hier mein Rezept für eine unserer Lieblingsbrühen: Die Knochenbrühe vom Rind. Egal ob bei Erkältungen oder Magen-Darm-Infekten, meine Kinder fragen ihre Oma dann, ob sie diese Brühe für sie kochen kann.

Auch als meine beiden Allergie-Kinder gerade mit allen möglichen Allergenen kämpften, konnte dieses Süppchen Magen und Gemüt beruhigen. Dann gab es sie eine Woche lang jeden Tag, bis die schlimmsten Auswirkungen überstanden waren.

Besonders beliebt ist sie als Vorspeisensuppe mit Gemüseeinlage und Markklößchen oder Flädle. Meine Kinder wollen zusätzlich immer Buchstabennudeln. Ich nehme die Knochenbrühe aber auch als Grundlage für Eintöpfe oder Bratensoßen, sie gibt dem Ganzen einen kräftigen Geschmack.

Ich nehme Knochen vom Bio-Rind und habe festgestellt, dass meine Brühe damit eine kräftigere Farbe und einen intensiveren Geschmack hat, als dies bei der Brühe von den Knochen konventionell gemästeter Rinder der Fall war. Diese Brühe koche ich immer auf Vorrat, denn wenn es mal wieder schnell gehen muss, weil meine Kinder wieder fast am Verhungern sind, dann ist eine schnelle Rinderbrühe mit Gemüse- und Nudeleinlage eine meiner ersten Optionen.

Zutaten:

ca. 1kg Rinderknochen vom Bio-Rind

2 Zwiebeln

3 mittelgroße Karotten

1 Stange Lauch

ca. 100 g Sellerie

2 mittelgroße Pastinaken

2 Lorbeerblätter

10 schwarze Pfefferkörner

3 Nelken

Apfelessig

Salz

Anleitung:

Schäle die Zwiebeln und schneide sie in Hälften. Nimm einen Kochtopf (ca. 3l) und stelle ihn bei mittlerer Hitze auf. Lege die Zwiebeln mit der aufgeschnittenen Seite hinein und warte, bis sie gebräunt sind. In der Zwischenzeit kannst du das Gemüse grob schneiden und die Gewürze bereitlegen.

Gib jetzt die Rinderknochen, zusammen mit dem Gemüse und den Gewürzen in den Topf und fülle diesen mit kaltem Wasser auf. Es ist wichtig, dass das Wasser kalt ist und der Essig enthalten ist, sonst wird der Geschmack der Brühe weniger kräftig.

Koche alles zusammen auf und reduziere dann die Hitze auf ein Minimum. Lasse nun die Knochenbrühe mindestens zwei Stunden simmern. Noch besser ist es, sie über Nacht ziehen zu lassen.

Schütte die Brühe am nächsten Tag durch ein Sieb und wirf das Gemüse und die Kräuter auf den Kompost, sie haben keinen Geschmack mehr. Die Knochen kannst du nochmals, wie oben beschrieben, mit neuen Gewürzen und Gemüse aufkochen. Ich nehme nur noch halb so viel Wasser, da die Brühe sonst nicht mehr so viel Geschmack hat.

Jetzt kannst du die Brühe entweder einfrieren, einkochen, oder mit frischem Gemüse, Suppennudeln und beispielsweise den Markklößchen zu einem herrlichen Süppchen aufkochen.

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Kombucha gegen den (Festtags-) Kater

hagebutte

Die schönste Zeit des Jahres

Zurzeit tummeln sich die Festtagsessen auf den Blogs: Von deftigen Braten bis zu den veganen Alternativen plant Jeder sein Festmahl für die besinnlichste Zeit des Jahres. Danach folgt der obligatorische Nachtisch, der die Kalorienbilanz nochmal sprunghaft nach oben schnellen lässt. Zum Essen gereichter Wein oder das ein oder andere kühle Bier sorgen dann oft für eine ausgewachsene Katerstimmung.

Dass das so ist, ist nicht verwunderlich, denn wer freut sich nicht das ganze Jahr auf das nette Beisammensein und die herrlichen Lieblingsgerichte, die immer zu Festtagen gekocht werden? Wer lehnt schon beim leckeren Nachtisch ab, oder beim Verdauungsschnaps?

Leider ist unser Verdauungsapparat mit diesem Marathon oft überfordert, denn das Festtagsessen ist doch meistens nicht fett- oder zuckerarm. Und dass der Verdauungsschnaps keine wirkliche positive Wirkung erzielen kann, ist auch hinläufig bekannt.

Wirkung von Kombucha

Dass Kombucha kein Allheilmittel ist, wie Manche behaupten, ist auch bekannt. Die wissenschaftlichen Studien sind noch eher dürftig und zeigen nur eine leicht abführende Wirkung. Inwiefern Kombucha die Leber bei der Entgiftung unterstützt, oder wie viel Vitamin B12 während der Fermentation entsteht, wird noch diskutiert.

Ich habe für mich festgestellt, dass ich durch Kombucha mehr Energie habe (meine Mama sagt das Gleiche) und es hilft mir gegen Kopfschmerzen jeglicher Art. Wer also nach dem Festmahl einen Brummschädel, der muss seinem Körper dringend Nährstoffe zuführen. Die enthaltenen Mineralstoffe scheinen den Körper bei der Verdauung und der Entgiftung zu unterstützen.

Wenn du Silvester in einer größeren Stadt feierst, dann kannst du es ja mal ausprobieren und vor dem Schlafengehen eine Flasche Kombucha gegen den Kater danach trinken. Dort gibt es nämlich echten Kombucha, der nicht pasteurisiert ist. Er muss gekühlt sein und ein entsprechendes Label haben, ansonsten wurde er erhitzt und hat nicht mehr diese Wirkung.

Falls du häufiger Kombucha trinken willst, rate ich dir aber, ihn selbst zu brauen, das ist wesentlich kostengünstiger und du kannst mein Rezept für Hagebutten-Kombucha ausprobieren 🙂 .

Hier die Anleitung:


Du benötigst:

1l Flip-Top Flasche

900ml fertigen Kombucha

5 frische Hagebutten, oder 1Tl getrocknete Hagebutten

Anleitung:

Gehe nach der Anleitung für das Brauen von Kombucha vor. Entferne den Scoby und fülle den Kombucha in eine saubere Flip-Top Flasche. Füge nun die Hagebutten hinzu und verschließe die Flasche. Hagebutten haben im Winter Saison und sind im Moment überall zu finden. Nach dem ersten Frost können sie geerntet werden, wenn sie weich werden.

Lass’ den Kombucha bei Raumtemperatur (20-22°C) weitere drei Tage fermentieren. Bevorzugst du einen intensiveren Geschmack, dann solltest du die Dauer der Zweitfermentation verlängern. Sobald du mit dem Geschmack zufrieden bist, stelle die Flasche in den Kühlschrank.

Gekühlt hält sich der Hagebutten-Kombucha mindestens einen Monat. Er wird aber immer noch etwas saurer, da er auch im Kühlschrank weiterfermentiert. Sehr lange fermentierten Kombucha nehme ich als Essig. Er schmeckt in etwa wie sehr junger Apfelessig.

Weitere Ideen, wie du deinem Kombucha einen interessanten Geschmack verleihen kannst, findest du hier: Kombucha.

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Bitterstoffe – Warum wir im Winter öfters Endiviensalat essen sollten

endivien

Regional und saisonal

Es ist kalt geworden und natürlich ist es dann in unseren Breiten schwierig, Obst und Gemüse aus unserer Region zu bekommen. Eine Ausnahme davon ist der Endiviensalat, der bis in den November Saison hat und auch den ersten leichten Frost noch gut übersteht.

Warum Viele Bitterstoffe nicht mögen

Diese Vorteile sehen meine Kinder natürlich nicht so sehr wie ich 🙂 . An den Geschmack der Endivie müssen sie sich erst gewöhnen, denn sie enthält Bitterstoffe und ist damit Nichts für unseren auf Süßes ausgerichteten Geschmack. Bereits die Muttermilch schmeckt leicht süßlich und suggeriert unserem Körper, dass ein Lebensmittel ungiftig ist.

So weit so gut. Aber als sich diese Vorliebe für Süßes entwickelte, gab es noch keine Fruchtbärchen oder gesüßten Nusscremes. Denn mit diesen Produkten hat die Industrie einen hervorragenden Weg gefunden, ihre Waren zu vermarkten. Als “Lebensmittel” kann man diese hochverarbeiteten Produkte nicht mehr bezeichnen.

Die Konsequenzen sind hinläufig bekannt: Übergewicht und Zivilisationskrankheiten, die auf eine unausgewogene Ernährung und zu wenig Bewegung zurückgeführt werden können.

Bitterstoffe für einen gesunden Darm

Ich muss gestehen, dass ich früher auch ohne Probleme eine ganze Tafel Schokolade essen konnte, denn ich war ja schlank, was soll’s?! Als meine Kids dann aber auf alles Süße (auch Obst) weitestgehend verzichten mussten, habe ich mich natürlich angeschlossen. Das schlechte Gewissen wäre da gewesen.

Ich war wirklich verblüfft, wie mein Körper auf diesen Zuckerentzug reagierte: Kopfschmerzen und Abgeschlagenheit, das mehrere Tage lang. Das waren dann wohl die Entzugserscheinungen. Danach war mein Verlangen nach Süßem auch weitestgehend gebrochen. Aus dem Grund meide ich Industriezucker immer noch.

Interessant ist die Reaktion meines Körpers, wenn ich dann zum Beispiel auf einer Familienfeier ein Stück Kuchen esse: Ich bekomme Bauchschmerzen und das Verlangen nach Süßem ist sofort wieder da. Mein Körper hat sich umgestellt und verträgt den Kuchen einfach nicht mehr.

Ich habe gelesen, dass sich unser Mikrobiom sehr schnell umstellen kann. Füttert man größtenteils die Bakterien, die auf Zucker stehen, dann hat man dieses Verlangen nach Süßem. Gibt man diesen Bakterien kein Futter, dann siedeln sich andere Bakterienstämme an, die eben anderes Futter brauchen.

Und hier kommt dann der Endiviensalat ins Spiel: Die Endivie ist bitter und diese Geschmacksrichtung regt unsere Verdauung an und zügelt gleichzeitig den Appetit auf Süßes. Zusätzlich enthält die Endivie Inulin, ein Ballaststoff der die guten Bakterien in unserem Mikrobiom füttert. Inulin findet sich auch in Chicorée, Topinambur oder Artischockenherzen.

Vielleicht ist gerade nicht die ideale Zeit um auf Süßes zu verzichten. Wenn du aber Endiviensalat und damit Bitterstoffe im Winter regelmäßig in deine Ernährung integrierst, tust du deinem Darm auf jeden Fall etwas Gutes. Auch wenn der Geschmack noch nicht der Renner bei meinen Kids ist, sie probieren immer wieder. Und mit einem leckeren Kefir-Dressing wird der bittere Geschmack schon etwas abgemildert.


Schnelles Kefirdressing

Zutaten:

1 Schalotte

100ml Kefir

1 Schluck Apfelessig

1 Schuss Olivenöl (wer den Geschmack mag, nimmt Leinöl oder Hanföl)

1 TL Senf (optional)

Salz

Pfeffer

Zubereitung:

Die Schalotte fein hacken und den Kefir dazugeben. Dann Essig und Öl hinzugeben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und gegebenenfalls den Senf untermischen.

Mindestens eine Stunde ziehen lassen. Durch den Kefir und den Apfelessig verliert die Schalotte noch einen Teil ihrer Schärfe, weshalb du dieses Dressing sehr gut Abends vorbereiten kannst, um es am nächsten Tag nur noch über deinen Salat zu geben.

Bitterstoffe und Ballaststoffe für einen gesunden Darm

Isst du gerne bitter, oder bist du eher der “süße” Typ?

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Hunsrücker Linseneintopf nach Großmutters Art

Linseneintopf nach Großmutters Art
Ballaststoffe

Eines meiner absoluten Lieblingsgerichte ist der Linseneintopf. Er erinnert mich immer an Tage, die ich bei meiner Oma verbringen durfte. Schon damals liebten meine Geschwister und ich den Duft von Apfelpfannkuchen und Waffeln. Beides sind hier im Hunsrück beliebte Beilagen, die zu Eintöpfen und Suppen serviert werden.

Egal, wer das Gericht kocht, oder welches Kochbuch man studiert, oftmals findet sich der Hinweis, die Linsen über Nacht einzuweichen. Der Sinn dahinter hat sich mir nie so ganz erschlossen, denn selbst nach dem Einweichen waren die Linsen steinhart und oftmals gelang es mir nicht, sie weich zu kochen.

Erst als ich mich aufgrund der Nahrungsmittelunverträglichkeiten meiner Kinder mit dem Thema Bekömmlichkeit befasste, verstand ich, warum dieser Schritt so wichtig war: Pflanzliche Lebensmittel mögen es nicht so gerne, von uns Menschen verspeist zu werden. Deshalb bilden sie natürliche Stoffe, wie zum Beispiel Lektine und Phytinsäure, die sie weniger bekömmlich für uns Menschen machen, also sie vor Fressfeinden schützen sollen.Clever, oder?!

Wir können durch Einweichen, Fermentieren, oder Sprossen einen Großteil dieser Antinährstoffe abbauen und Hülsenfrüchte, wie die Linsen, besser verträglich für uns machen. Das anschließende Kochen eliminiert noch einen weiteren Teil der schwer verdaulichen Lektine.[1] Auch clever 😎.

Oft gebe ich noch einen Schluck Apfelessig als „Starter“ zum Einweichwasser dazu. Wichtig ist, dass die Linsen nach dem Einweichen kräftig ausgespült werden, bis kein Schaum mehr zu sehen ist. Erst dann koche ich sie.

Hier mein Rezept für den Linseneintopf nach Großmutters Art

Zutaten

500 g (Berg –) Linsen über Nacht einweichen.

4 große Karotten

3 Kartoffeln

2 Pastinaken

1 Stange Lauch

1 Stück Knollensellerie (ca. 125g)

1 Glas Knochenbrühe (ca. 400g) (vegane Alternative: 1 Dose passierte Tomaten)

3 TL Gemüsebrühe

1 Lorbeerblatt

Tomatenmark

Salz

Pfeffer

Schinkenwürfel (nach Belieben)

Zubereitung:

Brate zunächst die Schinkenwürfel in Butterschmalz an. Solltest du deinen Eintopf ohne Schinkenwürfel machen, brate das Gemüse an, bis es duftet. Schütte in der Zwischenzeit die Linsen in ein Sieb und wasche sie gründlich ab, bis kein Schaum mehr zu sehen ist. Gib dann die Linsen mit reichlich Wasser zum Gemüse dazu. Alles sollte mit Wasserbedeckt sein, da der Eintopf sonst zu steif wird. Koche das Gemüse und die Linsen mit dem Lorbeerblatt und der  Gemüsebrühe auf. Es ist wichtig, dass die Gemüsebrühe kein Salz enthält, da die Linsen sonst bissfest bleiben. Solltest du keine Gemüsebrühe ohne Salz haben, gibt diese am Ende der Kochzeit dazu.

Stelle den Herd jetzt so ein, dass der Eintopf nicht kocht, sondern nur simmert. Probier’ nach circa 25 Minuten, ob die Linsen durch sind, erst dann gebe ich die Rinderbrühe dazu und würze mit Salz, Pfeffer und etwas Tomatenmark.

Für eine schönere Konsistenz püriere ich etwa ein Drittel des Linseneintopf grob und serviere ihn mit einem Schluck Apfelessig, der gibt dem Ganzen eine angenehme Säure. Solltest du den Eintopf vorher abkühlen lassen und dann erst den Essig dazugeben, hilft er dir zusätzlich bei der Verdauung 😉.

[1] https://gundrymd.com/remove-lectins/

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Exotische Cremesuppe – Soul Food mal anders

Ballaststoffe

Es gibt Phasen, da scheint die Arbeit einen sehr großen Teil des Lebens einzunehmen, dazu kommen dann die Aufgaben im Haushalt und die lieben Kleinen brauchen natürlich auch genügend Aufmerksamkeit. Wenn mein Alltag so aussieht, dann wache ich morgens schon mit einem unguten Gefühl auf, weil ich glaube, dass ich das von mir geforderte Pensum gar nicht schaffen kann.

Der Tag verläuft dann meistens so, dass ich dann doch allen Anforderungen gerecht werde, aber mir doch so vorkomme, als würde ich nur meine Aufgaben abhaken und wie auf Schienen unterwegs sein.

Dann gilt es, auch mal einen Moment für sich zu finden und zur Ruhe zu kommen. Das geht am Besten, wenn ich mich in meine Küche stelle und etwas zubereite, was meinen Alltag entschleunigt und die Reserven wieder auffüllt.

Wenn ich viele Termine habe und unterwegs bin, dann merke ich, dass mein Körper nach Ruhe, aber auch nach Nährstoffen verlangt. Kennt ihr das auch, dass man immer krank wird, nachdem man ein größeres Projekt abgeschlossen hat? Meiner Meinung nach braucht der Körper dann sehr nährstoffreiches Essen, denn Stress geht ja bekanntlich “an die Substanz”.

Um also dem Tief nach der anstrengenden Phase entgegenzuwirken, habe ich mich mal wieder für eine Suppe entschieden – ich liebe Suppe. Nein, ich LIEBE 💗 Suppe: Du wirfst einfach alles, was das Gemüsefach hergibt in einen Topf, lässt es etwas vor sich hin köcheln und hast ein wärmendes und sättigendes Hauptgericht. Suppe geht immer!

An diesem Tag haben mich die Süßkartoffeln im Supermarkt angelacht, sodass ich mich für eine exotische Suppe mit Kokosmilch entschieden habe. Dazu passen hervorragend frischer Ingwer und Kurkuma – die verwende ich auch immer, wenn diverse Erkältungssymptome grassieren. Die Knochenbrühe kann auch problemlos gegen Gemüsebrühe getauscht werden, dann ist die Suppe vegan.

Zutaten:

1 Hokkaido-Kürbis oder 1 große Süßkartoffel)

2 dicke Karotten

2 rote Zwiebeln

1 Stange Lauch

2 Pastinaken

1 Stück Sellerie (etwa 100g)

1 großes Stück Ingwer

1/2 Kurkuma-Knolle

1l Knochenbrühe (vegan: Gemüsebrühe)

600ml Kokosmilch

Salz

Pfeffer

Chili-Pulver

Kokosöl

Koriander (zum Dekorieren)

Zubereitung:

Erhitze einen Esslöffel Kokosöl in einem Topf und dünste die gewürfelten Zwiebeln darin an. Während die Zwiebeln schmoren, bereite ich das restliche Gemüse vor: der Lauch wird in Ringe geschnitten und gewaschen. Kürbis/Süßkartoffel, Karotten, Pastinaken und Sellerie werden in grobe Würfel geschnittenen und beiseite gestellt. Ingwer und Kurkuma werden mit einem Löffel geschält, etwas zerkleinert und zu den bereits glasig werdenden Zwiebeln gegeben.

Nach ein paar Minuten gebe ich dann das restliche Gemüse hinzu und brate auch dieses mit an, bis alles duftet. Dann lösche ich mit der Knochenbrühe ab und koche diese auf. Sobald die Brühe anfängt zu köcheln, reduziere ich die Hitze und lasse alles bei mittlerer Hitze ca. 20 Minuten simmern (die Brühe darf nicht kochen).

Wenn das Gemüse gar ist, nehme ich den Topf vom Herd und gebe die Kokosmilch hinzu. Dann wird alles püriert und mit Salz, Pfeffer und Chili abgeschmeckt. Anschließend koche ich die Suppe nochmals auf und gebe gegebenenfalls noch etwas Wasser hinzu, sodass sie die richtige Konsistenz hat.

Vor dem Servieren gebe ich noch etwas frischen Koriander darüber, das mag aber nicht jeder. Du kannst auch geröstete Pinienkerne oder Brotwürfel nehmen, oder aber einen Klecks Schmand. Ich habe noch zwei Riesengarnelen angebraten.

Verlinkt mir doch einfach eure Lieblingssuppe, dann kann ich meine Rezeptsammlung erweitern 😁.

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Brot mit Sauerteig backen

Brot mit Sauerteig getrieben

Ich habe ja bereits erwähnt, dass Sauerteigbrot bekömmlicher ist. Wenn das Säuern doch so viele Vorteile für uns hat, warum verschwindet diese alte Kunst dann zunehmend aus unseren Bäckereien? Ganz einfach: Zeit ist Geld! Sauerteig braucht Zeit.

Ein Sauerteigbrot braucht mindestens vier Stunden Zeit, wenn es ausschließlich mit Sauerteig getrieben wird. Warum sollte so viel Zeit aufgewendet werden, wenn Kneten, Formen und das Gehen lassen auch in einer Stunde gelingen kann?

Sauerteigbrote sind auch nicht so berechenbar wie ein Hefebrot und erzielt an einem kälteren Tag möglicherweise nicht so ein gutes Backergebnis wie an einem wärmeren, trockneren Tag. Auch spielt es eine Rolle, wann der Sauerteig zuletzt aufgefrischt worden ist, denn wenn er gerade erst frisches Futter bekommen hat, sind die Milchsäurebakterien viel aktiver, als nach einer Woche im Kühlschrank.

Deshalb ist jedes Sauerteigbrot einzigartig: Im Sommer wirst du dein Brot schneller backen können, als im Winter, vorausgesetzt, deine Küche ist dann wärmer 😃.

Aber genau das macht für mich den Reiz am Backen mit Sauerteig aus. Ich muss mich nicht akribisch an einen Zeitplan halten, denn wenn ich mein Brot erst zwei Stunden später backen will, dann stelle ich es zum Gehen in den Keller. Backe ich erst am nächsten Morgen, dann verlangsame ich die Fermentation, indem ich das Brot über Nacht in den Kühlschrank packe und am nächsten Morgen nochmal 1-2 Stunden ins Warme stelle.

Zusätzlich kann ich mehr oder weniger Sauerteig nehmen, denn mehr Sauerteig bedeutet, dass das Brot schneller geht. Ich habe schon alle Variationen ausprobiert:

Bei nur einem Teelöffel Sauerteig dauerte es ca. 20 Stunden, bis das Brot bereit für den Ofen war. Waren aber ca. 20% des Teigs versäuert, konnte ich – bei kuschligen 26 Grad – nach 3,5 Stunden backen.

Ich habe mindestens zehn Bücher über das Backen von Brot und habe verschiedene Techniken ausprobiert. Inzwischen backe ich aber nicht nach Rezept und versuche so wenig Arbeitsschritte wie möglich zu haben, denn meine Uroma hat es genauso gemacht.

Ich backe sehr gerne Brot, wenn ich mir aber alle 20 Minuten den Wecker stellen muss, weil ich den Teig nochmals falten soll, dann ist mir das zu nervig und zeitraubend, schließlich habe ich noch anderes zu tun.

Für mich gibt es 5 Grundregeln, an die ich mich halte und die ich für sinnvoll erachte:

  1. Sauerteig auffrischen
  2. Autolyse: Zunächst werden nur Wasser, Mehl und der Sauerteig verknetet. Die Milchsäurebakterien kommen nicht so gut mit Salz klar, weshalb ich das Salz erst 30-60 Minuten nach dem ersten Kneten hinzufüge.
  3. Mehlsorte beachten: Vollkornmehl fermentiert schneller als Weißmehl, weshalb ich meinen Sauerteig auch schon mal am gleichen Tag auffrische und dann ca. 4 Stunden später damit backe.
  4. Temperatur im Auge behalten: Es macht einen riesigen Unterschied, ob ich 22 °C in meiner Küche habe, oder 26 °C. Wenn die Temperatur zu hoch ist, dann läuft die Fermentation zwar schneller ab, der Geschmack leidet meines Erachtens aber darunter. Gutes Brot braucht eben seine Zeit um einen guten Geschmack zu entwickeln.
  5. Körner einweichen: Insbesondere wer einen angeschlagen Magen/Darm hat, sollte Körner immer einweichen (ca. 8 Stunden). Wenn es mal schnell gehen muss, dann kannst du die Körner auch mit heißem Wasser übergießen, dann sind sie nach einer halben Stunde aufgequollen. Auch hier musst du die Sorte beachten: Während Sonnenblumenkerne etwa ihr Gewicht nochmal in Wasser aufnehmen können, sind es bei Sesam etwa 50% mehr als deren Eigengewicht. Flohsamenschalen nehmen sogar das 20-fache ihres Gewichts auf.

Wie das Ganze dann in der Praxis aussieht, kannst du in meinem Rezeptteil nachlesen. Probiere es einfach aus, dann wirst du feststellen, dass das Backen mit Sauerteig keine riesige Hürde ist, sondern sehr viel Spaß macht. Und wenn du Gärda zu Hause hast, dann gelingt dir der Erstansatz garantiert.

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Fermentierter Knoblauch

Fermentierter Knoblauch ist eines meiner vielseitigsten Fermente. Ich benutze ihn vor allem in Salatdressings, aber auch in Dips oder Pestos.

Um die guten Bakterien zu erhalten, verwende ich ihn ausschließlich in der kalten Küche. Neben den probiotischen Kulturen ist Knoblauch ein präbiotisches Lebensmittel. Damit tust du deiner Gesundheit mit diesem Lebensmittel etwas Gutes 😉.

Fermentierter Knoblauch mit Zitrone und Rosmarin

Knoblauch hat zudem noch antibakterielle und antivirale Eigenschaften[1]. Deshalb solltest du ihn so oft wie möglich in deinen Speiseplan integrieren, zum Beispiel in einem frischen Salat.

Durch die Fermentation ist der Knoblauch lange haltbar, weshalb ich gleich eine große Menge auf einmal einlege. Das letzte Glas hielt sich in etwa ein Jahr, dann war alles aufgebraucht. Von der Qualität her habe ich nach diesem Jahr keine Einbußen feststellen können.

Geschmacklich ist Knoblauch in fermentierter Form milder, ich verwende dann 1-2 Zehen mehr in Dips, das schmeckt toll – wir essen aber auch alle gerne Knoblauch.

Also: Probiere es aus und sag mir, wie er dir schmeckt.

Du benötigst:

1 1,5l Glas

5 Päckchen Knoblauch

20g Salz aufgelöst in 1 Liter Wasser

(Falls du mehr benötigst, dann beachte, dass du eine 2%-ige Salzlösung brauchst, damit der Knoblauch nicht schimmelt.)

Anleitung:

Schäle den Knoblauch und fülle ihn in ein Glas. Bedecke ihn komplett mit der Salzlösung . Jetzt musst du das Glas nur noch luftdicht verschließen.

Ich stelle das Glas in die Küche, bis sich die ersten Bläschen bilden. Danach stelle ich es in den Keller und lasse den Knoblauch noch 4-6 Wochen weiterfermentieren. Dann kommt er in den Kühlschrank. Je länger der Knoblauch fermentiert, desto milder wird der Geschmack.

Falls die Fermentation so heftig ist, dass Salzlösung herausläuft, fülle einfach nochmal welche nach. Dafür zum Beispiel 100ml Wasser mit 2g Salz verrühren und auffüllen.


[1] https://www.smarticular.net/pflanzliche-antibiotika-die-deinem-koerper-sanft-und-effektiv-helfen/

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Herzlich Willkommen

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Auf meiner Seite findest du zahlreiche traditionelle Rezepte, sowohl aus meiner Region, als auch aus anderen Erdteilen. Diese Rezepte sind für mich ein Kulturgut, da sie viele Jahrzehnte, oder sogar Jahrhunderte von Generation zu Generation weitergegeben wurden.

Zusätzlich bieten sie einen gesundheitlichen Aspekt, da es mir mit der Hilfe von fermentierten Lebensmitteln, wie Sauerkraut oder Kefir gelang, die Nahrungsmittelunverträglichkeiten meiner Kinder in den Griff zu bekommen.

In unserer schnelllebigen Zeit macht es also doppelt Sinn, sich auf Traditionen zu berufen.