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Lila Sommerkraut – Sauerkraut #3

Sauerkraut mit Heidelbeeren

Heute teile ich mit euch mein Rezept für lila Sommerkraut. Denn es ist wie so oft: wenn etwas im Garten reif ist, dann in solchen Mengen, dass nicht alles direkt gegessen werden kann. Deshalb ist das Herstellen von Sauerkraut #3 die ideale Möglichkeit, um den frischen Kohl haltbar zu machen.

Auch wenn ich (inzwischen) gerne Sauerkraut esse, macht es mir doch viel Spaß, immer mal wieder einen neuen Geschmack auszuprobieren. Mein Rezept mit frischen Äpfeln ist eines meiner Favoriten, allerdings brauchen die Äpfel noch ein bisschen Sonne, bis sie reif sind. Deshalb werde ich dieses Sauerkraut erst im Herbst ansetzen.

Die herrliche lila Farbe erhält mein Sommerkraut durch frische Heidelbeeren, die dem fertigen Ferment auch eine gewisse Süße geben. Sollte dir das klassische Sauerkraut also zu sauer sein, dann kannst du dieses Rezept ausprobieren.

Mir persönlich war das Ganze dann am Anfang schon zu süß, deshalb habe ich das Glas einfach noch länger bei Raumtemperatur im Keller stehen lassen. Nach etwa 6 Wochen hatten die Heidelbeeren ihre Süße dann aber verloren, sodass ich das lila Kraut dann auch im Erbseneintopf essen konnte, ohne dass die Süße noch herausgestochen hätte.

Nimm einfach ab und an eine kleine Kostprobe, dann kannst du selber entscheiden, wann dir dein Sommerkraut am besten schmeckt. Dann packst du es in den Kühlschrank und kannst dich den ganzen Winter über der schönen Farbe und des tollen Geschmacks erfreuen ☺️.

Das brauchst du:

Zutaten:

1 Weißkohl/Spitzkohl

200g Heidelbeeren

Salz

Vorbereitung:

Den Weißkohl/Spitzkohl raspeln. Auf ein Kilo Kohl nehme ich circa 20 g Salz und streue dieses darüber. Dann vermenge ich alles gut und lasse es erst einmal 30 Minuten stehen.

Der Kohl wird durch das Salz weicher und lässt sich dann gut durchkneten: Knete den Kohl, bis eine Lake entsteht, die den Kohl ganz bedeckt.

Anleitung:

Nimm‘ ein sterilisiertes Glas und fülle das Kraut, vermischt mit den Heidelbeeren, hinein. Gieße dann die Lake darüber, so dass das komplette Kraut mit Lake bedeckt ist. Wenn der Kohl nicht mehr ganz so frisch ist, dann kann es sein, dass sich nicht genug Lake bildet und du mit Wasser auffüllen musst. Verwende auch hier eine 2%ige Lake.

Jetzt musst du das Kraut beschweren, so dass nichts mehr an der Oberfläche schwimmt. Das ist sehr wichtig, denn sonst könnte alles schimmeln.

Wenn du das Kraut sorgfältig unter der Salzlake verstaut hast, kannst du die Öffnung des Glases mit einem Geschirrtuch abdecken und mit einem Einmachgummi fixieren. So kommen auch keine Verunreinigungen an dein Sauerkraut und es kann atmen.

Solltest du vorhaben, regelmäßig Sauerkraut zu machen, lohnt bestimmt auch die Anschaffung eines Gärtopfes. So einen hatte schon meine Ur-Oma und und darin konnten auch größere Mengen Kraut für den ganzen Winter haltbar gemacht werden.

Gerade in den ersten Tagen würde ich schauen, ob durch das Entstehende CO2 kein Faden an die Oberfläche getrieben wird, den musst du dann nämlich entfernen und alles wieder fein säuberlich verpacken. Denn nur wenn das ganze Gemüse in der Salzlake ist, kannst du sicher gehen, dass kein Schimmel entsteht.

Nach der ersten Woche wird es dann ruhiger, so dass ich nicht mehr täglich kontrolliere. Dann würde ich auch die erste Kostprobe entnehmen. Wenn du mit dem Geschmack zufrieden bist, dann fülle das Sauerkraut in saubere Gläser und stelle es in den Kühlschrank. Ist es dir noch zu hart, lass‘ es noch weiter fermentieren, dann wird es auch noch saurer.

Gekühlt hält sich dein lila Sommerkraut mindestens 9 Monate.