Uji – das kenianische Porridge (glutenfrei)

Dass Porridge der ideale Start in den Tag für mich ist, hatte ich bereits erwähnt. Egal ob als Overnight Oats, oder als gekochter Haferschleim – dieses Frühstück hält lange satt, weil es viele Ballaststoffe enthält. Zusätzlich ist es durch die Zugabe von Früchten und Nüssen sehr vielseitig. Weil Volker von volkermampft im Rahmen seiner kulinarischen Weltreise zurzeit einen Stopp in Kenia macht, habe ich mit Uji das kenianische Pendant ausprobiert.

Weil ich noch nie in Kenia war, wollte ich ein Gericht finden, das einfach ist, denn ob der Geschmack authentisch ist, kann ich ja nicht wirklich beurteilen. So stieß ich – auf der Suche nach traditionell fermentierten Lebensmitteln – auf Uji. Bekanntlich macht die Fermentation Getreide und Hülsenfrüchte wesentlich bekömmlicher, so wird auch bei Uji das verwendete Pseudogetreide (Mais, Hirse, Reis, …) vor dem Verzehr fermentiert.

Ich habe verschiedene Varianten gefunden, bei denen einige Uji wie ein Porridge einfach aufgekocht und dann gegessen haben. Weil das schwer verdauliche Getreide aber in vielen Kulturen traditionell eingeweicht wurde, habe ich mich für diese Variante entschieden. Die Fermentation stellt ja eine Art Vorverdauung dar, sodass gerade Menschen mit empfindlichem Magen/Darm diesen Schritt nicht auslassen sollten.

Hier nun mein Rezept für 1 Portion:


Zutaten:

3 EL Maismehl

2 EL Amaranth

2 Tassen Wasser

Früchte nach Wahl

Nüsse / Mandeln nach Wahl

Gewürze wie Zimt, Ingwer, Kardamom

Vorbereitung:

Weiche das Pseudogetreide für mindestens zwei Tage ein. Wenn du regelmäßig Uji essen willst, dann nimmst du immer vor dem Kochen einen Teelöffel des fertig fermentierten Pseudogetreides ab und rührst damit deine nächste Portion an. Mit diesem Starter sind Mais und Amaranth schon nach einem Tag fermentiert.

Gib‘ das Gemisch aus Amaranth, Maismehl und Wasser in einen kleinen Topf und erhitze es. Wenn es kocht, kannst du die Hitze reduzieren, bis dein Uji nur noch simmert. Es soll eine zähflüssige Konsistenz haben.

Nimm dein Uji nun vom Herd und warte einige Minuten, es dickt noch nach. In der Zeit kannst du deine Früchte nach Wahl vorbereiten und die Nüsse oder Mandeln etwas klein hacken. Ich habe einen Apfel in Stücke geschnitten und mit Zimt und etwas frischem, klein gehackten Ingwer gewürzt. Fertig ist dein gesundes Frühstück, das dich lange satt hält.

Wenn du den säuerlich, herben Geschmack – der durch die Fermentation entsteht – nicht magst, dann weiche Mais und Amaranth erst am Vorabend ein.

Falls ihr noch mehr Ideen aus der kenianischen Küche haben wollt, dann schaut mal bei den Mitreisenden vorbei – es lohnt sich 😊:

Chili und Ciabatta: Kenianisches Koriander-Lamm mit Kokos-Chapati

Küchenlatein: Eier-Curry Kenia-Stil


Chili und Ciabatta: Kuku Paka (kenianisches Kokosnuss-Hähnchen) mit Kokosnussreis


Fränkische Tapas: Sambusa mit fränkischer Jura-Lamm-Gemüsefüllung


zimtkringel: Sakuma Wike


Backmaedchen 1967: Mandazi kenianische Donuts


Brittas Kochbuch: Saitanragout mit Mataha und Sukuma wiki


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magentratzerl: Mais de Mombasa


Chili und Ciabatta: Viazi Karai – kenianischer Kartoffel-Snack mit Chili-Tamarinden-BBQ-Sauce


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Volkermampft: Karanga – Kenianisches Rindergulasch

19 Antworten auf „Uji – das kenianische Porridge (glutenfrei)“

  1. Hallo Silvia,
    ich mag Porridge in allen Versionen (solange keine Rosinen drin sind). Das Rezept hier werde ich deshalb gerne mal ausprobieren.
    Liebe Grüße
    Tina

  2. Hallo Silvia,
    Dank Deinem Beitrag, weiß ich jetzt, was sich hinter den Namen Uji verbirgt.
    Ob er jemals auf meinem Teller landet weiß ich noch nicht. Aber hier gibt es eine Mitbewohnerin, die Brei liebt. Viele Grüße
    Ronald

  3. Mit Porridge oder ähnlichem „Brei“ kann man mich leider jagen.
    Aber man muss ja nicht alles mögen.
    Ich find’s trotzdem toll, dass sich alle immer wieder den Herausforderungen der kulinarischen Weltreise stellen.

    Nächste Monat wird’s ja mit Spanien wieder leichter.

    Liebe Grüße
    Britta

    1. Liebe Britta,
      das ist ja einfach Geschmackssache. Wer’s nicht mag, den kann man dann auch nicht überzeugen 😉 Aber zum Glück kamen ja noch viele andere Rezepte zusammen, da findest du bestimmt was 🙂 .
      Spanien finde ich auch einfacher. Ich will ja schon authentische Rezepte kochen, deshalb war Kenia wirklich schwer.
      Liebe Grüße,
      Silvia

  4. Interessantes Rezept, aber seit meinem Spitralaufenthalt, wo man nur Porridge kriegte, mag ich es nicht mehr sehen.

    LG Wilma

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