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Rote-Bete-Salat mit Apfel und Walnüssen

Rote-Bete-Salat

Im Moment zeigt sich der Herbst von seiner schönsten Seite: Der goldene Oktober bringt Sonne und noch spätsommerliche Temperaturen. Trotzdem war es Zeit für ein herbstliches Gericht: Rote-Bete-Salat mit Apfel und Walnüssen.

Hier trifft der Begriff “Superfood” meiner Meinung nach zu, denn alle Zutaten sind gerade frisch erhältlich und jede für sich mit unterschiedlichen Vitaminen und Mineralstoffen vollgepackt, dass nicht nur das Auge sich an diesem Essen erfreut.

Ich mag es ja, wenn Essen so eine schöne, kräftige Farbe hat, dann macht es auch den Kindern doppelt Spaß, davon zu essen. Gerade meine Mittlere, als Rote-Bete-Kritikerin, ist nicht so leicht zu überzeugen. Und dann noch Walnüsse drin?! Da muss der erdige Geschmack der Roten Rübe etwas abgemildert werden.

Hier kamen die Äpfel ins Spiel, die dem Salat eine leichte Süße geben. So kamen alle drei Kids zu dem Fazit: Der Rote-Bete-Salat war nicht lecker, er war SEHR LECKER!

Hier also das Rezept:

Zutaten für 4 Personen:

500g Rote Bete (etwa 4 große Rüben)

2 kleine Äpfel

50g Walnüsse

1 Zwiebel

Walnussöl (Alternativ: Olivenöl)

Apfelessig

Salz

Pfeffer

Zubereitung:

Schäle die Rote Bete und entkerne die Äpfel. Raspele alles mit einer Küchenmaschine oder einer Reibe. Hacke die Walnüsse grob und schneide die Zwiebel in feine Würfel. Gib’ alles in eine Schüssel und bereite nun das Dressing, indem du einen kräftigen Schluck Walnussöl mit dem Apfelessig, etwas Salz und Pfeffer verrührst. Übergieße damit den Salat und vermenge alles.

Lass’ den Salat gut durchziehen, am zweiten Tag schmeckt er sogar noch besser. Dazu passt ein Roggenvollkornbrot perfekt.

Rote Bete trifft Walnuss

Wenn du Rote Bete magst, dann ist jetzt der perfekte Zeitpunkt, ein Rote-Bete-Kvass anzusetzen 🥰.

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Kompott selber machen – Obst ohne Zucker haltbar machen #2

Apfelkompott

Häufig finden sich Rezepte zum Konservieren von Obst nur in Verbindung mit großen Mengen an Zucker. Weil Zucker nachweislich den Darm schädigt, sollten wir dessen Konsum so weit als nur möglich einschränken. Deshalb hier mein Rezept, wie du Kompott selber machen kannst – ganz ohne Zugabe von Zucker.

Ich hatte bereits einen Betrag veröffentlicht, wie du Obst als Saft ohne Zucker einkochen kannst. Heute zeige ich dir, wie du Kompott kochst, ohne Zucker als Konservierungsmittel einzusetzen.

Wichtig ist, dass alle verwendeten Utensilien sehr sauber sind, das heißt, dass du die Gläser am besten vor dem Befüllen auskochst, oder für 20 Minuten bei 100 Grad in den Backofen stellst.

Weil Volker von volkermampft und zorra vom Kochtopf gerade auf der Suche nach Apfelrezepten sind, gibt es heute natürlich Apfelkompott. Das Rezept funktioniert aber auch prima mit Birnen.

Das Kompott ist eine hervorragende Grundlage für allerlei herzhafte und süße Speisen. Es selber zu machen ist so einfach und du kannst es in deinen Apfel-Rotkohl machen, wenn es keine frischen Äpfel gibt. Eine andere Möglichkeit ist, einen Hefeteig damit zu füllen. Selbstgemachtes Kompott ist einfach selber zu machen und vielseitig einsetzbar. Es lohnt sich also, im Herbst fleißig einzukochen.

So solltest du vorgehen:


Vorbereitung:

6 Gläser (250ml auskochen)

1kg Äpfel schälen und entkernen

1 Zitrone auspressen

Zubereitung:

Schneide die Äpfel in Grobe Stücke und gib sie zusammen mit dem Zitronensaft und etwas Wasser in einen Topf. Der Zitronensaft verhindert, dass das Apfelkompott später braun wird.

Bringe alles zum Kochen und reduziere dann die Temperatur, sodass die Äpfel nur noch simmern. Dünste die Äpfel für etwa 20 bis 25 Minuten, bis sie weich sind.

Gib‘ nach Belieben noch Zimt hinzu und püriere alles glatt. Drehe die Temperatur nochmal hoch, sodass das Kompott richtig kocht – Vorsicht, Spritzgefahr!

Fülle das Kompott noch heiß in die Gläser und verschließe diese sofort fest. Stelle die Gläser auf den Deckel und lasse sie in der Küche langsam auskühlen. Erst dann solltest du sie in den kalten Keller bringen, wo sich das Kompott mindestens 6 Monate hält.

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Schales – Hunsrücker Kartoffelgericht

Schales

Nach der Kartoffelernte freuen sich meine Kinder immer auf ein typisches Hunsrücker Gericht: Schales. Dieses deftige Bauerngericht wird traditionell mit frisch gekochtem Apfelmus gereicht. Es ist mal wieder ein unkompliziertes Gericht, das unaufwändig in der Herstellung ist. Einzig die Garzeit ist mit ca. 90 Minuten eher lang, sodass ich Schales eher am Wochenende zubereite, wenn mehr Zeit ist.

Meine Großeltern hatten noch Viehwirtschaft, sodass viele ihrer Gerichte mit Speckwürfeln verfeinert wurden. Wer diese nicht mag, kann sie durch in Scheiben geschnittene Rindswürstchen ersetzen, oder sie ganz weg lassen. Der enthaltene Lauch gibt zusätzlichen Geschmack, liefert aber auch wichtige Ballaststoffe, die lange satt halten und unser Mikrobiom positiv beeinflussen.

Hier das Rezept für 4 Personen:


Zutaten:

1.5 vorwiegend festkochende Kartoffeln

1 Stange Lauch

200g Speckwürfel / in Scheiben geschnittene Rindswürstchen

2 Eier

Salz

Pfeffer

Muskatnuss

Butterschmalz

Zubereitung:

Reibe die Kartoffeln in feine Fäden und lasse die austretende Brühe in einem Sieb abtropfen. Drücke die Kartoffelfäden etwas aus, sodass sie nicht mehr ganz so viel Flüssigkeit enthalten, aber auch nicht komplett trocken sind. Gib’ diese dann in eine Schüssel und vermenge sie mit dem in feine Ringe geschnittenen Lauch, den Eiern, den Speckwürfeln und den Gewürzen.

Erhitze das Butterschmalz in einer Pfanne und gib’ dann die Masse hinein. Drücke alles fest, sodass eine Art Kuchen entsteht. Schales wird auch als “Dibbekuche” (Topfkuchen) bezeichnet.

Verschließe die Pfanne mit einem Deckel und lass’ den Schales etwa 45 Minuten auf mittlerer Hitze anbacken. Ich kontrolliere immer mal wieder, ob ich noch etwas Schmalz hinzufügen muss. Drehe den Schales nach 45 Minuten um. Das klappt am Besten, wenn du ihn auf einen Deckel oder ein Brettchen stürzt und ihn dann wieder in die Pfanne gleiten lässt. Aber Vorsicht: Wenn noch Fett in der Pfanne ist, besteht Verbrennungsgefahr.

Verschließe die Pfanne nach dem Drehen nicht mehr, sodass dein Schales auf beiden Seiten knusprig ist. Lass’ ihn für weitere 45 Minuten backen, bis er durchgebacken ist und eine schöne Bräunung hat. Serviere ihn mit selbst gekochtem Apfelkompott.

Schales mit Apfelkompott – eines unserer Lieblingsgerichte

Gibt es ein Gericht aus deiner Region, das du empfehlen kannst?

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Apfel-Rotkohl – Rezept aus dem Hunsrück

Apfel-Rotkohl

Blog-Event CLVII - Äpfel (Einsendeschluss 15. Oktober 2019)

Ballaststoffe

Ich liebe diese Blogevents, die Raum zur Gestaltung lassen, denn Äpfel sind häufig Hauptdarsteller in süßen Kuchen und Desserts. Da Volker von volkermampft aber ausdrücklich auch um herzhafte Zubereitungsarten bittet, bekommt er für sein erstes Blogevent auf Zorras Kochtopf mein Lieblingsgemüse serviert: Apfel-Rotkohl.

Dieses Gemüse gibt es bei uns im Herbst und Winter sehr häufig. Sowohl der Rotkohl, als auch der Apfel sind lange lagerungsfähig und damit das ideale Wintergemüse. Besonders an Festtagen wird es gerne zu dem klassischen Weihnachtsbraten gereicht.

Und das Tolle: Apfel-Rotkohl entfaltet seinen Geschmack besonders in aufgewärmtem Zustand, wodurch er sich auch super vorbereiten lässt. Ich bereite dann oft eine große Menge zu und friere dann mehrere Dosen ein.

Ich habe dieses Gemüse oft mit Lorbeerblättern, Nelken, Zimt und anderen Gewürzen zubereitet, wodurch es natürlich einen weihnachtlichen Geschmack bekommen hat. Diese Gewürze waren aber vor 100 Jahren eher nicht verfügbar, weshalb ich meine Oma fragte, wie ihre Mutter den Apfel-Rotkohl zubereitet hat.

Sie sagte dann: “Um Rotkohl zu kochen, braucht man nur sieben Zutaten.” Das klang sehr minimalistisch. Ich hatte öfters schon das Problem, die typische Süße an mein Gemüse zu bekommen, oder es schmeckte einfach fad – trotz zahlreicher Gewürze.

Naja, also hieß es ausprobieren. Da es keine aufgeschriebenen Rezepte gibt, musste ich also mit dieses sieben Zutaten das ideale Mischungsverhältnis finden. Und ich war mit meinem Ergebnis sehr zufrieden. Wieder mal ein einfaches Rezept, ohne viel Schnickschnack, das Allen schmeckt 😃.

Zutaten:

1 Rotkohl

3 Zwiebeln

2 Äpfel oder 1/2 Glas Apfelkompott

Butterschmalz (als vegane Alternative: Kokosfett)

Apfelessig

Salz

Zucker

Anleitung:

Raspele den Rotkohl 2mm dick. Erhitze dann Butterschmalz in einem Topf und dünste die gewürfelten Zwiebeln an, bis sie glasig sind. Füge den Rotkohl und die geschälten und entkernten Äpfel, zusammen mit ca. 400ml Wasser hinzu und ergänze einen kräftigen Schluck Apfelessig, etwas Salz und einen gestrichenen Esslöffel Zucker. Lass’ alles köcheln, bis das Gemüse weich ist.

Ich packe alles in den Schnellkochtopf und koche den Rotkohl auf. Dann wird er, sobald sich der Druck aufgebaut hat, etwa 8 Minuten bei mittlerer Hitze gedünstet. Solltest du Apfelkompott verwenden, so kannst du dieses am Ende, vor dem Servieren, hinzufügen.

Um dem Gemüse einen besseren Geschmack zu verleihen, wurde vor dem Servieren manchmal auch ein Stück gute Butter hinzugefügt. Eine weitere Alternative war, statt Wasser Rinderbrühe zu nehmen, wenn diese zur Verfügung stand.

Ich bin gespannt, welche Variante dir am besten schmeckt – lass’ es mich wissen 😊.

Einfach und einfach lecker: Apfel-Rotkohl
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Zucchinisuppe mit veganer Alternative

Zucchinisuppe

Bei diesen hochsommerlichen Temperaturen wachsen die Zucchini in unserem Garten fast so schnell, dass man ihnen dabei zusehen kann. Also gibt es gefüllte Zucchini, Zucchini-Gemüse und auch Zucchinisuppe.

Letztere ist mir als Suppenliebhaber die bevorzugte Variante, gerade weil eine Suppe sehr schnell gekocht ist und mit dem hohen Gemüseanteil eine ballaststoffreiche Mahlzeit ist. Gleichzeitig ist sie eine Wohltat für unseren Verdauungsapparat, denn dieser hat bei Suppen viel weniger zu leisten, als bei jedem anderen Gericht.

Das einzig schwierige ist es, einen guten Geschmack in diese Suppe zu bekommen, denn Zucchini haben mit ihrem hohen Wasseranteil nur einen geringen Eigengeschmack. So können Gerichte mit Zucchini schnell fade schmecken und die kritische Familie wenig erfreuen 🤨.

Deshalb kombiniere ich dieses Sommergemüse gerne mit anderen Gemüsesorten, um einen kräftigeren Geschmack zu erhalten. Für dieses Rezept fiel die Wahl auf die üblichen Verdächtigen: Karotten, Pastinaken, Sellerie und Lauch. Dazu habe ich dann noch etwas Ingwer und Kurkuma genommen.

Meine Kinder essen nicht gerne scharf, aber die leichte Schärfe, die die Suppe dann in pürierter Form hatte, fanden alle drei gut. Dazu gab es noch einen Klecks Schmand und geröstete Brotwürfel und die ganze Familie war glücklich 😏.

Hier das Rezept:


Zutaten für 4 Personen:

2 große Zucchini

3 Karotten

1 Pastinake

1 Stange Lauch

1 Stück Sellerie

1 Stück Ingwer (ca. 2cm)

1 Stück Kurkuma (ca. 1 cm)

Butterschmalz (Kokosöl)

Gemüsebrühe

Salz

Pfeffer

Zubereitung:

Erhitze etwa einen Esslöffel Butterschmalz (Kokosöl) in einem Topf und dünste das grob zerkleinerte Gemüse darin an, bis es duftet. Füge dann einen Esslöffel Gemüsebrühe hinzu und lösche alles mit ca. 2 Liter Wasser ab. Das Gemüse sollte komplett bedeckt sein.

Koche das Wasser auf und würze die Suppe mit Salz und Pfeffer. Reduziere dann die Hitze, sodass die Suppe nur noch köchelt. Lass’ diese nun für ca. 20 Minuten köcheln und püriere sie dann ganz fein, sodass keine Stückchen mehr drin sind. Wenn dir die Suppe zu dick ist, füge noch etwas Wasser hinzu und würze nach, falls das nötig ist.

Serviere die Zucchinisuppe mit einem Klecks Schmand oder röste Brotwürfel an und streue sie darüber.

Hast du auch leckere Rezepte für Zucchini?

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Eingelegte Salzgurken – Mein Hausmittel bei Magenbeschwerden

Eingelegte Salzgurken

Nachdem ich jetzt seit zwei Jahren begeistert fermentierte, will ich heute mit euch mein Rezept für eingelegte Salzgurken teilen. Zwar war mein letzter Post auch ein Ferment, weil der Garten aber gerade haufenweise Gurken hervorbringt, ist das einlegen die Methode der Wahl 😃.

Eingelegte Salzgurken sind nicht nur lecker, sie werden bei mir wie Medizin eingesetzt, wenn es im Bauch mal wieder zwickt. Neulich habe ich beispielsweise nach einem Tag im Freizeitpark noch das Wurstbrot gegessen, weil es mir zu schade zum wegwerfen war. Ich sehe schon, wie ihr reihenweise die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, aber hinterher ist man nun mal immer schlauer.

Es kam, wie es kommen musste: am nächsten Tag hatte ich Bauchkrämpfe und Erbrechen – selbst schuld. Das wäre nicht ganz so dramatisch gewesen, wenn es nicht der Geburtstag meines Sohnes gewesen wäre und sich 15 Leute zum Abendessen angemeldet hätten.

Ein Wundermittel musste her: ein Espresso-Tässchen voll Milchkefir und eines mit Gurkenbrühe hinterher (Tolle Kombi 🤣). Aber seit wann muss Medizin auch noch schmecken?! Hauptsache sie wirkt. Und das hat sie. 30 Minuten Ruhe auf der Couch und ich war wie neu.

Die Wissenschaft hinter diesem Experiment habe ich schon vielfach im Selbstversuch erforscht: gute Bakterien machen schlechte Bakterien platt. Weil Milchkefir mehr als 50 dieser guten Bakterienstämme hat, findet er sich in so vielen meiner Rezepte und ist bei Magen-Darm Beschwerden die erste Maßnahme, die ich ergreife.

Fermentiertes Gemüse beinhaltet einen sehr starken Bakterienstamm namens Lactobacillus plantarum, der findet sich also zum Beispiel auch in Sauerkraut. Diese Bakterien findest du aber nur in unpasteurisierten Produkten, die es in manchen Bioläden gibt, aber sehr teuer sind. Wenn du deine Probiotika kostengünstig selbst machen willst, dann versuch’ doch mal dieses Rezept:


Zutaten:

Einlegegurken

Dill

Wasser

Salz

Kirschblätter oder Weinblätter

Zubereitung:

Wasche die Gurken und schneide das Ende ab, denn sonst könnten die fermentierten Gurken zu bitter werden. Lege den Dill auf den Boden deines Einmachglases und fülle die Gurken darüber.

Rühre nun eine 4%ige Salzlake an (40g Salz pro Liter) und gib’ diese über die Gurken, bis alle mit Lake bedeckt sind. Lege nun die Kirsch- oder Weinblätter obendrauf und beschwere dein Ferment mit einem Teller einem Glasgewicht, o.ä., sodass nichts mehr an der Oberfläche ist und alles sich unter der Salzlake befindet. Das ist wichtig denn sonst könnten deine Salzgurken anfangen zu schimmeln.

Verschließe die Öffnung mit einem Küchentuch, das du mit einem Einmachgummi befestigst. Lasse deine Salzgurken nun ca. 1 Woche bei Raumtemperatur fermentieren, dann kannst du die erste Kostprobe entnehmen und schauen, ob du mit dem Geschmack zufrieden bist. Ansonsten verstaust du alles wieder unter der Lake und lässt die Gurken noch etwas länger stehen.

Wenn du mit dem Ergebnis zufrieden bist, verschließe das Glas und stelle es in den Kühlschrank. So halten sich die Gurken noch mindestens 6 Wochen.

Noch ein Wort zu eingelegten Salzgurken: Gurken werden schneller weich als andere Fermente, deshalb ist es wichtig, hier mehr Salz zu nehmen (2% sind üblich) und Kirsch- oder Weinblätter hinzuzufügen. Durch die darin enthaltenen Tannine bleiben die Gurken länger knackig. Ich schaue trotzdem, dass ich sie nicht zu lange lagere und verwende sie zum Beispiel auch gerne im Kartoffelsalat.

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Lila Sommerkraut – Sauerkraut #3

Sauerkraut mit Heidelbeeren

Heute teile ich mit euch mein Rezept für lila Sommerkraut. Denn es ist wie so oft: wenn etwas im Garten reif ist, dann in solchen Mengen, dass nicht alles direkt gegessen werden kann. Deshalb ist das Herstellen von Sauerkraut #3 die ideale Möglichkeit, um den frischen Kohl haltbar zu machen.

Auch wenn ich (inzwischen) gerne Sauerkraut esse, macht es mir doch viel Spaß, immer mal wieder einen neuen Geschmack auszuprobieren. Mein Rezept mit frischen Äpfeln ist eines meiner Favoriten, allerdings brauchen die Äpfel noch ein bisschen Sonne, bis sie reif sind. Deshalb werde ich dieses Sauerkraut erst im Herbst ansetzen.

Die herrliche lila Farbe erhält mein Sommerkraut durch frische Heidelbeeren, die dem fertigen Ferment auch eine gewisse Süße geben. Sollte dir das klassische Sauerkraut also zu sauer sein, dann kannst du dieses Rezept ausprobieren.

Mir persönlich war das Ganze dann am Anfang schon zu süß, deshalb habe ich das Glas einfach noch länger bei Raumtemperatur im Keller stehen lassen. Nach etwa 6 Wochen hatten die Heidelbeeren ihre Süße dann aber verloren, sodass ich das lila Kraut dann auch im Erbseneintopf essen konnte, ohne dass die Süße noch herausgestochen hätte.

Nimm einfach ab und an eine kleine Kostprobe, dann kannst du selber entscheiden, wann dir dein Sommerkraut am besten schmeckt. Dann packst du es in den Kühlschrank und kannst dich den ganzen Winter über der schönen Farbe und des tollen Geschmacks erfreuen ☺️.

Das brauchst du:

Zutaten:

1 Weißkohl/Spitzkohl

200g Heidelbeeren

Salz

Vorbereitung:

Den Weißkohl/Spitzkohl raspeln. Auf ein Kilo Kohl nehme ich circa 20 g Salz und streue dieses darüber. Dann vermenge ich alles gut und lasse es erst einmal 30 Minuten stehen.

Der Kohl wird durch das Salz weicher und lässt sich dann gut durchkneten: Knete den Kohl, bis eine Lake entsteht, die den Kohl ganz bedeckt.

Anleitung:

Nimm‘ ein sterilisiertes Glas und fülle das Kraut, vermischt mit den Heidelbeeren, hinein. Gieße dann die Lake darüber, so dass das komplette Kraut mit Lake bedeckt ist. Wenn der Kohl nicht mehr ganz so frisch ist, dann kann es sein, dass sich nicht genug Lake bildet und du mit Wasser auffüllen musst. Verwende auch hier eine 2%ige Lake.

Jetzt musst du das Kraut beschweren, so dass nichts mehr an der Oberfläche schwimmt. Das ist sehr wichtig, denn sonst könnte alles schimmeln.

Wenn du das Kraut sorgfältig unter der Salzlake verstaut hast, kannst du die Öffnung des Glases mit einem Geschirrtuch abdecken und mit einem Einmachgummi fixieren. So kommen auch keine Verunreinigungen an dein Sauerkraut und es kann atmen.

Solltest du vorhaben, regelmäßig Sauerkraut zu machen, lohnt bestimmt auch die Anschaffung eines Gärtopfes. So einen hatte schon meine Ur-Oma und und darin konnten auch größere Mengen Kraut für den ganzen Winter haltbar gemacht werden.

Gerade in den ersten Tagen würde ich schauen, ob durch das Entstehende CO2 kein Faden an die Oberfläche getrieben wird, den musst du dann nämlich entfernen und alles wieder fein säuberlich verpacken. Denn nur wenn das ganze Gemüse in der Salzlake ist, kannst du sicher gehen, dass kein Schimmel entsteht.

Nach der ersten Woche wird es dann ruhiger, so dass ich nicht mehr täglich kontrolliere. Dann würde ich auch die erste Kostprobe entnehmen. Wenn du mit dem Geschmack zufrieden bist, dann fülle das Sauerkraut in saubere Gläser und stelle es in den Kühlschrank. Ist es dir noch zu hart, lass‘ es noch weiter fermentieren, dann wird es auch noch saurer.

Gekühlt hält sich dein lila Sommerkraut mindestens 9 Monate.

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Frisches Obst ohne Zucker haltbar machen – #1 Saft

Saft ohne Zucker

Ist es nicht herrlich, wenn alles reif wird und es frische Beeren und Früchte gibt? Dann gehört es zu den Lieblingsbeschäftigungen meiner Kinder, durch den Garten zu marschieren und sich an der Ernte zu bedienen. Meistens ist es aber so, dass die Erntezeit recht kurz ist und das Obst schnell schimmelt, deshalb koche ich es ein – natürlich ohne Zucker.

Auf den süßen Zusatz zu verzichten bedeutet, dass ein wichtiges Konservierungsmittel fehlt, denn durch den beigefügten Zucker hält sich Obst viel länger. Auch hier habe ich diverse Erfahrungen gemacht mit leider schnell schimmelnden eingekochten Marmeladen oder Sirups.

Weil Zucker immer noch zu den Nahrungsmitteln gehört, die ich weitestmöglich in unserem Speiseplan meide, habe ich die Hoffnung trotzdem nicht aufgegeben und mal wieder herumgefragt, wie ich Obst ohne Zucker haltbar machen kann. Die häufigste Antwort: gar nicht. Aber als ich dann im letzten Jahr Holundersaft geschenkt bekommen habe, der auch nur Holunder enthielt, wusste ich, dass es klappen kann, denn zwei dieser Gläser fristen ihr Dasein immer noch in meinem Keller.

Bisher habe ich noch keinen Saft aus sehr süßen Früchten eingekocht, ob diese Methode auch hier funktioniert, weiß ich nicht. Vielleicht kennt sich ja einer von euch hier aus und kann mir da auf die Sprünge helfen. Mein Rezept funktioniert auf jeden Fall für Holunder und den von mir eingekochten Johannisbeeren. Viel Spaß beim Ausprobieren.


Zubehör:

sterilisierte Einmachgläser oder Flaschen

Passiertuch oder Küchenhandtuch

Zutaten: 

frische Holunder- oder Johannisbeeren

Anleitung: 

Beeren waschen, verlesen und abtropfen lassen. Bei den Holunderbeeren solltest du die dicken Stiele entfernen, weil der Saft sonst deren Bitterkeit annimmt. Gib’ die Beeren dann – mitsamt den Stielen – in einen großen Kochtopf und stelle ihn auf kleine Stufe.

Lass’ die Beeren abgedeckt Saft ziehen, das hat bei mir ca. 30 Minuten gedauert. Eine Zugabe von Wasser ist nicht nötig, weil der Herd so klein gestellt ist, dass der Saft nicht anbrennt.

Koche nun alles auf und lass’ es für circa 5 Minuten köcheln, sodass alle Beeren ihren Saft  verlieren. Passiere die Flüssigkeit und koche sie anschließend nochmal auf. Fülle den Saft kochend heiß in die sterilisierten Gläser, verschließe sie fest und stelle sie auf den Deckel.

Ich lasse die Gläser mindestens einen Tag stehen, denn es ist wichtig, dass der Inhalt komplett auskühlt, bevor die Gläser an einem kühleren Ort gelagert werden. Wenn du sehr sauber gearbeitet hast, dann hält sich dein Saft mindestens 1 Jahr.

Der Saft schmeckt herrlich erfrischend als Schorle, oder er kann, wenn du ihn länger einkochst, als Sirup über einem Nachtisch verwendet werden. Ich benutze ihn gerne um meinen Kombucha damit zu aromatisieren.

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Aufstrich Spinat-Walnuss

Spinat-Walnuss-Aufstrich

Als bekennender Käse-Liebhaber kommt Wurst bei mir nur sehr selten auf’s Brot. Schon allein wegen der zahlreichen Zusatzstoffe, verzichte ich auf diesen Belag und versuche mich lieber an Alternativen, die etwas Abwechslung bringen.

Dieser Aufstrich entstand in Anlehnung an mein Basilikum-Pesto, jedoch wollte ich bewusst auf regionale Produkte setzen, zumindest ist mir das bei den Hauptbestandteilen gelungen. Sollte mein Olivenbaum aber weiterhin so schön wachsen, dann kann das in 10-15 Jahren sogar etwas mit dem regional erzeugten Olivenöl werden 😂.

Die Walnüsse enthalten bereits genug Fett, um den Aufstrich sehr cremig zu machen, deshalb habe ich nur einen Schuss Olivenöl hinzugegeben. Wenn ihr statt des Aufstrichs lieber ein Pesto daraus machen wollt, dann gebt einfach etwas mehr Öl dazu und streut noch etwas Parmesan ein.

Hier das Rezept für ein großes Glas:


Zutaten:

100g Walnüsse

150g Spinat

40g Olivenöl

2 Zehen fermentierter Knoblauch

Salz


 Zubereitung:

Röste zunächst die Walnüsse in einer Pfanne ohne Fett an, bis sie duften. Stelle sie dann zum Auskühlen beiseite.

Waschen nun den Spinat und trockne ihn in einer Salatschleuder. Gib’ nun den Spinat, das Olivenöl, den Knoblauch und die Walnüsse in ein Mix-Gefäß und püriere alles zu einer cremigen Masse. Schmecke nun mit Salz ab.

Geschmacklich passt der Aufstrich hervorragend zu Roggenbrot. Um das Ganze noch schmackhafter zu machen, kannst du vor dem Servieren noch etwas gehobelten Parmesan darüberstreuen.

Zur Aufbewahrung gibst du den Aufstrich in ein sauberes Glas und schüttest eine dünne Schicht Olivenöl darüber. So konserviert hat er sich bei mir im Kühlschrank zwei Wochen gehalten, dann war er aufgegessen.

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Schnittlauchsalat mit Ei

Schnittlauchsalat

Es ist schon etwas her, dass ich ein Rezept aus der Sammlung meiner Oma gepostet habe, deshalb möchte ich das hiermit tun. Denn als ich gestern durch unseren Garten ging, fiel mir der herrliche Schnittlauch auf, der bei den zwar noch nicht sehr sommerlichen, doch aber wärmeren Temperaturen überall spross. Deshalb gab es heute einen frischen Schnittlauchsalat mit Ei.

Schnittlauch frisch aus dem Garten

Frischer Schnittlauch ist doch etwas scharf für die empfindlichen Gemüter, deshalb ist es wichtig, dass der fertige Salat mindestens eine Stunde vor dem Servieren durchzieht, das mildert sowohl die Schärfe des heimischen Krauts, als auch die der Zwiebel.

Da das Blogevent der lieben Zorra von Kochtopf noch diese Woche läuft, möchte ich diesen Salat einer breiteren Masse bekannt machen, denn die verwendeten Zutaten stammen überwiegend aus unserem Dorf. Selbst das verwendete Rapsöl wird in unserem kleinen Örtchen hergestellt. Damit fällt diese Beilage in die Kategorie ,,regionale und saisonale Küche“.

Unsere Hühner liefen die frischen Eier

Hier also das Rezept:


Zutaten für 2 Personen:

2 Handvoll Schnittlauch

3 Eier

2 kleine (rote) Zwiebeln

Rapsöl

Apfelessig (ich habe meinen Schnittlauchblüten-Apfelessig verwendet)

Sahne (Alternativ: Kefir)

Salz

Pfeffer

Zubereitung:

Die Zwiebeln werden fein gewürfelt und in eine Schüssel gegeben. Dann den Schnittlauch so fein wie möglich hacken. (Wie du siehst, gelingt mir das nicht so wirklich 😇.)Die Eier hart kochen (ca. 10 Minuten) und abkühlen lassen.

In der Zwischenzeit bereitest du das Dressing zu. Dazu nimmst du einen kräftigen Schluck Sahne, das Rapsöl und den Essig und gießt alles in ein kleines Schälchen. Würze mit Salz und Pfeffer und gib das fertige Dressing über den Schnittlauch und die Zwiebeln.

Die Eier sollten nun abgekühlt sein, sodass du diese schälen und würfeln kannst. Füge sie den restlichen Zutaten hinzu und verrühre alles. Jetzt kannst du den Salat für mindestens eine Stunde kalt stellen, damit er durchziehen kann. Dazu passen Pellkartoffeln oder eine gute Scheibe Sauerteigbrot.