Veröffentlicht am 1 Kommentar

Frisches Obst ohne Zucker haltbar machen – #1 Saft

Saft ohne Zucker

Ist es nicht herrlich, wenn alles reif wird und es frische Beeren und Früchte gibt? Dann gehört es zu den Lieblingsbeschäftigungen meiner Kinder, durch den Garten zu marschieren und sich an der Ernte zu bedienen. Meistens ist es aber so, dass die Erntezeit recht kurz ist und das Obst schnell schimmelt, deshalb koche ich es ein – natürlich ohne Zucker.

Auf den süßen Zusatz zu verzichten bedeutet, dass ein wichtiges Konservierungsmittel fehlt, denn durch den beigefügten Zucker hält sich Obst viel länger. Auch hier habe ich diverse Erfahrungen gemacht mit leider schnell schimmelnden eingekochten Marmeladen oder Sirups.

Weil Zucker immer noch zu den Nahrungsmitteln gehört, die ich weitestmöglich in unserem Speiseplan meide, habe ich die Hoffnung trotzdem nicht aufgegeben und mal wieder herumgefragt, wie ich Obst ohne Zucker haltbar machen kann. Die häufigste Antwort: gar nicht. Aber als ich dann im letzten Jahr Holundersaft geschenkt bekommen habe, der auch nur Holunder enthielt, wusste ich, dass es klappen kann, denn zwei dieser Gläser fristen ihr Dasein immer noch in meinem Keller.

Bisher habe ich noch keinen Saft aus sehr süßen Früchten eingekocht, ob diese Methode auch hier funktioniert, weiß ich nicht. Vielleicht kennt sich ja einer von euch hier aus und kann mir da auf die Sprünge helfen. Mein Rezept funktioniert auf jeden Fall für Holunder und den von mir eingekochten Johannisbeeren. Viel Spaß beim Ausprobieren.


Zubehör:

sterilisierte Einmachgläser oder Flaschen

Passiertuch oder Küchenhandtuch

Zutaten: 

frische Holunder- oder Johannisbeeren

Anleitung: 

Beeren waschen, verlesen und abtropfen lassen. Bei den Holunderbeeren solltest du die dicken Stiele entfernen, weil der Saft sonst deren Bitterkeit annimmt. Gib’ die Beeren dann – mitsamt den Stielen – in einen großen Kochtopf und stelle ihn auf kleine Stufe.

Lass’ die Beeren abgedeckt Saft ziehen, das hat bei mir ca. 30 Minuten gedauert. Eine Zugabe von Wasser ist nicht nötig, weil der Herd so klein gestellt ist, dass der Saft nicht anbrennt.

Koche nun alles auf und lass’ es für circa 5 Minuten köcheln, sodass alle Beeren ihren Saft  verlieren. Passiere die Flüssigkeit und koche sie anschließend nochmal auf. Fülle den Saft kochend heiß in die sterilisierten Gläser, verschließe sie fest und stelle sie auf den Deckel.

Ich lasse die Gläser mindestens einen Tag stehen, denn es ist wichtig, dass der Inhalt komplett auskühlt, bevor die Gläser an einem kühleren Ort gelagert werden. Wenn du sehr sauber gearbeitet hast, dann hält sich dein Saft mindestens 1 Jahr.

Der Saft schmeckt herrlich erfrischend als Schorle, oder er kann, wenn du ihn länger einkochst, als Sirup über einem Nachtisch verwendet werden. Ich benutze ihn gerne um meinen Kombucha damit zu aromatisieren.

Veröffentlicht am 1 Kommentar

Reisen mit Unverträglichkeit

moewe

Das Urlaubsziel

In der letzten Woche haben wir Urlaub an der Nordsee gemacht. Eine Region, die aufgrund des dort vorhandenen Klimas darauf eingestellt ist, dass Allergiker dort Urlaub machen. Schon in den 1990ern wurde meinen Eltern empfohlen, dort Urlaub zu machen, da das mein akutes Asthma lindern könne.

Ich war sehr skeptisch, denn ich weiß wie schwierig es ist, in einem Restaurant etwas zu bestellen, das ohne VIELE Zusatzstoffe auskommt. Denn der Utopie, dass ein Koch seine Soße einreduziert und dieser nicht mit Soßenbinder, die häufig Laktose enthalten, die gewünschte Konsistenz verschafft, hänge ich schon lange nicht mehr nach.

Die Vorbereitungen

Naja, Vorbereitung ist alles. Also habe ich vor der Buchung angerufen und nur gesagt, dass Söhnchen gesundheitsbedingt auf Weizen verzichten soll. Mit der korrekten Ausweisung komme ich nämlich inzwischen prima zurecht und finde so dann auch immer etwas passendes. Die nette Dame informierte mich, dass sie so oder so ALLES beschildern würden. Damit waren meine Zweifel zerschlagen und es wurde gebucht.

Dass wir All-inclusive hatten bedeutete, dass ich mich relativ schnell zurechtfinden konnte, da Buffets ja doch häufig ähnlich aufgebaut sind und es immer eine Sättigungsbeilage geben sollte, die sehr viele auch vertragen. Zum Frühstück gibt es bei uns meistens Naturjoghurt mit Haferflocken, mittags Kartoffeln und abends Brot. Das sollte doch machbar sein.

Unsere Erfahrungen

Leider wurden meine Erwartungen nicht erfüllt, denn weder gab es ungesüßte Haferflocken, noch eine korrekte Beschilderung. Denn dass Bratwürstchen gar keine Konservierungsstoffe haben, das habe ich noch nicht einmal im Bio-Segment gefunden.

Nun ist es ja so, dass meine Kids eigentlich wieder alles vertragen, was ohne Pülverchen oder ähnliches auskommt. Wäre dem nicht so gewesen, hätte ich den Urlaub kategorisch abgelehnt. So war ich der Meinung, dass wir diese Woche schaffen sollten, ohne Bauchschmerzen und Hautausschläge. Dem war leider auch nicht so.

Mein Fazit

Jemand der keine Unverträglichkeit hat oder hatte, wird mein Fazit als Meckern abstempeln, aber wer in einer vergleichbaren Situation ist, der wird auch feststellen müssen, dass die Sensibilität für dieses Thema noch nicht so weit vorhanden ist, dass ein unbeschwerter Urlaub möglich ist. Dabei wäre es so einfach, dem ganzen zu entgehen, indem einfach gekocht würde, wie noch vor 100 Jahren.

Dass weder Fleisch noch Gemüse ohne die Zugabe von Sahnesoße schmecken würde jeder, der gerne kocht, verneinen. Wenn es mehr Kochkunst und weniger künstliche Zusatzstoffe geben würde, dann gäbe es aller Wahrscheinlichkeit nach auch weniger Unverträglichkeiten.

Hinzu kommt der Einsatz von zu viel Zucker, der ja nachweislich den Darm schädigt und damit Allergien begünstigt. Dass der Naturjoghurt beim Buffet zwei Mal fehlte und es stattdessen Granatapfeljoghurt gab, ist für mich dann sehr bedauerlich, denn die zahlreichen Kinder werden von klein an daran gewöhnt, zu dem gesüßten Produkt zu greifen.

Wer von Haus aus gerne süß ist, dem steht ja die Möglichkeit offen, den Naturjoghurt mit Honig, Marmelade oder Zucker zu süßen, andersherum geht das aber nicht. Denn dass viele Kinder Leidtragende der offensiven Werbemaßnahmen sind, sehe ich tagtäglich an den mitgebrachten Pausensnacks.

Ich versuche weiterhin Bewusstsein zu schaffen, indem ich das Personal zum Beispiel dann freundlich darauf hinweise, dass die Beschilderung unzureichend ist und meinem Söhnchen im nahegelegenen Supermarkt die Dinge kaufe, die er auch zu Hause isst. So viel zu All-inclusive 🤨.

Wer mit Unverträglichkeiten oder Allergien einen unbeschwerten Urlaub genießen will, der muss sich definitiv gut vorbereiten und konkret nachhaken, denn in meinem Fall hat der Anruf im Vorfeld leider nicht ausgereicht.

Wer hat ähnliche Erfahrungen beim Reisen mit Unverträglichkeiten gemacht, oder kennt eine Region, die für Allergiker zu empfehlen ist? Ich bin für alle Tips dankbar 😅.

 

Veröffentlicht am 2 Kommentare

Kultivierte Guacamole

Und hier mal wieder ein Klassiker, den ich mit Fermenten geschmacklich abgewandelt habe. Insbesondere der Kefir macht diesen Dip milder im Geschmack. Der fermentierte Knoblauch hat auch einen Teil seiner Schärfe verloren, sodass die Kinder auch munter zugreifen 😏.

Variationsmöglichkeiten gibt es wie Sand am Meer. Ich schaue immer, was der Vorrat noch hergibt, denn wenn ich keine Limetten habe, dann nehme ich Zitronensaft und wenn keine Tomaten im Haus sind, dann kann ich sie auch nicht verwenden 😅.


Zutaten:

2 reife Avocados

4 Tomaten

Saft von 2 Limetten (alternativ: 1 Zitrone)

2 Schalotten

2 Zehen fermentierter Knoblauch

Kefir

Salz

Pfeffer

 

Zubereitung:

Schneide die Avocados halb und entnehme das Fruchtfleisch mit einer Gabel. Zerdrücke sie und füge den Limettensaft hinzu, sodass sie nicht braun werden.

Schneide nun die Schalotten und den Knoblauch in ganz feine Stücke und würfele die Tomaten. Gib‘ alles zu den Avocados und füge noch Kefir, Salz und Pfeffer hinzu. Verrühre alles und lass‘ den Dip gut gekühlt mindestens eine Stunde durchziehen.

Veröffentlicht am 2 Kommentare

Exotisches Bananenbrot mit Kokos – Heimat trifft Ferne

Exotisches Urkornbrot mit Banane und Kokos

Dieses Rezept wurde mir freundlicherweise zur Verfügung gestellt, denn es wurde von meiner Ältesten entwickelt 😃. Sie isst besonders gerne den exotischem Verwandten unserer heimischen Nüsse. Neben Kokoschips hat sie weitere karibische Zutaten verwendet, die beim Duft dieses Brotes ein Urlaubs-Feeling aufkommen lassen.

Da ich bei Mehlen aber weniger experimentierfreudig bin, war die Grundlage dieses Brotes der Blue Velvet, der seinem Namen alle Ehre macht. B Orte oder auch Hefegebäcke mit Blue Velvet schmecken samtig-weich. Wie bei allen Dinkelsorten gebe ich dem Teig ein Brüh- oder Quellstück hinzu, um eine vorzeitige Austrocknung zu verhindern.

Hier hat Töchterlein mit der enthaltenen Banane eben dieses erreicht, denn das Brot schmeckt nicht süß, es ist aber sehr saftig und hält länger frisch. Belag braucht es dann keinen mehr, denn die vielen Komponenten führen zu einem komplexen Geschmackserlebnis ☺️. Einzig etwas gute Butter darf bei mir auf keinem Brot fehlen.


Vorbereitung am Vortag:

Sauerteig auffrischen

50g Kokoschips mit kochendem Wasser übergießen

 

Zutaten:

600g Blue Velvet (alternativ: Dinkel)

450g Wasser

80g Sauerteig (Einkorn)

1 reife Banane

5 TL Kakaopulver

5g Salz

 

Zubereitung:

 

Gib‘ zunächst das handwarme Wasser in eine Schüssel und füge dann das Mehl und den Sauerteig hinzu. Verknete alles zu einer homogenen Masse. Decke die Schüssel dann ab und lass‘ den Teig für 30 bis 60 Minuten ruhen (Autolyse).

Stürze den Teig dann auf die Arbeitsfläche und Knete diesen gut durch. Füge nun das Salz hinzu und arbeite dieses in den Teig ein. Zerdrücke nun die Banane und vermenge sie mit dem Kakaopulver. Knete diese Masse nun vorsichtig unter den Teig und gib‘ diesen dann in eine Kastenform, oder in ein Gärkörbchen.

Lass‘ den Teigling bei Zimmertemperatur (21-23 Grad) gehen. Bis sich sein Volumen deutlich vergrößert hat. Die Dauer hängt von dem Alter deines Sauerteigs ab. Ich kann nach 3,5 bis 4 Stunden backen, weil meiner schon älter ist.

Wenn sich an der Oberfläche Risse zeigen, kannst du den Backofen mit einem Blech auf 250 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen und eine Schale mit Wasser auf den Boden deines Backofens stellen. Wenn die gewünschte Temperatur erreicht ist, stürze den Teigling auf das heiße Blech, oder schiebe die Kastenform ein.

Nach 20 Minuten wird die Schale mit Wasser entnommen und die Temperatur auf 180 Grad reduziert. Backe das Brot für weitere 40 Minuten und prüfe dann, ob es durchgebacken ist, indem du auf die Unterseite klopfst (Klopfprobe). Wenn es hohl klingt, kannst du es zum Auskühlen auf ein Gitterrost legen.

Frisch aus dem Ofen 😋

Solltest du eine Idee für einen passenden Belag haben, lass‘ es mich wissen 😉.

Veröffentlicht am Schreib einen Kommentar

Aufstrich Spinat-Walnuss

Spinat-Walnuss-Aufstrich

Als bekennender Käse-Liebhaber kommt Wurst bei mir nur sehr selten auf’s Brot. Schon allein wegen der zahlreichen Zusatzstoffe, verzichte ich auf diesen Belag und versuche mich lieber an Alternativen, die etwas Abwechslung bringen.

Dieser Aufstrich entstand in Anlehnung an mein Basilikum-Pesto, jedoch wollte ich bewusst auf regionale Produkte setzen, zumindest ist mir das bei den Hauptbestandteilen gelungen. Sollte mein Olivenbaum aber weiterhin so schön wachsen, dann kann das in 10-15 Jahren sogar etwas mit dem regional erzeugten Olivenöl werden 😂.

Die Walnüsse enthalten bereits genug Fett, um den Aufstrich sehr cremig zu machen, deshalb habe ich nur einen Schuss Olivenöl hinzugegeben. Wenn ihr statt des Aufstrichs lieber ein Pesto daraus machen wollt, dann gebt einfach etwas mehr Öl dazu und streut noch etwas Parmesan ein.

Hier das Rezept für ein großes Glas:


Zutaten:

100g Walnüsse

150g Spinat

40g Olivenöl

2 Zehen fermentierter Knoblauch

Salz


 Zubereitung:

Röste zunächst die Walnüsse in einer Pfanne ohne Fett an, bis sie duften. Stelle sie dann zum Auskühlen beiseite.

Waschen nun den Spinat und trockne ihn in einer Salatschleuder. Gib’ nun den Spinat, das Olivenöl, den Knoblauch und die Walnüsse in ein Mix-Gefäß und püriere alles zu einer cremigen Masse. Schmecke nun mit Salz ab.

Geschmacklich passt der Aufstrich hervorragend zu Roggenbrot. Um das Ganze noch schmackhafter zu machen, kannst du vor dem Servieren noch etwas gehobelten Parmesan darüberstreuen.

Zur Aufbewahrung gibst du den Aufstrich in ein sauberes Glas und schüttest eine dünne Schicht Olivenöl darüber. So konserviert hat er sich bei mir im Kühlschrank zwei Wochen gehalten, dann war er aufgegessen.

Veröffentlicht am Schreib einen Kommentar

Waldmeister-Kombucha

Ich hoffe, ihr habt im Mai fleißig frischen Waldmeister gesammelt und dann getrocknet, denn ich habe für uns das ideale Erfrischungsgetränk für die heißesten Tage des Jahres gefunden. Da ich regelmäßig Kombucha braue, suche ich  immer nach neuen Möglichkeiten, diesen geschmacklich zu verfeinern: Der Waldmeister gibt dem probiotischen Getränk die gewünschte Frische.

Gerade wenn das Thermometer über 30 Grad klettert, macht mir das Wetter besonders zu schaffen, denn ich trinke allgemein zu wenig. Wenn das Treppenlaufen zum Kraftakt wird, dann habe ich schnell Probleme mit dem Kreislauf, oder ich bekomme Kopfschmerzen. Dagegen hilft mir immer eine Kombucha-Schorle, denn neben den probiotischen Kulturen finden sich auch Vitamine in dem Gärgetränk.

Weil ich weitestgehend auf Zucker verzichte, verwende ich Kombucha, der 14-21 Tage vergoren wurde. Damit ist nur noch sehr wenig Zucker enthalten und er schmeckt mir durch die leichte Säure noch besser 😋.

Noch ein Wort zum Vorteil von selbst hergestelltem Kombucha: Der Kombucha, den man im Geschäft kaufen kann, hat meistens keine probiotischen Kulturen mehr, denn er wurde pasteurisiert. Außerdem macht es Spaß, mit immer neuen Geschmäckern zu experimentieren, so erhältst du abhängig von der Teesorte und von den zugesetzten Aromen ein immer neues Getränk.

Viel Spaß beim Ausprobieren:


Zutaten:

1 Liter fertig vergorener Kombucha

3-4 Blättchen Waldmeister.

 

Anleitung:

Fülle zunächst den fertigen Kombucha in einen 1-Liter-Flasche mit Klemmverschluss. Gib‘ dann den Waldmeister hinzu. Verschließe die Flasche und lasse sie bei Raumtemperatur 3-4 Tage stehen. Öffne jeden Tag die Flasche kurz, um möglicherweise entstehende Kohlensäure entweichen zu lassen.

Es ist wirklich nicht nötig, mehr Waldmeister hinzu zu geben, weil der Geschmack durch die Vergärung dann schnell zu intensiv wird. Weil ich selten süße Säfte, sondern eher Kräuter oder Gewürze in meinen Kombucha gebe, entsteht auch oft keine oder nur wenig Kohlensäure. Trotzdem öffne ich jeden Tag die Flasche, denn ab und an hatte sich doch schon Druck aufgebaut und dazu geführt, dass ich einen Kombucha-Springbrunnen in der Küche hatte 😳.

Links der fertig aromatisierte Kombucha, rechts der Ansatz mit Scoby
Veröffentlicht am 8 Kommentare

Leckerer mediterraner Salat mit Feta

Jetzt ist es so weit: Die hochsommerlichen Temperaturen bleiben uns während der ganzen Woche erhalten. Zeit, den mediterranen Lebensstil anzunehmen, denn wer Urlaub hat, der kann sich mittags getrost ein Stündchen hinlegen und dafür abends bei milderen Temperaturen den Hochsommer genießen.

Weil ich nicht zu den Glücklichen zähle, die diese Woche den Sonnenschein zu Hause genießen können, passe ich zumindest die Essgewohnheiten den Südeuropäern an, denn wenn ich zu Mittag ein deftiges Mahl zu mir nehme, falle ich ins Mittagstief und bin für nichts mehr zu gebrauchen. Kennt ihr das auch?

Blog-Event CLIV - Salat satt (Einsendeschluss 15. Juli 2019)
Salate die satt machen – Perfekt bei hochsommerlichen Temperaturen!

Deshalb bleibt in dieser Woche die Küche kalt und es gibt stattdessen verschiedene Salate, nach deren Verzehr ich mich nicht so fühle, als hätte ich einen Stein im Magen. Heute auf dem Speiseplan steht dieser Mediterrane Salat, da man mit einem guten Stück Brot oder Baguette bereits eine vollwertige Mahlzeit hat, denn hungrig bin ich auch nicht leistungsfähig.

Da passt es auch hervorragend, dass die liebe Susanne von magentratzerl.de ein Blogevent veranstaltet, bei dem ich mir für die nächsten Tage noch einige Ideen holen kann, denn neue Salatrezepte sind mir immer willkommen. Gerade weil es hier um Salate geht, die auch wirklich satt machen und nicht nur als Beilage dienen.

Wer einen empfindlichen Magen hat, der sollte den Salat besser am 2. Tag essen, wenn er gut durchgezogen ist, denn Rohkost wird dann häufig nicht gut vertragen. Die fermentierten Zutaten helfen zusätzlich, die Bekömmlichkeit zu erhöhen. Die Zwiebeln und der Knoblauch liefern wertvolle Ballaststoffe. Wer dazu noch eine Scheibe Zwiebelbrot isst, der ist garantiert bis abends satt.

Hier nun mein Rezept:


Zutaten für 4 Personen:

6 Paprikaschoten (rot/gelb/grün)

4 Tomaten

1 Salatgurke

1 Glas schwarze Oliven (alternativ: grün)

2 Zehen (fermentierter) Knoblauch

3 Zwiebeln

1 Stück Feta (ca. 200g)

1 Bund frische Kräuter (Basilikum oder Petersilie)

Olivenöl

Weißweinessig

Salz

Pfeffer

Kefir (alternativ: Joghurt)

Zubereitung:

Schneide den Paprika, die Tomaten und die Salatgurke in Würfel. Schäle die Zwiebeln und schneide sie in Viertel, schneide dann feine Ringe. Hacke den Knoblauch fein und gib alles in eine große Schüssel. Füge nun die Oliven hinzu und brösele den Feta darüber.

Mache nun das Dressing aus Olivenöl, Weißweinessig, den Kräutern, Salz und Pfeffer. Für ein cremiges Dressing ergänzt du noch einen großen Schluck Kefir. Gieße das Dressing über das Gemüse und vermenge alles gut.

Dann stelle ich den Salat für mindestens 2 Stunden in den Kühlschrank, so kann er schön durchziehen und die Zwiebeln verlieren ihre Schärfe. Am Besten schmeckt der Salat am 2. Tag.

Veröffentlicht am 1 Kommentar

Rustikales Zwiebelbrot zu Gegrilltem

Nachdem sich der Sommer bei uns viel Zeit gelassen hat, kommen jetzt so langsam auch die hochsommerlichen Temperaturen zu uns in den Hunsrück.

Wenn dann nächste Woche die Sommerferien anfangen, wird dann wieder häufiger ein schönes Feuer errichtet, um dann bei Gegrilltem und frischen Salaten die wärmste Zeit des Jahres zu genießen.

Statt zum klassischen Baguette zu greifen, backe ich dann lieber Brot, das die üppige Tafel geschmacklich ergänzt 😊. Weil ich auch Fan von allerlei Dips bin, sollte die Beilage auch hierzu passen.

Das ist mir bei dem Brot, dessen Rezept ich heute mit dir teile, ganz gut gelungen. Probier‘ es einfach aus und sag mir, wie du es findest. Meinen Testessern hat es allesamt sehr gut geschmeckt 😇.

Vorbereitung am Vortag:

Sauerteig auffrischen

Zutaten für 2 Brote zu je 750g:

450g Emmer-Vollkornmehl (alternativ:Dinkel)

450g Waldstaudenroggen (alternativ: Roggen)

200g Sauerteig (Roggen oder Einkorn)

550g Wasser

3 rote Zwiebeln

Butterschmalz

16g Salz (oder mehr)

Zubereitung:

Erhitze das Butterschmalz in einer Pfanne auf niedriger Stufe. Schneide nun die Zwiebeln in Ringe und röste sie an, bis sie glasig sind.

Bereite in der Zwischenzeit den Teig zu, indem du das (lauwarme) Wasser in eine Schüssel gibst. Füge den Sauerteig und das Mehl hinzu und verknete alles kräftig.

Decke den Teig ab und lass‘ ihn für etwa 30 Minuten ruhen. In der Zeit sollten deine Zwiebeln einen herrlichen Duft verströmen, sodass du sie zum Auskühlen vom Herd nehmen kannst.

Stürze den Teig nach der Ruhezeit (Autolyse) auf die Arbeitsfläche und füge nun das Salz hinzu. Knete das Salz komplett unter den Teig. Gib’ am Schluss die Zwiebeln hinzu, diese solltest du möglichst vorsichtig in den Teig kneten.

Bemehle nun zwei Gärkörbchen, oder fette zwei Kastenformen ein, forme den Teig in die entsprechende Form und lege ihn zur Reife dort hinein. Dann heißt es warten ☺️. Mein Sauerteig ist schon etwas älter und braucht deshalb bei Raumtemperatur 21-23 Grad) ca. 3,5 Stunden, bis ich den Backofen vorheizen kann.

Wenn der Teigling deutlich aufgegangen ist und die Oberfläche Risse zeigt, dann ist es Zeit für‘s Backen. Heize den Backofen zusammen mit einem Backblech auf 250 Grad vor und stelle ein Schälchen Wasser auf den Boden deines Ofens. Das verdampfende Wasser sorgt dafür, dass der Teig nicht austrocknet.

Die Risse zeigen, dass das Brot gut aufgegangen ist.

Sobald der Backofen heiß ist, stürzt du das Brot aus dem Gärkörbchen auf das Blech, oder stellst die Kastenformen in den Backofen. Wenn du ein klassisches Muster möchtest, schneidest du das Brot ein, ansonsten lässt du es aufplatzen, das verleiht ihm ein rustikaleres Aussehen 😋.

Backe das Brot ca. 20 Minuten an. Dann nimmst du das Schälchen mit dem Wasser mit Ofenhandschuhen heraus und reduzierst die Temperatur auf 180 Grad. Backe das Brot für weitere 40 bis 50 Minuten, sodass die gewünschte Bräune erreicht ist.

Lass’ dein Brot auskühlen und serviere es zu Gegrilltem, oder mit einem leckeren Dip.

Veröffentlicht am Schreib einen Kommentar

Warum werde ich nicht satt?

Vielleicht kennst du das ja: Du bist unterwegs und hast jetzt, JETZT SOFORT Hunger. Also dann, wenn es zu spät ist, sich schnell zu Hause noch etwas zu zaubern. Der erste Weg führt dich möglicherweise zum Schnellrestaurant. Und nachdem du ein großes Menü mit Burger und Pommes gegessen hast, bist du total satt. Eigentlich schon so satt, dass es dir fast schlecht wird.

Das kennst du nicht? Ich schon. Denn gerade während meines Studiums war die Verlockung zu groß: Für eine Person kochen?! Das lohnt sich nicht. Auch wenn wir mit den Kindern unterwegs waren, gab es ab und an Burger oder Pommes. Aber mir, wie auch allen anderen ging es ähnlich: Nach nicht einmal einer Stunde kam der nächste Hunger. Komisch, wenn man sich anschaut, wie viele Kalorien ein solches Menü hat, dann müsste man doch fast bis zum nächsten Morgen satt sein, oder?

Weit gefehlt, denn unserem Körper ist es egal, dass das Menü so viele Kalorien hat, der interessiert sich größtenteils für die enthaltenen Nährstoffe. Und die sind bekanntlich sehr gering in einem solch opulenten Mahl. Also wird nach kurzer Zeit Nachschub angefordert, denn unser Körper braucht Vitamine und Mineralstoffe, um tadellos zu funktionieren.

Dieser Zusammenhang wurde mir erst klar, als ich mich mit der Rolle des Darms für unsere Gesundheit beschäftigte. Denn bei einem Leaky Gut kann es zu einer Mangelernährung kommen[1], wie sie auch durch häufiges Essen von Fast Food auftreten kann. Dass eine nährstoffarme Ernährung die Entstehung von Leaky Gut begünstigt, hatte ich an anderer Stelle bereits erwähnt.  

Vollkornbrot liefert wichtige Ballaststoffe, die lange satt halten.

Ich möchte hier nochmal betonen, dass ich kein Arzt bin. Ich habe mich aufgrund diverser Nahrungsmittelunverträglichkeiten meiner Kinder sehr eingehend mit dem Thema beschäftigt und das Gelesene immer wieder mit unserem Arzt besprochen, um die Probleme (Ausschlag, Bauchschmerzen, …) in den Griff zu bekommen. Wen das Thema interessiert, der muss sich größtenteils mit englischsprachiger Literatur befassen, in Amerika beispielsweise ist die Forschung schon so weit, dass Depressionen mit Probiotika[2] behandelt werden, oder Stuhl transplantiert wird, sodass eine kranke Person die nützlichen Darmbakterien einer gesunden Person bekommt.[3]

Als mir klar wurde, dass meine Kinder die im Essen enthaltenen Nährstoffe gar nicht aufnehmen konnten, weil ihre Darmflora gestört war, begann ich, ihnen natürliche Probiotika (Kefir, Sauerkraut, …) zu geben. Plötzlich schien es, als würden sie gar nicht mehr satt werden. Obwohl sie reichlich – wirklich sehr viel – aßen, klagten sie nach kurzer Zeit über Hunger.

Ich habe darauf geachtet, dass sie viel frisches Gemüse und zu jeder Mahlzeit etwas Probiotisches zu sich nahmen, womit die Verdauung unterstützt wurde. Nach und nach wurden sie auch wieder satt. Gleichzeitig merkte ich eine Veränderung in ihrem Hautbild, denn meine sonst so blassen Kinder bekamen rote Bäckchen. Mein persönliches Fazit war, dass ihr Körper nun wieder in der Lage war, Nährstoffe aufzunehmen, was sich auch an ihrer Verdauung bemerkbar machte.

„Eat the rainbow“ – Bunt und vielfältig essen

Ich selbst habe in den letzten Wochen eine ähnliche Erfahrung gemacht, denn ich hatte s t ä n d i g Hunger. Natürlich auf Schokolade 😉. Jede Woche höre ich den Podcast von Donna Schwenk, die sich auch sehr eingehend mit dem Mikrobiom beschäftigt. Und sie sagte in einer Folge, dass die Lust auf Schokolade auf einen Magnesiummangel hindeuten kann. Dieser kann zum Beispiel durch zu viel Stress entstehen.[4]

Ich hatte zu der Zeit sehr viel zu tun und fühlte mich auch wie unter Strom. Mein ständiges Hungergefühl habe ich dann mit magnesiumreichen Nahrungsmitteln in Schach gehalten (Heidelbeeren mit Kefir zum Frühstück, Walnüsse, Spinat, …) und habe gemerkt, dass es mir sehr gut getan hat. Mein Körper hat also nach diesem Mineralstoff verlangt, bis er ihn bekommen hat 😃.

Dass magnesiumreiche Nahrungsmittel auch helfen können, den Blutdruck zu senken, diese Erfahrung hat meine Mama für sich gemacht, nachdem sie anfing, Kefir zu trinken und ballaststoffreicher zu essen. Das heißt, unser Körper verlangt nach dem, was er braucht. Und zwar so lange, bis er es bekommt 😊.


Kennst du das auch? Schreib‘ mir doch deine Erfahrung!

[1] https://www.functionalmedicineuniversity.com/public/829.cfm

[2] https://www.psychiatryadvisor.com/home/depression-advisor/the-way-to-the-head-may-be-through-the-gut-probiotics-for-depression/

[3] https://www.hopkinsmedicine.org/gastroenterology_hepatology/clinical_services/advanced_endoscopy/fecal_transplantation.html

[4] https://www.culturedfoodlife.com/the-mineral-that-saved-my-life/

Veröffentlicht am Schreib einen Kommentar

Schnittlauchsalat mit Ei

Schnittlauchsalat

Es ist schon etwas her, dass ich ein Rezept aus der Sammlung meiner Oma gepostet habe, deshalb möchte ich das hiermit tun. Denn als ich gestern durch unseren Garten ging, fiel mir der herrliche Schnittlauch auf, der bei den zwar noch nicht sehr sommerlichen, doch aber wärmeren Temperaturen überall spross. Deshalb gab es heute einen frischen Schnittlauchsalat mit Ei.

Schnittlauch frisch aus dem Garten

Frischer Schnittlauch ist doch etwas scharf für die empfindlichen Gemüter, deshalb ist es wichtig, dass der fertige Salat mindestens eine Stunde vor dem Servieren durchzieht, das mildert sowohl die Schärfe des heimischen Krauts, als auch die der Zwiebel.

Da das Blogevent der lieben Zorra von Kochtopf noch diese Woche läuft, möchte ich diesen Salat einer breiteren Masse bekannt machen, denn die verwendeten Zutaten stammen überwiegend aus unserem Dorf. Selbst das verwendete Rapsöl wird in unserem kleinen Örtchen hergestellt. Damit fällt diese Beilage in die Kategorie ,,regionale und saisonale Küche“.

Unsere Hühner liefen die frischen Eier

Hier also das Rezept:


Zutaten für 2 Personen:

2 Handvoll Schnittlauch

3 Eier

2 kleine (rote) Zwiebeln

Rapsöl

Apfelessig (ich habe meinen Schnittlauchblüten-Apfelessig verwendet)

Sahne (Alternativ: Kefir)

Salz

Pfeffer

Zubereitung:

Die Zwiebeln werden fein gewürfelt und in eine Schüssel gegeben. Dann den Schnittlauch so fein wie möglich hacken. (Wie du siehst, gelingt mir das nicht so wirklich 😇.)Die Eier hart kochen (ca. 10 Minuten) und abkühlen lassen.

In der Zwischenzeit bereitest du das Dressing zu. Dazu nimmst du einen kräftigen Schluck Sahne, das Rapsöl und den Essig und gießt alles in ein kleines Schälchen. Würze mit Salz und Pfeffer und gib das fertige Dressing über den Schnittlauch und die Zwiebeln.

Die Eier sollten nun abgekühlt sein, sodass du diese schälen und würfeln kannst. Füge sie den restlichen Zutaten hinzu und verrühre alles. Jetzt kannst du den Salat für mindestens eine Stunde kalt stellen, damit er durchziehen kann. Dazu passen Pellkartoffeln oder eine gute Scheibe Sauerteigbrot.