Dreifach kultivierter Kartoffelsalat

Heute teile ich mit euch ein weiteres Rezept für Kartoffelsalat. Ich finde, Kartoffelsalat passt zu vielen Gerichten, sei es zu gebratenem Fisch, oder als Beilage zu Gegrilltem. Er lässt sich toll vorbereiten und schmeckt meistens am zweiten Tag noch besser, weil er dann komplett durchgezogen ist.

Vom gesundheitlichen Aspekt her liefert der Kartoffelsalat mir viele probiotische Bakterien (Kefir, saure Gurken und Apfelessig) und resistente Stärke (in abgekühlten Kartoffeln), die meine fleißigen Helfer im Darm füttert. Zusätzlich liefern die Zwiebeln wertvolle Ballaststoffe. Auch deshalb steht der Kartoffelsalat bei uns regelmäßig auf dem Tisch.

Meine Kinder essen sehr gerne Kartoffeln, egal in welcher Form. Und deshalb ist es toll, wenn ich den Salat abends zubereiten kann und ihn mittags, wenn ich von der Arbeit komme, nur noch aus dem Kühlschrank nehmen muss. Die Kids sind nämlich sehr ungeduldig, wenn es um ihr Mittagessen geht, 30 Minuten Wartezeit erweisen sich dann schon fast als Qual 😏.

So Mancher wird sich wundern, wenn er auf die Zutatenliste schaut: Zwiebeln, Radieschen?! So etwas essen Kinder doch nicht… Durch die Ziehzeit über Nacht sind diese nicht mehr scharf und werden sogar von Denen gegessen, die die Schärfe in den rohen Zutaten nicht mögen.

Eine kleine Randbemerkung, falls du über den Begriff „kultiviert“ stolperst: Im Englischen bedeutet „to culture“ „fermentieren“, weshalb ich es ein schönes Wortspiel finde. „Gut“ ist übrigens der Darm, denn den will ich ja auf jeden Fall bei guter Laune halten 😉. Ein „Kulturgut“ im doppelten Sinne!

Kartoffelsalat mit Kefir-Dressing

Zutaten für 4 Personen:

1,5 kg festkochende Kartoffeln

4 hartgekochte Eier

8 fermentierte Salzgurken (alternativ: aus dem Glas)

1 Bund Radieschen

3 rote Zwiebeln

1 Bund Dill

Senf

Salz

Pfeffer

Apfelessig (alternativ: Kombucha-Essig)

Olivenöl

Kefir (alternativ: Joghurt oder Buttermilch)

Zubereitung:

Koche die Kartoffeln in ausreichend Salzwasser, bis sie gar sind. Das dauert bei mir ca. 25 bis 30 Minuten und ich steche dann mit einem Messer durch, damit ich weiß, dass sie weich sind.

Koche die Eier für etwa 10 Minuten, sodass sie hart werden. Schrecke sie dann mit kaltem Wasser ab und lass‘ sie auskühlen, bis die Kartoffeln fertig sind.

In der Zwischenzeit kannst du das Dressing vorbereiten: Schneide Zwiebeln und Gurken in feine Würfel und die Radieschen in dünne Scheiben. Füge nun einen ordentlichen Schluck Kefir und einen kräftigen Schluck Apfelessig hinzu. Gib etwas Olivenöl, zwei Teelöffel Senf (ich nehme mittelscharfen) das Salz, den Pfeffer und den fein gehackten Dill hinzu und verrühre alles miteinander.

Schäle die noch warmen Kartoffeln mit einem Löffel und schneide sie in nicht so dicke Scheiben. Es ist nicht schlimm, wenn sie beim Umrühren etwas zerbrechen, aber der Salat zieht besser durch, wenn die Scheiben nicht so dick und die Kartoffeln noch warm sind. Gib‘ die Kartoffelscheiben zum Dressing und füge am Schluss die geschälten und gewürfelten Eier hinzu. Verrühre nun alles vorsichtig.

Lasse den Salat mindestens zwei Stunden ziehen, besser über Nacht. Falls du zu wenig Dressing hattest, gib‘ nochmal einen Schluck Kefir, oder wenn dir der Salat nicht sauer genug ist, einen Schluck Apfelessig hinzu.

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