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Leckere Burger Buns aus Dinkelmehl

Nach unzähligen Fehlversuchen kann ich heute endlich stolz ein Rezept für Burger Buns aus Dinkelmehl präsentieren. Oftmals ist es nämlich so, dass wir uns etwas einpacken, weil der schnelle Stopp beim Schnell-Imbiss einfach nicht möglich ist. Ich persönlich habe nämlich keine Lust, danach ein über Bauchschmerzen klagendes Kind zu haben.

Mich persönlich stört es nicht mehr, dass ich alles, was Kinder nun mal gerne so essen, jetzt versuche so zubereiten, dass es auch alle vertragen. Und ja, dabei bin ich auch schon oft an meine Grenzen gestoßen, was für alle Beteiligten dann frustrierend ist: die investierte Zeit sollte sich im besten Fall ja auch gelohnt haben.

Schwieriger wird es, wenn andere Kinder zu Besuch sind, für die Vollkornbrot auf der roten Liste der verbotenen Lebensmittel steht, die zuckersüße Nusscreme allerdings nicht. Bei uns ist das nun Mal genau andersherum. Ich backe dann immer schon ein sehr mildes Brot, wie zum Beispiel das Einkornbrot. Das hat bisher immer ganz gut funktioniert. Und weil besagte Nusscreme dann auch nicht im Haus ist, findet sich dann auch hier immer eine Alternative.

Zum Geburtstag gibt’s dann immer klassische Lieblingsgerichte wie Pizza, Spaghetti Bolognese oder Burger. Auch hier ist Vorbereitung alles, denn Dinkelteige sind im allgemeinen etwas weicher und deshalb ist mir der ein oder andere Bun schon zerlaufen. Jetzt hat es dann also endlich geklappt. Der nächste Kindergeburtstag kann kommen!

Wie so oft habe ich hier einen Starter verwendet, den ich mit meinem Hefewasser angesetzt habe. Es dürfte aber genauso gut klappen, wenn du den Starter durch Hefe und lauwarmes Wasser ersetzt.

Hier jetzt das Rezept:


Am Vortag (Starter):

80g Dinkelmehl 630

80g Hefewasser

Beide Zutaten vermischen und bei Zimmertemperatur stehen lassen.

Zutaten für 5 große Buns:

500g Dinkelmehl 630

120g aktiver Starter (es müssen Bläschen sichtbar sein)

120g lauwarmes Wasser

1 großes Ei

75g weiche Butter

8g Salz

1 Ei zum Bestreichen

Sesam

Zubereitung:

Verknete alle Zutaten, außer dem Salz, zu einem homogenen Teig. Lass den Teig für 30-60 Minuten ruhen (Autolyse) und füge dann das Salz hinzu. Knete es sorgfältig unter.

Wiege dann je 180g Teig ab und forme daraus je einen großen Bun.

Lass sie ruhen, bis sich ihr Volumen verdoppelt hat. Bestreiche sie vor dem Backen mit einem verquirlten Ei und bestreue sie mit Sesam. Schiebe sie dann bei 180°C Ober-/Unterhitze in den vorgeheizten Backofen und backe sie – je nach gewünschter Bräunung – für 25-30 Minuten. Ich hatte während der gesamten Backzeit eine Schale mit Wasser im Backofen stehen, sodass die Buns nicht trocken werden.

Viel Spaß beim Nachbacken!

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Hunsrücker Wasserspatzen mit Speck-Sahne-Soße

Nach ewigen Zeiten – es sind schon etwas mehr als drei! Monate – komme ich mal wieder dazu, hier einen Blogbeitrag zu veröffentlichen. All meine guten Vorsätze für 2020 waren dank Corona erst einmal dahin. Es herrschte Ausnahmesituation in allen Bereichen, denn plötzlich waren wir zu fünft zu Hause und sollten trotzdem so gut als möglich arbeiten. Von Entschleunigung war da keine Rede.

Auch die schrittweise Lockerung führte bei mir eher zu Terminstress, als dass zumindest eine Art Routine einkehren konnte. Aber es scheint nicht nur mir so zu gehen, dass die jetzigen Umstände kräftezehrend sind. Vielleicht hätte ich zählen sollen, wie oft mir gegenüber in den letzten Wochen die Lust auf Süßes geäußert wurde. Jeder braucht im Moment Nervennahrung, gerade weil noch ungewiss ist, wie lange die jetzigen Umstände noch andauern.

Ich muss zugeben, dass ich trotz besserem Wissen auch öfters dem Drang nach Zucker nachgegeben habe. Bereut habe ich es relativ schnell, weil ich es einfach nicht vertrage – meine Haut sagt mir das dann sehr deutlich… Als ich dann heute noch gelesen habe, dass sich ein positiver Essenstrend gerade wieder umkehrt und vermehrt zu verarbeiteten Lebensmitteln gegriffen wird, dachte ich mir, dass das an sich ja gar nicht ungewöhnlich ist: In Zeiten der Krise braucht man Halt und Dinge, die einem vertraut sind.

Deshalb habe ich heute beschlossen, eines meiner Comfort-Foods zu kochen. Ohne Vollkorn, nicht fettarm, nicht paleo, vegetarisch, oder vegan – einfach ein Gericht, das mich an meine Kindheit erinnert und das immer lecker war: Wasserspatzen mit Speck-Sahne-Soße. Ernährungstechnisch der Vollkornvariante unterlegen, aber egal.

Hier das Rezept:


Zutaten für die Wasserspatzen:

900g Dinkelmehl 630

6 Eier

400-450g Mineralwasser (abhängig von der Größe der Eier)

Salz

Zutaten für die Speck-Sahne-Soße:

400ml Sahne

100g Bacon

3 Zwiebeln

Zubereitung:

Bereite die Wasserspatzen idealerweise am Morgen zu, indem du alle Zutaten mit einem Handrührgerät zu einem homogenen Teig verknetest. So kann das Mehl noch verquellen und die Wasserspatzen werden luftiger.

Bring am Mittag 3 Liter Wasser zum Kochen. Füg etwas Salz hinzu und reduziere dann die Temperatur etwas, sodass das Wasser nicht mehr kocht. Gib 10-12 Spatzen mit zwei Teelöffeln ins heiße Wasser. Sie sinken zunächst zu Boden, steigen dann aber an die Wasseroberfläche. Wenn sie oben schwimmen, warte noch etwas, sodass sie wirklich durch sind. Nimm sie mit einem Schöpflöffel aus dem Wasser und gib die nächste Portion ins Wasser.

Während du die Wasserspatzen kochst, kannst du die gehackten Zwiebeln und den kleingeschnittenen Bacon in einer Pfanne anbraten. Lösch mit der Sahne ab, sobald die Zwiebeln glasig sind und der Bacon knusprig ist. Koch die Soße auf mittlerer Hitze, bis sie schön cremig ist. Salz ist nicht nötig, weil der Bacon ausreichend Salz enthält.

Serviere die Wasserspatzen mit der Speck-Sahne-Soße und frisch gehacktem Schnittlauch. Alternativ gibt es bei uns eingekochtes Obst dazu.

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Blue-Velvet-Vollkornbrot mit Kochstück

Heute musste ich überrascht feststellen, dass es schon zwei! Monate her ist, seit ich mein letztes Brotrezept veröffentlich habe. Deshalb wird es höchste Zeit, dass ich euch dieses Rezept für ein Blue-Velvet-Vollkornbrot präsentiere.

Wie ich in meinem letzten Post schon gesagt habe: Das Backen mit Urgetreide hat so seine kleinen Hürden. Aber wie bei seinen modernen Verwandten auch, hat man mit ein bisschen Tüffteln schnell den Dreh raus.

Blue-Velvet ist eine Urform des Dinkels und teilt deshalb auch seine Eigenschaften: Bei zu langem Kneten wird der Teig sehr weich und kann kaum noch verarbeitet werden. Außerdem werden Brote mit Dinkel etwas schneller trocken, als solche, die mit Weizen gebacken werden.

Trotzdem backe ich sehr gerne mit Dinkel. Nicht nur, weil wir ihn viel besser vertragen, sondern auch wegen seines tollen, leicht nussigen Geschmacks. Ich knete Urkornteige generell von Hand, um sie nicht zu überkneten. Zusätzlich habe ich diesem Blue-Velvet-Vollkornbrot ein Kochstück hinzugefügt, damit es länger saftig bleibt.

Hier nun mein Rezept:

Vorbereitung am Vortag:

Urkorn-Sauerteig auffrischen

Zutaten:

100g Blue-Velvet-Vollkornmehl

400g Blue-Velvet-Körner

190g Urkorn-Sauerteig

Wasser

Salz

Zubereitung:

1. Kochstück

Gib’ die Blue-Velvet-Körner zusammen mit 400ml Wasser in einen kleinen Topf und koche sie mit 12g Wasser auf. Lass’ die Körner etwa 30 Minuten köcheln und stelle sie zum Abkühlen zur Seite.

2. Teigling

Gib’ 630g handwarmes Wasser in eine große Schüssel und füge das Blue-Velvet-Vollkornmehl, sowie den aktiven Sauerteig hinzu. Verknete alles, bis ein homogener Teig entstanden ist. Lass’ den Teigling für etwa 30-60 Minuten ruhen (Autolyse).

Schütte das überschüssige Wasser ab und gib’ dann die Körner zu deinem Teigling. Ergänze etwa 8g Salz und knete dann alles nochmal kräftig durch, bis alle Zutaten gleichmäßig verteilt sind.

Gib’ den Teigling nun in ein gut mit Roggenmehl bemehltes Gärkörbchen und lass’ ihn bei Raumtemperatur (21-23 °C) ruhen, bis sich das Volumen deutlich vergrößert hat. Teiglinge aus Vollkornmehl sind schwerer und verdoppeln ihr Volumen deshalb nicht wie Teige aus Weißmehl.

Heize deinen Backofen mit einem Blech auf 240°C vor. Stürze den Teigling dann auf das heiße Blech und backe ihn bei Ober-/Unterhitze 20 Minuten unter Dampf an. Lass’ den Dampf dann entweichen und reduziere die Temperatur auf 180°C. Backe dein Brot für weitere 40-45 Minuten, bis es die von dir gewünschte Bräune erreicht hat.

Nimm’ dein Brot aus dem Ofen und klopfe auf die Unterseite (Klopfprobe). Wenn es hohl klingt, ist es durchgebacken.

Fertig ist dein Blue-Velvet-Vollkornbrot 😊.

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Grüner Detox-Smoothie zum Aschermittwoch

Mit dem Aschermittwoch beginnt nach den tollen Tagen die Fastenzeit. Für mich ist das der ideale Zeitpunkt um meinem Körper eine Verschnaufpause zu gönnen und die Reserven nach dem Winter wieder aufzufüllen. Das klappt am besten mit einem grünen Smoothie, der mit viel frischem Gemüse und gesunden Gewürzen den Stoffwechsel in Gang bringt und die Entgiftung unterstützt.

1. Schritt: Auf Zucker verzichten

Als Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Fastenkur ist für mich der Verzicht auf Zucker. Dass der übermäßige Verzehr von Zucker unserem Körper schadet, ist erwiesen, fördert er doch durch Übergewicht Zivilisationskrankheiten wie Diabetes-Typ-2. Zusätzlich schadet er unserem Darm und damit einem unserer wichtigsten Entgiftungsorgane.

Auch Früchte enthalten oft viel Zucker, deshalb solltest du auch hier zu weniger süßen Früchten greifen. Bananen ergeben in Smoothies zwar einen tollen Geschmack, sie sind aber regelrechte Zuckerbomben, weshalb ich stattdessen einen kleinen Apfel, oder eine Hand voll Beeren nehme.

2. Schritt: Das Verdauungssystem mit Smoothies entlasten

Dass ein üppiges Mahl Schwerstarbeit für unseren Verdauungsapparat ist, wird mir immer wieder nach Feiertagen bewusst, an denen ich mich dann auch oft erschöpft fühle, ohne etwas gearbeitet zu haben. Ein grüner Smoothie ist hier das genaue Gegenteil für mich, denn alle Zutaten sind schon zerkleinert und damit leicht verdaulich.

Zusätzlich haben grüne Smoothies den Vorteil, dass sie eine hohe Nährstoffdichte haben. Durch die Verwendung unterschiedlicher grüner Gemüsesorten, bekommt unser Körper eine Menge Vitamine und Mineralstoffe.

3. Schritt: Entzündungshemmende Gewürze verwenden

Neben frischem Gemüse und einer Handvoll gefrorener Beeren verwende ich gerne Ingwer und Kurkuma für meine Smoothies. Beides sind tolle Gewürze, um deinem Smoothie einen exotischen Geschmack zu verleihen und gleichzeitig dein Immunsystem zu stärken. Weil Kurkuma mit Piperin (enthalten in Pfeffer) und Fett vom Körper besser aufgenommen werden soll, ergänze ich diese beiden Zutaten auch häufig.

Hier nun mein erster grüner Detox-Smoothie:


Für etwa 1,2 Liter benötigst du:

1 Salatgurke

2 Chicorée

1/2 Granny Smith

5 Radieschen

2 Stangen Sellerie

1/2 Bund Grün vom Radieschen

1 Stück Kurkuma

1 Stück Ingwer

1 großer TL Kokosöl

1 Prise Pfeffer

100ml Kombucha

150ml Kefir

Zubereitung:

Zerkleinere den Apfel, das Gemüse und die Gewürze grob und gib’ alles in einen Mixer. Mixe die Zutaten, bis alles fein püriert ist. Trinke deinen grünen Detox-Smoothie über den Vormittag verteilt.

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Wintersalat mit dreierlei Kürbis und Feta

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Kürbis ist eines meiner persönlichen Superfoods. Ich finde, dass der Begriff inzwischen schon so übertrieben verwendet wird, dass man sich so langsam Gedanken machen muss, was ein Superfood ausmacht. Für mich steht fest, dass es neben vielen Nährstoffen auch ein Lebensmittel sein soll, das regional angebaut wird und auch noch gerade Saison hat.

Deshalb habe ich für das aktuelle Blogevent von katha von katha-kocht und zorra vom Kochtopf einen Wintersalat mit Kürbis gezaubert, der sowohl Soulfood, als auch gesund ist. Ich habe ihn lauwarm serviert, denn gerade in der kalten Jahreszeit esse ich eigentlich lieber Gemüse, denn das wärmt dann noch von innen.

Neben dem Kürbis als gebackenes Gemüse habe ich noch angeröstete Kürbiskerne und Kürbiskernöl verwendet. Zusammen mit dem Feta ist dieser Salat zwar kein kalorienarmes Gericht, es ist aber perfekt um die durch Krankheit und Schlafmangel leeren Nährstoffreserven wieder aufzufüllen. Aber welche Mama kennt das nicht.

So nun aber zu meinem warmen Kürbissalat:


Zutaten:

1 Hokkaido-Kürbis

2 rote Zwiebeln

1 Stück Feta (200g)

2 Handvoll geröstete Kürbiskerne

Olivenöl

Kürbiskernöl

Apfelessig

Salz

Pfeffer

Zubereitung:

Halbiere den Kürbis und entferne Kerne und Fasern mit einem Löffel. Schneide ihn dann in Würfel und lege ihn auf ein Backblech. Beträufele den Kürbis mit Olivenöl und würze mit Salz und Pfeffer. Schiebe ihn dann in den Backofen und stelle ihn auf 180°C Ober-/Unterhitze. Ich habe den Backofen nicht vorgeheizt, so hat es ca. 25 Minuten gedauert, bis der Kürbis gar war.

In der Zwischenzeit kannst du die Kürbiskerne ohne Fett in einer Pfanne anrösten, bis sie duften. Die Zwiebeln werden halbiert und in ganz feine Ringe geschnitten. Dann werden sie mit dem Apfelessig und dem Kürbiskernöl in eine Schüssel gegeben.

Wenn der Kürbis fertig ist, lasse ihn noch in bisschen auf dem Blech auskühlen. Gib’ ihn dann zu den Zwiebeln und zerbrösele den Feta darüber. Verrühre alles und würze gegebenenfalls noch etwas nach.

Streue vor dem Servieren die Kürbiskerne über den Salat. Fertig ist dein Wintersalat mit dreierlei Kürbis und Feta.

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Hühnerfrikassee – einfach und lecker

huehnerfrikassee

Heute habe ich mal wieder ein schnelles und leckeres Familiengericht für dich: Hühnerfrikassee. Es ist einfach in der Zubereitung und selbst die Kinder, die um Spargel normalerweise einen großen Bogen machen, fanden es lecker.

Reis einweichen

Ich habe den Reis mal wieder am Vortag eingeweicht, denn mit Naturreis verhält es sich ähnlich wie mit Hülsenfrüchten: Er steck voll von Anti-Nährstoffen, die durch die Fermentation abgebaut werden. So wird der Reis bekömmlicher und die darin enthaltenen Nährstoffe für uns Menschen verfügbar. Als Starter gebe ich meistens einen Schluck Apfelessig dazu.

Der Selbstversuch

Falls du immer noch skeptisch bist, ob das Einweichen überhaupt einen Vorteil bringt, dann lass’ einfach mal drei Tage Erbsen bei Zimmertemperatur im Wasser stehen . Keine Sorge, es bildet sich kein Schimmel, denn die Erbsen sind so schwer, dass sie komplett unter Wasser bleiben.

Wenn du sie dann abspülst und in frischem Wasser kochst, bleiben die üblichen Nebenwirkungen nach dem Verzehr von Hülsenfrüchten aus. Gerade mein Sohn, der am empfindlichen auf Schwerverdauliches reagiert, klagt jetzt nicht mehr über Bauchschmerzen nach Erbseneintopf und Co. Ich glaube nämlich auch nur, was ich selbst versucht habe 😉.

Hier jetzt aber mein Rezept für Hühnerfrikassee:


Zutaten für 6-8 Personen

750g Pute (bevorzugt Bio)

1 Schachtel Erbsen

1 Glas Spargel

300g Champignons

3 Zwiebeln

200ml Sahne

Hühnerbrühe ca. 500g

evtl. 1 EL Dinkelmehl 630

1 EL Butterschmalz

2 Tassen Naturreis

Salz

Pfeffer

Zubereitung

Lege die Pute in gesalzenes Wasser und koche sie auf. Verschließ’ den Topf mit einem Deckel und lass’ die Pute – je nach Größe – etwa 20 Minuten köcheln. Ich schneide sie immer an um zu schauen, ob sie durch ist.

In der Zwischenzeit kannst du das Gemüse vorbereiten (Zwiebeln fein hacken, Champignons putzen und in Scheiben schneiden, Spargel stückeln). Wenn die Pute gar ist, lass’ sie etwas abkühlen während du den abgespülten Reis in frischem Wasser nach Anleitung kochst.

Schwitze nun die Zwiebeln im Butterschmalz an und lösche sie mit der Hühnerbrühe und der Sahne ab. Füge das restliche Gemüse hinzu und koche alles kurz auf. Das Gemüse sollte nicht zu weich werden.

Sollte die Soße noch nicht die richtige Konsistenz haben, dann binde sie mit etwas Dinkelmehl.

Serviere das Hühnerfrikassee zusammen mit dem Reis. Perfekt für kalte Tage 😍.

Hühnerfrikassee mit Naturreis

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Uji – das kenianische Porridge (glutenfrei)

uji_kenianischesporridge

Dass Porridge der ideale Start in den Tag für mich ist, hatte ich bereits erwähnt. Egal ob als Overnight Oats, oder als gekochter Haferschleim – dieses Frühstück hält lange satt, weil es viele Ballaststoffe enthält. Zusätzlich ist es durch die Zugabe von Früchten und Nüssen sehr vielseitig. Weil Volker von volkermampft im Rahmen seiner kulinarischen Weltreise zurzeit einen Stopp in Kenia macht, habe ich mit Uji das kenianische Pendant ausprobiert.

Weil ich noch nie in Kenia war, wollte ich ein Gericht finden, das einfach ist, denn ob der Geschmack authentisch ist, kann ich ja nicht wirklich beurteilen. So stieß ich – auf der Suche nach traditionell fermentierten Lebensmitteln – auf Uji. Bekanntlich macht die Fermentation Getreide und Hülsenfrüchte wesentlich bekömmlicher, so wird auch bei Uji das verwendete Pseudogetreide (Mais, Hirse, Reis, …) vor dem Verzehr fermentiert.

Ich habe verschiedene Varianten gefunden, bei denen einige Uji wie ein Porridge einfach aufgekocht und dann gegessen haben. Weil das schwer verdauliche Getreide aber in vielen Kulturen traditionell eingeweicht wurde, habe ich mich für diese Variante entschieden. Die Fermentation stellt ja eine Art Vorverdauung dar, sodass gerade Menschen mit empfindlichem Magen/Darm diesen Schritt nicht auslassen sollten.

Hier nun mein Rezept für 1 Portion:


Zutaten:

3 EL Maismehl

2 EL Amaranth

2 Tassen Wasser

Früchte nach Wahl

Nüsse / Mandeln nach Wahl

Gewürze wie Zimt, Ingwer, Kardamom

Vorbereitung:

Weiche das Pseudogetreide für mindestens zwei Tage ein. Wenn du regelmäßig Uji essen willst, dann nimmst du immer vor dem Kochen einen Teelöffel des fertig fermentierten Pseudogetreides ab und rührst damit deine nächste Portion an. Mit diesem Starter sind Mais und Amaranth schon nach einem Tag fermentiert.

Gib‘ das Gemisch aus Amaranth, Maismehl und Wasser in einen kleinen Topf und erhitze es. Wenn es kocht, kannst du die Hitze reduzieren, bis dein Uji nur noch simmert. Es soll eine zähflüssige Konsistenz haben.

Nimm dein Uji nun vom Herd und warte einige Minuten, es dickt noch nach. In der Zeit kannst du deine Früchte nach Wahl vorbereiten und die Nüsse oder Mandeln etwas klein hacken. Ich habe einen Apfel in Stücke geschnitten und mit Zimt und etwas frischem, klein gehackten Ingwer gewürzt. Fertig ist dein gesundes Frühstück, das dich lange satt hält.

Wenn du den säuerlich, herben Geschmack – der durch die Fermentation entsteht – nicht magst, dann weiche Mais und Amaranth erst am Vorabend ein.

Falls ihr noch mehr Ideen aus der kenianischen Küche haben wollt, dann schaut mal bei den Mitreisenden vorbei – es lohnt sich 😊:

Chili und Ciabatta: Kenianisches Koriander-Lamm mit Kokos-Chapati

Küchenlatein: Eier-Curry Kenia-Stil


Chili und Ciabatta: Kuku Paka (kenianisches Kokosnuss-Hähnchen) mit Kokosnussreis


Fränkische Tapas: Sambusa mit fränkischer Jura-Lamm-Gemüsefüllung


zimtkringel: Sakuma Wike


Backmaedchen 1967: Mandazi kenianische Donuts


Brittas Kochbuch: Saitanragout mit Mataha und Sukuma wiki


Pane-Bistecca: Kuku Paka – Kenyan Chicken Curry


magentratzerl: Mais de Mombasa


Chili und Ciabatta: Viazi Karai – kenianischer Kartoffel-Snack mit Chili-Tamarinden-BBQ-Sauce


Küchenmomente: Kenianischer Bananenkuchen mit N´Dizi


Labsalliebe: Cessbaar mit Pilipili Ya Papaya -Kochbananen Küchlein mit Papaya-Chili-Sauce


Volkermampft: Karanga – Kenianisches Rindergulasch

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Hunsrücker Erbseneintopf mit Sauerkraut

erbseneintopf_hunsrueck

Die Vorgehensweise beim Kochen von diesem Hunsrücker Erbseneintopf ist ähnlich der beim Linseneintopf: Zuerst werden die Hülsenfrüchte über Nacht eingeweicht, meist gebe ich noch einen Schluck Apfelessig als „Starter“ dazu. Dadurch werden die Hülsenfrüchte bekömmlicher.

Am nächsten Morgen oder Mittag, wann auch immer du den Eintopf zubereitest, werden die Erbsen gut abgespült. Mit Erbsen hatte ich noch weniger Glück als mit Linsen: Oft wurden sie selbst bei langen Kochzeiten nicht gar. So hatte ich matschiges Gemüse, aber bissfeste Erbsen 😠. Deshalb koche ich sie separat und gebe sie erst am Ende der Kochzeit dazu.

Je mehr ich mich mit traditionellen Rezepten beschäftigt habe, desto häufiger stellte ich fest, dass es zu jeder Mahlzeit zumindest eine fermentierte Beilage gab. In diesem Fall ist es das Sauerkraut, das bei uns als „Darmbesen“ bekannt ist 🙃.

Zutaten

500 g grüne Erbsen, ungeschält

4 große Kartoffeln

ca. 500g Karotten

1 Stange Lauch

ein Stück Knollensellerie

1 Glas Rinderbrühe

Majoran

2-3 TL Gemüsebrühe

Salz

Pfeffer

Zum Servieren

Sauerkraut

Anleitung

Zunächst werden die Erbsen in ein Sieb abgeschüttet und gründlich mit klarem Wasser abgespült, solange, bis kein Schaum mehr zu sehen ist. Dann die Erbsen in einen Topf geben und mit Wasser bedecken. Wichtig ist, dass das Wasser nicht gesalzen wird. Die Erbsen in kaltem Wasser aufkochen und dann leicht köcheln lassen, bis sie durch sind. Je nach Sorte kann das zwischen 25 und 35 Minuten dauern. Ungeschälte Erbsen brauchen in der Regel länger als geschälte Erbsen.

In der Zwischenzeit das Gemüse würfeln und dann in Butterschmalz anbraten, bis es duftet. Anschließend die Gemüsebrühe, den Majoran und die Rinderbrühe dazugeben. Alles aufkochen und dann bei schwacher Hitze für 15 Minuten simmern.

Wenn die Erbsen durch sind, diese zu dem Gemüse geben und alles zusammen aufkochen. Jetzt mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Serviert wird der Erbseneintopf mit einem Löffel frischem Sauerkraut.

Wem die Variante mit dem Sauerkraut nicht zusagt, der kann auch 4 durchwachsene Mettwürstchen am Ende der Kochzeit dazugeben.

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Knoblauchdip mit Rosmarin und Zitrone

knoblauch_dip

Dieser Knoblauchdip passt hervorragend zu Fischgerichten, er kann aber auch zu Pellkartoffeln oder Ofenkartoffeln gereicht werden. Ich habe fermentierten Knoblauch verwendet, du kannst den Dip aber auch mit frischem Knoblauch zubereiten.

Zutaten:

125g Quark (ich nehme 40%igen)

2 Zehen (fermentierter) Knoblauch

Zitronensaft

einige Nadeln Rosmarin

Salz

Pfeffer

Anleitung:

Hacke den fermentierten Knoblauch und die Rosmarinnadeln sehr fein. Gib beides in den Quark und füge einen Spritzer Zitronensaft hinzu. Würze mit Pfeffer und Salz.

Lass‘ den Dip idealerweise zwei Stunden im Kühlschrank durchziehen und serviere ihn dann zu Fisch, oder Pell-/Ofenkartoffeln.

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Der Allrounder – Die Knochenbrühe vom Rind

knochenbruehe

Passend zu den kalten Tagen kommt hier mein Rezept für eine unserer Lieblingsbrühen: Die Knochenbrühe vom Rind. Egal ob bei Erkältungen oder Magen-Darm-Infekten, meine Kinder fragen ihre Oma dann, ob sie diese Brühe für sie kochen kann.

Auch als meine beiden Allergie-Kinder gerade mit allen möglichen Allergenen kämpften, konnte dieses Süppchen Magen und Gemüt beruhigen. Dann gab es sie eine Woche lang jeden Tag, bis die schlimmsten Auswirkungen überstanden waren.

Besonders beliebt ist sie als Vorspeisensuppe mit Gemüseeinlage und Markklößchen oder Flädle. Meine Kinder wollen zusätzlich immer Buchstabennudeln. Ich nehme die Knochenbrühe aber auch als Grundlage für Eintöpfe oder Bratensoßen, sie gibt dem Ganzen einen kräftigen Geschmack.

Ich nehme Knochen vom Bio-Rind und habe festgestellt, dass meine Brühe damit eine kräftigere Farbe und einen intensiveren Geschmack hat, als dies bei der Brühe von den Knochen konventionell gemästeter Rinder der Fall war. Diese Brühe koche ich immer auf Vorrat, denn wenn es mal wieder schnell gehen muss, weil meine Kinder wieder fast am Verhungern sind, dann ist eine schnelle Rinderbrühe mit Gemüse- und Nudeleinlage eine meiner ersten Optionen.

Zutaten:

ca. 1kg Rinderknochen vom Bio-Rind

2 Zwiebeln

3 mittelgroße Karotten

1 Stange Lauch

ca. 100 g Sellerie

2 mittelgroße Pastinaken

2 Lorbeerblätter

10 schwarze Pfefferkörner

3 Nelken

Apfelessig

Salz

Anleitung:

Schäle die Zwiebeln und schneide sie in Hälften. Nimm einen Kochtopf (ca. 3l) und stelle ihn bei mittlerer Hitze auf. Lege die Zwiebeln mit der aufgeschnittenen Seite hinein und warte, bis sie gebräunt sind. In der Zwischenzeit kannst du das Gemüse grob schneiden und die Gewürze bereitlegen.

Gib jetzt die Rinderknochen, zusammen mit dem Gemüse und den Gewürzen in den Topf und fülle diesen mit kaltem Wasser auf. Es ist wichtig, dass das Wasser kalt ist und der Essig enthalten ist, sonst wird der Geschmack der Brühe weniger kräftig.

Koche alles zusammen auf und reduziere dann die Hitze auf ein Minimum. Lasse nun die Knochenbrühe mindestens zwei Stunden simmern. Noch besser ist es, sie über Nacht ziehen zu lassen.

Schütte die Brühe am nächsten Tag durch ein Sieb und wirf das Gemüse und die Kräuter auf den Kompost, sie haben keinen Geschmack mehr. Die Knochen kannst du nochmals, wie oben beschrieben, mit neuen Gewürzen und Gemüse aufkochen. Ich nehme nur noch halb so viel Wasser, da die Brühe sonst nicht mehr so viel Geschmack hat.

Jetzt kannst du die Brühe entweder einfrieren, einkochen, oder mit frischem Gemüse, Suppennudeln und beispielsweise den Markklößchen zu einem herrlichen Süppchen aufkochen.